Poppen.de bzw. Libereco Inkasso

Rüdiger Kunz

Forenveteran
Nun, damit dürfte ja wohl alles für sie klar sein. In dem zuvor genannten Bericht steht dann aber abschließend folgendes:

Ein Widerruf bei einem Zahlungsanbieter ist in der Regel nicht wirksam. Ein wirksamer Widerruf muss beim Anbieter der Leistung erfolgen.
In Sachen poppen.de gibt der Anbieter folgendes Impressum vor:
Ideawise Limited
Room 603, Alliance Building
130-6 Connaught Road, Central
Hong Kong

[email protected]

Glauben Sie wirklich, dass man einen Anbieter mit so einem abenteuerlichem Impressum ernst nehmen kann? Ich nicht! Als Zahlungsanbieter macht sich doch ihr Unternehmen die Leistung des "anonymen" Anbieters zu eigen und dürfte somit hilfsweise für deutsche Kunden Ansprechpartner sein. Dass die Ideawise Ltd. physisch gar nicht in Hong Kong ansässig ist, kann vermutet werden.

Allein schon die Steuernummer verrät da Klartext:

Was ist eigentlich mit der bisherigen Adresse?Hat da jemand ihrem Kunden den Briefkasten geklaut?
Ideawise Ltd.
4B William Mansion No. 16-18
MacDonnell Road, Central
Hong Kong
 

Faires Inkasso

Frisch registriert
1. Der Webseitenbetreiber ist nicht unser Kunde! Unser Kunde ist liberECO!
2. Ich würde mich rechtlich nicht darauf verlassen, dass der Zahlungsanbieter auch für Widerufe zuständig ist, sondern immer beim Anbieter Widerrufen.
3. Soweit ich den Vorgang verstanden habe, hat der Anbieter den Erhalt des Widerrufs per Bearbeitungsnummer bestätigt. Somit war der Widerruf nicht das Thema dieses Postings, sondern die Antwort von liberECO. So haben wir den Vorgang verstanden und bearbeitet.
 

Rüdiger Kunz

Forenveteran
1. Der Webseitenbetreiber ist nicht unser Kunde! Unser Kunde ist liberECO!
OK, damit sind sie ja, Herr T., als
mahnportal Media GmbH
Schafgasse 1
63225 Langen (Hessen)
lediglich ein Dienstleister für die
logo-62.png

liberECO payment solutions KG
Heinrich-Hertz-Straße 40
40699 Erkrath
Soweit ist das für mich nachvollziehbar. Schwierigkeiten habe ich nur bei der Ernsthaftigkeit in einer Auseinandersetzung mit anonymen Anbieter aus China. Wer sich mir als Endkunde gegenüber unseriös und anonymisiert verhält, kann nicht damit rechnen, dass ich ihn wirklich ernst nehme. Das ist aber ein grundsätzliches Problem, dass wohl kaum hier und mit ihnen geklärt werden kann.
 

Rüdiger Kunz

Forenveteran
Wer sich mir als Endkunde gegenüber unseriös und anonymisiert verhält, kann nicht damit rechnen, dass ich ihn wirklich ernst nehme.
...und genau das geht ja schon neben der chinesischen Adresse los und endet nicht mit der Steuernummer los, die ich zuvor erwähnt hatte:
Das Bundesamt für Steuern erklärt dazu folgendes:
Die eingegebene Finanzamtsnummer: 16/6 ist nicht gültig!
Die Länderkennung "16" steht für Thüringen. Wohin also führt der Chinese konkret die über deutsche Kunden erwirtschafteten Steuern ab?

So lange das nicht geklärt ist, sollte kein Kunde bezahlen, denn er würde für meine Begriffe womöglich einen Verstoß nach der Abgabenordnung (Steuerhinterziehung) unterstützen. Sowohl der liberECO payment solutions KG als auch der mahnportal Media GmbH sollte somit auch an der Deanonymisierung des Anbieters gelegen sein, denn die würden im Fall einer Bestätigung des genannten Verdachtes zumindest fahrlässig dem erweiterten Verdacht einer Geldwäschehandlung unterliegen.
 

Faires Inkasso

Frisch registriert
Die Steuernummer 16/673 sollte man vielleicht mal googeln, bevor man über Geldwäsche fabuliert. Dann kennt man auch das zuständige Finanzamt. Ein Anruf dort und es wird Dir bestätigt, das die Steuernummern 16/673/xxxxx dort geführt werden.
 

