Betrug: Weiterversenden von Paketen

R

Ralf kunz

danke für die Antworten.
Bei der Polizei meinte man das ich für die pakete nicht zahlen müsse
Du wirst eine Anzeige bekommen .. eventuell eine Hausdurchsuchung wegen den Paketen . Bei mir war das so . Weil als paketagent macht sich strafbar der Geldwäsche vielleicht sogar wegen computerbetrug und Ausspähen von Daten . Ich hatte das damals auch nicht gewusst durch googeln habe ich mich jetzt informiert und einen Anwalt eingeschaltet . Man weiß dass man auch Opfer ist aber auch gleichzeitig Täter und das nervt mich
 

jupp11

Sehr aktiv
Man weiß dass man auch Opfer ist aber auch gleichzeitig Täter und das nervt mich
Immer wieder der dringende Rat: : Bei allen nicht bekannten oder ohne Erfahrung Aktionen z.B. wie hier Jobangebote per Ebay Kleinanzeigen intensiv im WWW recherchieren und zwar mit "worst case" Suchbegriffen , hier z.B. > jobangebote&ebay kleinanzeigen&betrug.
Gerade bei Ebay Kleinanzeigen tummeln sich leider auch Betrüger mit vielen unterschiedlichen Methoden und Techniken.

Weil als paketagent macht sich strafbar der Geldwäsche vielleicht sogar wegen computerbetrug und Ausspähen von Daten . Ich hatte das damals auch nicht gewusst
Der Rechtsgrundsatz lautet "Unwissenheit schützt nicht vor Strafe"
 

Reducal

Forenveteran
...und da kommt man vermutlich nur mit einem Anwalt wieder raus! Der ursächliche Betrug wird sich beim Paketagenten wahrscheinlich nicht nachweisen lassen aber die (zumindest leichtfertige) Tätigkeit als Warenagent, was der Geldwäsche gleichgesetzt wird.

Dann bin ich draufgekommen und Anzeige gemacht.

Das war schon mal die halbe Miete, will sagen, das war richtig!
 

Adello

Frisch registriert
Ein Verfahren wegen der zumindest leichtfertigen Geldwäsche; Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte, denn auch die ist strafbar. Alles weitere steht hier: http://dejure.org/gesetze/StGB/261.html oder erklärt dir dann auch dein Anwalt. Da du aber mit deiner eigenen Anzeige recht früh reagiert hattest, ist es vorstellbar, dass das Verfahren gegen dich ohne was eingestellt wird.
Ja eigene Anzeige ist meistens hilfreich. DAs hätte ich auch so gemacht.
 

Adello

Frisch registriert
Habe heute Post bekommen, dass das Verfahren eingestellt wurde.
Wurmt mich jedoch, dass ich wahrscheinlich 500€ Anwaltsgebühren blechen muss, obwohl dieser nichtmal ein Schreiben aufsetzen musste oder irgendwas sonst...
Ja die anwaltsgebülhren sind leider teuer- besonders wenn man auch keine Rechtschutz hat. Ich musste auch mal fast 600 nur dafür blechen, dass der ANwalt einen Brief geschrieben hat mit der bitte um Einstellen des Verfahrens. Ich kann deinen Frust nachvollziehen.
 
R

Ralf kunz

Junge, wir machen das hier schon seit zig Jahren und Du bist weissgott nicht der erste der in diese Falle rennt.
Der Zaubersatz der hier zum Tragen kommt lautet: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!
Wobei hier unter Strafe auch die Verantwortung für widerrechtlich empfangene (und weitergegebene) Waren zu verstehen ist.
Das kann von der strafrechtlichen Unterstellung der Hehlerei und Geldwäsche bis zur zivilrechtlichen Verantwortung für den finanziellen Schaden der Kontoinhaber gehen. Je nachdem wie der Richter Deine Mitschuld oder noch mehr die Mitschuld der finanziell geschädigten Beteiligten einschätzt. Wir haben hier schon alles erlebt - dass einer mit dem blauen Auge in Form der Anwalts- und Gerichtskosten davon kam bis hin zur vollen Verantwortung im straf- UND zivilrechtlichen Verfahren. d.h. Geldstrafe im Strafverfahren inkl. Gerichtskosten Strafprozess und vollem Schadensersatz für die weitergeleiteten Pakete und die Anwalts-/Gerichtskosten des Zivilprozesses und alle Varianten dazwischen.
Unterm Strich bleibt nur die Erfahrung dass der Schaden um so kleiner bleibt je früher Du eine Selbstanzeige startest und zwar MIT einem Anwalt der sich damit auskennt. Als Justizamateur blubberst Du bei der Vernehmung oft was raus was Dir hinterher einen Haufen Geld kosten kann.
Das ist der einzige Satz aus Krimis der hier uneingeschränkt gilt: "Alles was Sie ab jetzt sagen kann und wird gegen Sie verwendet werden!"
Kann man wegen sowas auch hinter Gitter kommen
 

jupp11

Sehr aktiv
Kann man wegen sowas auch hinter Gitter kommen
Kommt drauf an
Der Tatbestand der Geldwäsche wird mit mindestens 3 Monaten Freiheitsstrafe sanktioniert. Der Strafrahmen der Geldwäsche reicht bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe; in besonders schweren Fällen drohen bis zu zehn Jahren Haft. Die mögliche Strafe beim Vorwurf der Geldwäsche ist also nicht zu unterschätzen.
 
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