Neue Kundschaft - der Lyriker-Thread

Reinhard

Foren-Poet
Prolog

Heißt uns willkommen alle alten
und auch manch neuer Moderator,
die dieses Forum nun verwalten:
Wir hören zu und sind ganz Ohr.

Gewöhnt an lieb geword'ne Bräuche
gewöhnt an sowas, wie Vertrautheit dort
gewohnt "vor Lachen halten wir die Bäuche"
hoff' ich, hier setzt sich's weiter fort.

Wir hoffen weiter auf Verständnis
das man beim Lesen muss verweilen.
Wir hoffen auch auf die Erkenntnis:
Die Wahrheit liegt zwischen den Zeilen.

Kritik sagt, es sei leicht zu dichten.
Es müsse sich nur alles reimen.
Wer's glaubt, so ist's - mitnichten.
Es ist ein Plänzchen - das muss keimen....

Gedichte sind auch nichts für "Andersdenker"
denn sie vertreten nur zu "Meinen".
Wir sind nicht irgendeines Henker,
wollen nur schmunzelnd uns vereinen...

So wünsch' ich mir im neuen Forum
wir bleiben sachlich, wie bisher.
Keine Polemik, uns geht's um's "Worum"
Mit gutem Willen ist's nicht schwer...

Und noch ein Wunsch sei angebracht,
dass trotz Politchaotik-Wirren
ihr beiden Admins weitermacht.
Und lasst euch bloss durch nichts beirren!

So sei ein letzter Gruß an alle,
die hier als Gast anwesend sind:
Tausend und eine Falle
lauern auf euch, ach seid nicht blind...

Meldet euch an, schaut dann vorbei.
Je mehr wir sind, desto besser zuletzt,
Besser noch als nach dem "Telefonrechnungsschrei"
Und vielleicht danach von Gläubigern gehetzt...

So, das war's jetzt, der Prolog ist zu Ende.
Mir fällt nichts mehr ein.
Nur eine Botschaft ich jetzt noch sende:

Seid alle willkommen, und kommt herein,


Gruss
Reinhard :wink:
 
@Reinhard


Hier steh´ ich an der Pforte
vom alten - neuen Dichtereck,
erfreu mich Deiner Worte
drüber nachzudenken, ist ihr Zweck.

Da ist nichts hinzuzufügen,
Du hast ja alles schon gesagt.
So laßt uns weiterdichten zum Vergnügen
auch wenn´s manchmal sehr gewagt.

In die Tiefe gehen, oder oben bleiben
alles ist ja gut zu seiner Zeit.
Auch Schabernack kann man hier treiben
so wie´s kommt, wir sind bereit.


Gruß Avor
 
Aus der alten Welt

Zerbeult, lädiert und leicht verstaubt
steht vor mir ein Persilkarton.
Drauf steht, was niemand glaubt:
“Das beste Weiß, für deinen Sohn!”

Mit Filzstift hat jemand “Software”draufgekritzelt.
“Mozilla und Dialerexen”, kann man lesen.
unbekannte Tierchen, über die ich oft gewitzelt,
weil sie in meiner Jugend noch nicht dagewesen.

“Das schönste Weiß, das es je gegeben!”
die Schrift ist vergilbt und auch verdreckt.
Ob die Dialerexen und Mozillas noch leben?
Ich hab sie ausgepackt und tief im Heu versteckt.

Für den Karton aber hab´ ich Verwendung,
da geht einiges was wichtig erscheint, hinein
Was bleibt bei einer Dialerschutzforums-Beendung
die, wie sie sagen, mußte sein.
Am Tag, als mich erreichte die Kunde
daß man beziehen will ein neues Haus
mit anderen Getreuen zusammen im Bunde
weinten sich ein paar Tiere im Off Topic aus.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier,
besonders dann, wenn er sich Avor nennt.
Gewohnheitsmensch, heißt es bei mir,
der sich nicht gern von Artgenossen trennt.
Da sind ja auch noch meine Kinder,
die in dem alten Haus entstanden,
In Sommernächten und im Winter,
auch die von Freunden und Bekannten.

Hastig hineingepackt in den Karton
Sortieren werde ich dann später
Ich will nicht, daß sie jetzt verenden schon
Lachen sollen auch noch die Enkel und die Väter.

Lachen sollen auch die Mütter, wenn sie wollen,
doch nicht alles was ich spontan geschrieben
hat getroffen wie ich wollte, in die Vollen,
die kleinen Avor´s haben´s oft auch übertrieben.

Auch das Einhorn sucht noch immer seine Brille
und kann sie wohl auch nie mehr finden,
denn nach des Tierschutzbundes Wille
trägt das moderne Einhorn jetzt die Brille hinten.