Teleton

Sehr aktiv
Ich finde das Ergebnis etwas dünn. Da erzählt ein faires Inkassobüro rechtlichen Unsinn zum Widerrufsrecht. Im Rahmen der Prüfung wird dann festgestellt, dass man zum Widerrufsrecht gar nix mehr sagen möchte, das sei doch Sache des Betreibers. Bedeutet dies das der Betreiber nun den selben Unsinn direkt erzählen wird? Warum soll das Inkassobüro gegenüber den Kunden zu den Rechtsfragen des Widerrufes nicht Stellung nehmen? Insbesondere wenn das Widerrufsrecht offensichtlich besteht. Werden jetzt alle Fälle in denen sich der Kunde auf ein Widerrufsrecht beruft an den Anbieter zurückgegeben? Und wie konnte es überhaupt zu der "Fehlinterpretation" des §312 d BGB kommen? Welche Konsequenz wird daraus gezogen das offensichtlich ohnehin alle bisherigen Kunden wegen der fehlerhaften Belehrung widerrufen können, wird dies zukünftig vom Inkassobüro berücksichtigt?
 

Faires Inkasso

Frisch registriert
Die wichtigste Information aus unserer Sicht ist vorhanden – Fehler erkannt und korrigiert.

Die Frage des „Warum“ erläutern wir nur in Ausnahmefällen öffentlich. Das „Warum“ ist für den Verbraucher aus unserer Sicht nicht ausschlaggebend, wichtiger ist es, die Situation in Zukunft zu verbessern. Wenn wir jedes Mal öffentlich die Ursache eines Fehlers oder Irrtums diskutieren, wird die Bereitschaft der Unternehmen diese zuzugeben und mit uns offen über Verbesserungen zu sprechen stark zurückgehen.

Jetzt mal ehrlich, welches andere Inkassobüro hat bisher aufgrund eines anonymen Postings einen Fehler öffentlich zugegeben und korrigiert? Ich finde da verdient liberECO durchaus auch etwas Respekt.

Ein Punkt noch:
In vielen Foren wird geraten Widerrufsfragen direkt mit dem Anbieter und nicht mit dem Inkassobüro zu klären. Das gilt aus meiner Sicht auch in diesem Fall. Das Inkassobüro ist nicht Vertragspartner und kann daher eh nur Stille Post zwischen Verbraucher und Anbieter spielen.
 

Rüdiger Kunz

Forenveteran
Die Steuernummer 16/673 sollte man vielleicht mal googeln...
Hatte ich, sonst wäre ich nicht zu der Aussage gekommen. Eine erneute Googelei brauchte da auch wieder kein brauchbares Ergebnis.
....kennt man auch das zuständige Finanzamt. Ein Anruf dort und es wird Dir bestätigt ...
Auch das will ich gern tun! Es wäre jedoch hilfreich, wenn du es mir benennen könntest, da mir ja anscheinend in diesem Fall der Durchblick fehlt.

Ach ja:
....verdient liberECO durchaus auch etwas Respekt...
Warte nur bis Aka-Aka hier rein schaut, der verteilt sicher den gebührenden Respekt.
 

Teleton

Sehr aktiv
In vielen Foren wird geraten Widerrufsfragen direkt mit dem Anbieter und nicht mit dem Inkassobüro zu klären. Das gilt aus meiner Sicht auch in diesem Fall. Das Inkassobüro ist nicht Vertragspartner und kann daher eh nur Stille Post zwischen Verbraucher und Anbieter spielen.
Das ist ja schon immer unser Ratschlag gewesen. Keine sinnlosen Diskussionen über Rechtsfragen mit Inkassoinstituten. Wegen der Möglichkeit der Einmeldung unbestrittener Forderungen nach §28 a BDSG gegenüber "ernsthaften" Inkassoinstituten (insbesondere Schufamitgliedern) einmal beweisbar die Forderung bestreiten, dann Funkstille.
 
C

charLy®

Die Steuernummer 16/673 sollte man vielleicht mal googeln, bevor man über Geldwäsche fabuliert. Dann kennt man auch das zuständige Finanzamt. Ein Anruf dort und es wird Dir bestätigt, das die Steuernummern 16/673/xxxxx dort geführt werden.