Eine geruhsames Wochenende

wünscht Avor
 
0:-) :roll: :roll: 0:-)

Mein lieber Schwan, ich bin entsetzt
Reinhard, hast Du das gelesen?
Forumspoeten sind wir jetzt
Hofnarren, wo wir mal “(An)Ständige” gewesen.

Nicht zusammen mit den Members meckern,
zu Felde ziehen gegen Leute, die uns Fallen stellen.
Nicht klotzen, auch nicht ein bißchen kleckern,
Als Poet man doch nur bellen und nicht beißen kann.

Hunde, wollt ihr ewig leben?
Dialervolk, mir graut vor Dir!
Keinen Cent will ich Euch geben,
sonst bin ich schnell ein wildes Tier!

Naja, ich hab´ ein bißchen übertrieben
leben will man und auch leben lassen.
drum hab ich in Herrn Dailer´s Poesiealbum geschrieben:
Hast du im Schrank noch alle Tassen?

So dürfen wir als neu ernannte Hof-Poeten
gegen unbequeme Zeitgenossen wettern
die gierig sind auf die Moneten ,
zu schwer verdient, um sie für nichts hinzublättern.


Sonntäglichen Gruß :wink:

Avor
 
Versatzstücke:

Ob nun Bellen oder Beißen
Oder schlicht das Maul zerreißen
Sinnschwer ist's in allen Fällen
Dunkelmänner kriegen Schellen

*

Was wäre ,wenn die Herzen schmelzen
nur qua Brillies oder Nerzen?

*


Hmm.

P.
 
Forumspoet

Nein Avor, ich bin nicht entsetzt, :o
"Wir beide hier Forumspoeten!",
das find' ich gut, das wird geschätzt.
Kein Grund also, jetzt zu erroeten.

Nein, wir sind nicht die Forumsnarren,
die alles, jedes kommentieren.
Wir spannen uns vor keinen Karren.
Wir werden uns nur engagieren.

Wir können meckern was wir wollen, 0:-)
immer diskret im Vers geborgen.
Wir gehen lyrisch in die Vollen
mit Angst und Ärger und mit Sorgen.

Und liest's denn überhaupt ein Schwein -
Wir schreibens nur - ganz ohne Scham!
Es darf aber auch heiter sein.
Darüber ist wohl keiner gram.


Gruss
Reinhard :wink:
 
0:-)

Mutationen

Also sprach Zarathustra,
dann gab´s Aufruhr in der Pußta.
Auch im Niltal gab´s Rabatz.
Wo “Gut Nacht” sich sagen Hund und Katz
betet fromm mit seinem Vater
Hadrian, ein schwarzer Kater.
“Baldrian”, sagt er, dann war es aus,
dann war der Vater eine Maus.
“Alter, bald ist es um dich geschehen!”
wie´s weitergeht, wirst du gleich sehen
doch schnell er keinen Appetit mehr hatte,
ein Knall - der Sohnemann war eine Ratte.

Ein Straßenköter war zutiefst entsetzt
als ein Hühnerei er fallen läßt.
an dessen Schale er sich leicht verletzt
und vor Schreck ein Vorderbein sich näßt.

Zoff gab´s auch ganz oben in Spitzbergen
Rentiere wollten nicht mehr rennen
Als sie hörten von den sieben Zwergen.
wollen sie schlafen und im Sommer pennen.

Geschwind herunter von den hohen Alpen
rennen nun die Amseln und die Schwalben
Gemsen hurtig im Fluge mit Adlerschwingen
die Adler bleiben zurück mit Händeringen
sie rufen im Chor: “Es ist ein Jammer”.
der Bauer steht Kopf in seiner Kammer.
Die Bäuerin läßt nun auch von unten grüßen,
auch sie steht nicht mehr auf den Füßen
ihr Kleid umwickelt jetzt den Schopf
wie ein Turban um den ganzen Kopf.
“Hilfe” ruft sie zu dem Alten
“ich kann die Beine nicht mehr oben halten!”

Man sieht im Tal der sieben Hügel
Exoten mit und ohne Schatten
auch ihnen wachsen langsam Flügel,
es fliegen auch Mestizen und Mulatten.
Ein schwarzer Eisbär ruft “Ahoi!”
als er hörte ungewohnte Stimmen.
Dann sagt er verwundert “das ist neu,
daß im Eismeer Zebra´s schwimmen”
Zwischen Eisbrocken kommen
auch Ochsen und Kälber in wilden Horden
mit Elefanten und Giraffen geschwommen
in der Heimat ist es ihnen zu heiß geworden.

Auch andere Affen finden sich ein
manche mit und andere ohne Socken
Der Eisbär ruft: Muß das denn sein?”
Dann war er tot, er ist zu Tod erschrocken.
Auch die Fische wurden blaß vor Schrecken
als sie bemerkten oben das Gewimmel
sie wurden attackiert von Weinbergschnecken
begleitet von Kuhglockengebimmel.