Bei globalem Denken könnte man hierin eine Aufforderung zum umgehen chinesischer Steuergesetze sehen um sich dort strafbar zu machen oder zumindest (irgendwann...) ein Inkassoschreiben (aus China) zu bekommen? Denn bei dem Hinweis auf diesen Punkt, kam ich trotz der deutschen Steuernummer gar nicht auf die Idee das nicht die Chinesen damit gemeint sind, das da zu Steuern betrogen werden könnte! SORRY..... wenn ich etwas dazu schreibe, denn ich bin ganz zufällig hier gelandet und fand den thread so interessant das ich gern auch ein Lob an die Plattform hinterlassen wollte und sehe im obigen Widerspruch "den Aufhänger"..... ;) An die Macher dieser guten (da hilfreichen* ) Plattform noch eine Information, denn es dürfte interessant für euch sein, das ich durch eine Suchanfrage (um eine Freundin vor evtl. Schaden zu bewahren....glaubt es oder nicht..) zu poppen.de dies hier als OBERSTES Ergebnis in dem Suchergebnis hatte. Natürlich war es nicht Google sondern Startpage.com so das ich sofort auf die von mir gesuchten Haken (wobei sie nicht vorhat dort kostenpflichtig zu werden..;) )der Page geleitet wurde. Aber Platz 1 bei einer Suchplattform , das ist doch etwas wo sich die Arbeit lohnt und zu deren "Verbreitung" man dann vielleicht anreizen sollte. Keine Sorge ich bin nur noch ganz privat im Inet, mich interessiert Ehrlichkeit und habe keinerlei Interessen am net. Da aber fast alle ör Magazine, Markt (WDR+NDR) z.B. fast wöchentlich euer Thema behandeln und selten so gut/klar wie ihr hier, so das man langsam dazu neigt Verbrauchern "Lehrgeld" Empfehlungen zu wünschen, die aber ja bis auf sehr wenige (betrogene Alte..) einen Web-Zugang haben müssten, frag man sich warum zumindest dann dort nicht diese Plattform empfohlen wird? Aber insbesondere beim ör Rundfunk müssen die Sendezeiten wohl gefüllt werden denn nach den vielen Berichten allein zu diesem "Inkasso-Thema", hätte ich nie geglaubt das es dazu so eine tolle Page gibt. Die stellen sich dann häufig noch einen Anwalt mit ins Studio der ja fast nie eine klare Aussage macht, ausser der, das man sich dann doch lieber an einen Anwalt wende solle. Da aber bei Menschen mit wenig Geld heute gerade das den Grad der Angst bestimmt, da sie sich zusätzlich, oder häufig bei sehr geringen (für die Allgemeinheit = bis 50.- €?) Beträgen das nicht leisten kann, nervt zumindest mich so eine Arroganz. Bestimmt schaue ich nun hier hin&wieder mal rein und wünsche EUCH WEITERHIN VIEL ERFOLG! Grüsse von der Nordsee cu/charLy®
 
J

JanuZ

Hallo zusammen,

folgender Sachverhalt und Frage:
Am 29.12.2011 habe ich eine kostenpflichtige Online-Mitgliedschaft bei Poppen.de abgeschlossen, am 04.01.2012 habe ich dieser per Mail widersprochen und der Abbuchung widersprochen. Prompt bekam ich heute Post vom Inkassounternehmen, dieser behauptet es läge kein Widerspruch vor (wie bei vielen anderen Betroffenen auch, wie ich mittlerweile im Inet recherchieren konnte). Ich habe an Poppen.de vorsichtshalber auch am 05.01.2012 noch einen Widerspruch gesendet und dazu auch so eine Art Bearbeitungsnummer bekommen. Auf meinen ersten Widerspruch wurde in der Antwortmail überhaupt nicht eingegangen, sondern nur darauf hingewiesen dass ich sofort den Bertrag bezahlen soll und erst dann meine Mitgliedschaft kündigen kann?!
Na ja lange Rede, kurzer Sinn: Da die Firma in Honkong ihre postalische Adresse hinterlegt hat, will ich jetzt nicht unbedingt auch noch per Einschreiben einen Widerspruch senden. Reicht die Mail aus? Sie wurde definitiv erhalten und auch mit einer Bearbeitungsnummer versehen und beantwortet.
Das Inkassobüro stellt sich quer und droht natürlich nach Zahlungserinnerung mit Mahnung und Mahnbescheid.
Vielen Dank und Gruß