Ein Professor wird von Studenten belehrt:
Es war einmal ein Sohn der hatte sieben Väter
die haben sich nicht um Gottes Natur geschert
Was dabei rauskommt, seh´n wir später.
“Also” sprach Zarathustra zu seinem Sohn
“Also” sprach auch der Sohn zu seinem Klon.

:evil:

Wird bei künftigen spektakulären Entwicklungen in der Gen-Forschung fortgesetzt.


Eine produktive Woche und gute Verrichtung
wünscht Avor
 
Ein Leben für den Tod
Geboren um zu sterben
Lämmer für die Schlachtbank
Namenlose Herden

Zu bieder
Um Sünden zu begehen
Viel zu kraftlos
Um unseren Weg zu gehen


Exitus-mein Freund
Da gibt es nichts zu lachen
Das sind schlechte Zeiten
Und Zwerge werfen Schatten


Viel zu feige
Die Moral zu untergraben
Ohne Glaube
Und ohne Ideale

Gesenkter Blick
Gebeugter Gang
Dem Schicksal ergeben
Ein Leben lang


(nicht selbst gedichtet) :unbekannt: :unbekannt: :unbekannt: :unbekannt:
 
Heinz Körtner

Wir selbst sind der Preis

Ich,
weiß,
Daß wir oft zu gering von uns denken,
Denn viele meinen,
Mit Liebesgaben sich
Freizukaufen und kleinen
Geschenken...,
Und doch sind wir selbst der Preis.
 
Na schön, dann was lustiges von W. M. Berthold:

Das Interview

Drei alte Herrn im Altenheim,
die wurden interviewt.
Es sollte für die Zeitung sein:
Hoch interessant und gut!

Der erste Senior wurde dann
sehr intensiv befragt:
Wie er als wohlbetagter Mann
sich fühlt, warum er so betagt?

Der alte Herr, noch geistig fit;
auch körperlich noch rüstig:
"Im Leben nahm ich vieles mit...".
Erzählt und lächelt dabei listig.

"Ein viertel Wein, den guten Roten,
Trank ich in mancher froher Stund.
Von Frauen ließ ich meine Pfoten,
drum fühl' ich mich noch so gesund..."

Nach seinem Alter dann gefragt,
er sich nicht lange bitten läßt:
"Achtzig", hat er stolz gesagt -
und: "Gestern war mein Wiegenfest".

Weiter fragt der Zeitungsmann
den zweiten Herrn, der ist jetzt dran.
Auch der erzählt aus seinem Leben
und was sich alles so ergeben.

Fünf Jahre Kriegsgefangenschaft,
das raubte seine letzte Kraft.
So hat er ab und zu gesoffen,
bis ihn ein Schlaganfall getroffen.

Neunzig Jahre sind vorbei,
nun ist ihm alles einerlei.
Hat schlechte Augen, kann kaum steh'n
Er weiß: "bald wird 's zu Ende gehn".

Und als sie dann zum Ditten kommen,
der arg vom Leben mitgenommen:
Im Rollstuhl sitzt der arme Mann,
weil er sich nicht bewegen kann.

Böse plagt den alten Stenz
der Stuhlgang und Inkondinenz.
Gewickelt wird er arme Wicht,
weil vorn und hinten er nicht dicht.

Er ist der Älteste der Alten.
Und er besteht nur noch aus Falten.
Von der Gesundheit her geseh'n
Könnt' er schon an die hundert geh'n.

Natürlich wird er auch gefragt,
warum er krank und so verfallen.
Ganz leise hat er's dann gesagt,
kaum zu verstehen war sein lallen.

"Ich hab' gesoffen wie ein Loch,
und Weiber hatt' ich noch und noch.
Alles hab' ich mitgenommen.
Die Rechnung dafür schon bekommen.

Selbst wenn mich bald der Teufel holt,
dann war mein Leben kurz - doch würzig:
Und weil ihr es doch wissen wollt:
Morgen... da werd' ich vierzig..."



Reinhard :roll:
 
@Sascha,

auch Damen werden älter. :lol:


Erinnerungen


Tante Klara geht in´s Herrenzimmer,
wo sie mit den Nachbarsdamen immer
mittwochs Romé spielt und auch Kanaster.
Wo in der Ecke steht in Alabaster
der Onkel Ewald so wie immer,
als alter Gast im neuen Damenzimmer

Schnell noch etwas Staub gewischt,
bevor die Damen hier erscheinen.
dann zum knabbern etwas aufgetischt
die Katze schnurrt an Ewald´s Beinen.
Auch er wird noch vom Staub befreit
und einer Spinne, die sich niederließ
Ach, das war doch eine schöne Zeit,
als ich noch jung, und Fräulein Klärchen hieß.

Dann sind sie gekommen so wie mittwochs immer
haben gezockt im neuen Damenzimmer.
Beschissen haben sie und Blödsinn gemacht
auch über verbotene Witze gelacht.
Dummheiten haben sie ausgeheckt,
gelästert ohne Reue und ohne Respekt.
über Superstars und die Helden in der Politik:
“Die haben im Hirn wohl einen Knick !”

Ewald blieb stumm und hat nicht gelacht,
weil an Jugendsünden er gedacht,
an wilde Stunden, die er einst genossen
steif steht er da, in Gips gegossen.
Die Katze schnurrt an seinen Beinen
Tante Klara ist nicht ganz mit sich im reinen
auch die anderen Damen sind beschwipst.
Onkel Ewald bleibt auch in Zukunft eingegipst.

Als sie später gingen ganz verschwitzt,
ein Blick zum Hausherrn - leicht verschmitzt,
sagt´s eine laut im Suff, was alle dachten,
doch nicht besonders d´rüber lachten,
denn die Botschaft fanden sie nicht nett:
“Ewald , du warst der Beste je in meinem Bett!”


Einen schönen Abend und guts Nächtle
(aber möglichst im eigenen Bett) :argue:

wünscht Avor
 
Matlock

Matlock ermittelt (oder auch nicht...)

Die money-Maker-Engeneering
durch eine Firma namens "...Clearing..."
und deren Website mir verrät:
"...das niemals was selbstständig lädt..."

Hier irrt die Site der Euro-Kascher,
die Dialer - sie wechseln rascher -
sei'n sie legal oder auch nicht.
Und niemand, niemand widerspricht.

Für's erste - denn am Anfang war nicht klar,
wie hoch die Kosten, wer es war.
Der Dialer sich selber eliminiert,
damit nur keiner was kapiert.

Erst mit der Rechnung kam der Preis
fast dreissig Euro für so'n Sch....
Und machte ach so manchen Kummer,
betrafs denn nicht nur eine Nummer...

Soweit ganz grob, wie ich es seh',
was ich auf zwanzig Seiten hab' verstanden.
sinnvoll wär vielleicht eine IG
Sonst kommt Einzelwissen abhanden...

Schließt euch zusammen, seit eine Einheit.
Das gilt auch für die vielen Gäste.
Meldet euch an, das wär' das Beste.
Und trotzt gemeinsam der Gemeinheit...

Beruft euch aufeinander,
sagt, das schon was anhängig sei.
und knüpft ein Band zueinander,
und gebt nicht nach, seid schwer wie Blei...

Und noch zum Thema Sammelklage:
hier gehts nicht, nur in USA.
Verschont uns weiter mit der Frage,
und schaut dann doch mal vielleicht da:

http://forum.computerbetrug.de/viewtopic.php?t=1474&highlight=sammelklage


Gruss
Reinhard
 
NACHTPFÖRTNERS QUALEN


Mir wird schon wieder angst und bang.
Der Tag war kurz.Die Nacht war lang.
Sie foltert mich mit allerlei
Geplärr,Gezeter und Geschrei.


Die Vierzehn viertelstündlich pi**t
und dabei ihr Gebiss vermisst.
Die Achtzehn schreit nach Ohropax.
"Ich kann nicht schlafen! Heiße Sachs!"



Ein dicker Bauch zum Kreißsaal wankt.
Gepäck sich um den Vater rankt.
Die Schwester von Privatstation
verschwätzt die nächste Infusion.


Auf Intensiv wird abgestellt.
Erlöst verlässt ein Mensch die Welt.
Ein Vater stolz den Filius hisst.
Die Vierzehn pi**t und pi**t und pi**t.

In Dreinullneun ein Tropfer piept.
Mein Kätzchen kommt herein und fiept
und bittet um sein Schlückchen Milch.
Aus Zwanzig brüllt der Rheumaknilch:

"Ich brauch' die Schwester,aber flott!"
Im Geist bedien' ich das Schafott.
Geschwader! Putzfraun! Dreizehn Stück!
Die fehlen noch zu meinem Glück.

Und hennengleich,nach Putzfraunart
wird nicht mit Weiberklatsch gespart.
Die Vierzehn pi**t,der Kreißsaal plärrt,
der Tod wird ins Verlies gesperrt.


Wie gern würd ich nur Dichter sein!
"Hör auf'zu jammern und zu schrein.
Ich seh' dich hier fast jede Nacht!"
Ich seufze auf.Mein Kätzchen lacht.
Es lacht mir mitten ins Gesicht.
"Den Sch**ßjob tät ich wirklich nicht.


Christoph Rösner


:lol:
 
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