Böse Gegenfrage, wie kommt man dazu eine Mitgliedschaft bei einer solch unseriösen Seite zu machen? Ich meine, das Impressum sagt schon alles. Dazu mal die Frage: warum für etwas zahlen, das absolut sinnlos ist?? Ich meine mal ganz ehrlich, die Erfolgsaussichten für einen einzelnen Mann, sind doch mit oder ohne Zahlung gleich gering ;), und bei genauerer Betrachtung kann das Niemand abstreiten!
Was das Inkassobüro angeht, gab es da eine Gerichtsnummer im Brief? Erst wenn eine solche nUmmer vorliegt, können sie überhaupt gesetzlich was machen. ich für meinen Teil bezweifle das sehr, zumal diese Firma einen Sitz im Ausland hat...erinnert ein wenig an diese dubiose Vita.Ltd, nur vielleicht etwas mehr in der *Grauzone*.
Ich persönlich würde es ja drauf ankommen lassen, und nicht zahlen, weil ich nicht glaube, das sie weitere Schritte einleiten werden.
Nochwas am Rande: Leute seid mal wieder etwas Realitätsnaher, das www bietet zwar eine schöne Möglichkeit, Menschen aus aller Welt kennen zu lernen, doch dummerweise haben die Menschen es leider geschafft, das genau das Gegenteil eingetreten ist, man ist nur nochwas zwischen I und 0. das Kennenlernen ist zum Konsum geworden! Einfach mal wieder auf die Straße gehen, und Leute *live* kennen lernen....ist gar nicht so schwer, achja für *Poppen*Freunde die Erfolgsaussichten auf ein sexualles Abenteuer sind im realen keinesfalles Geringer, eher im Gegenteil. Und es bleibt dabei nochwas Positives: Der Erste Eindruck den man von einer person hat, entspricht im Internet seltenst der Wirklichkeit, im Realen aber schon!
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
Es wäre jedoch hilfreich, wenn du es mir benennen könntest, da mir ja anscheinend in diesem Fall der Durchblick fehlt.
Ach ja:
Warte nur bis Aka-Aka hier rein schaut, der verteilt sicher den gebührenden Respekt.
Hat sich nicht mehr gemeldet, der Herr T? Naja. Ich habe aber noch nicht ausreichend gezeigt, welchen Respekt Libereco verdient.
So, nur damit keiner denkt, ich würde Libereco ignorieren.

by the way:
fair..-inkas...de/zertifikat/anbieter
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
Elixir mit Libereco auf einer Seite???
ob das recht hilfreich ist?
Ja,ja, bin ja schon still
JanuZ hat hier ja eh einen alten Thread hochgeholt... wofür?
 
Y

Yuma

Das Inkassounternehmen, setzt auf eine Zahlung. Jedoch wird letztendlich nichts unternommen. Sie mahnen meistens auch nur per Mail! Es folgt kein Mahnbescheid oder sonstige rechtliche Schritte.

Ruhig aufatmen ;)
 

Teleton

Sehr aktiv
Heute hatte ich zufällig mit den neuen Bedingungen von www.poppen.de zu tun. Die Widerrufsbelehrung erscheint weiter fehlerhaft auch wenn sie an die neue Rechtslage ab Juni/14 angepasst wurde. Der angesprochene Widerrufsverzicht ist nicht zulässig bzw. in der konkreten Form verwirrend.

"Nach dem Kauf hast Du als Verbraucher die Möglichkeit, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen ab dem Tag des Vertragsschlusses zu widerrufen, solange Du keinen Widerrufsverzicht, welcher Voraussetzung für eine sofortige Nutzung des gekauften Produktes ist, ausgeübt hast. Namentlich erlischt Dein Widerrufsrecht, falls Du eine Dienstleistung gekauft hast, nachdem Du dazu Deine ausdrückliche Zustimmung gegeben hast und gleichzeitig bestätigt hast, dass Du Dein Widerrufsrecht mit vollständiger Erfüllung der jeweiligen Dienstleistung durch die Firma Ideawise Limited verlierst."

Und ein "Faircollect/ Faires Inkasso" ist auch am Start.
 
Zuletzt bearbeitet:

Antiscammer

Sehr aktiv
Irreführende Widerrufsbelehrungen, mit denen das Widerrufsrecht sabotiert werden soll, sind abmahnfähig bzw. begründend für eine Unterlassungsklage, z.B. der Verbraucherzentralen.
 
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