Leitfaden: Betroffene Digital Web Media/DWM/HFM GmbH

sascha

Administrator
Teammitglied
Leitfaden für Betroffene von Rechnungen der Digital Web Media und der HFM GmbH (aktualisierter Stand: 29.06.04)

Bitte beachten: Am 28. Juni hat das Landeskriminalamt Hamburg die Geschäftsräume der Hanseatische Abrechnungsssysteme GmbH durchsucht und die zwei Geschäftsführer festgenommen. Mehr dazu auch hier und zum Urteil im Dezember 2005 hier

Seit Anfang April verschicken die Firmen Digital Web Media und HFM GmbH (wieder) zu Tausenden Rechnungen, in denen 49, bzw. 69,95 Euro für angebliche Servicedienstleistungen gefordert werden (siehe Screenshots). Die Fragen der Betroffenen wiederholen sich im Forum regelmäßig. Daher hier noch einmal in Kurzform das Wichtigste:

1. Warum bekomme ich eine solche Rechnung?

Der Trick dahinter sind Dialer, die sich auf Webseiten und hinter Werbebannern verbergen und eine Ortvorwahl (069 o.ä.), bzw. eine 01805-Nummer anwählen. Bei der Verbindungsherstellung wird Ihre Telefonnummer übertragen. Über Rückverfolgung gelangt das Unternehmen so an Ihre Anschrift und schickt Ihnen die Rechnung.

2. Ich habe aber eine Rechnung bekommen, obwohl ich nicht im Telefonbuch stehe.

In mehreren Fällen, etwa wenn der Betroffene nicht im Telefonbuch stand, wurde die Adresse über Anrufe herausgefunden; Mitarbeiter erfragten unter bestimmten Vorwänden die für den Rechnungsversand notwendige Adresse der Opfer. So wurde in einigen Fällen beispielsweise behauptet, für den Empfänger liege ein Paket bereit, man benötige nun die vollständige Adresse für den Versand.

3. Wer steckt hinter dem Rechnungsversand?

Rechnungen und Mahnungen wurden von verschiedene Firmen mit unterschiedlichen Namen verschickt. Es ist nicht auszuschließen - und einige Indizien deuten darauf hin - dass hinter den unterschiedlichen Firmennamen die gleichen Personen stecken. Auch die Absendeorte der Rechnungen und Mahnungen, sowie die Kontoverbindungen wechseln von Zeit zu Zeit. Bekannt in diesem Zusammenhang sind die Firmen:

- Hanseatische Abrechnungssysteme GmbH (HAS)
- Hamburger Forderungs-Management GmbH (HFM)
- Persolvo Inkasso GmbH
- Digital Web Media Limited
- Nesa Inkasso GmbH
- DWM Deutsche Zahlungssysteme

4. Muss ich die Rechnung bezahlen?

Wenn Sie keine Leistung dieser Unternehmen in Anspruch genommen haben und nichts bewusst bestätigt haben, dürfte kein Vertrag zustande gekommen sein. Auch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post stellt ausdrücklich fest, dass bei dieser Art von Dialern nicht bezahlt werden muss.

5. Was soll ich als Betroffener tun?

Wenn Sie eine solche Rechnung erhalten haben ohne bewusst Leistungen in Anspruch zu nehmen, sollten Sie

- der Forderung schriftlich widersprechen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat ein entsprechendes Musterschreiben entwickelt, dass Sie z.B. auf der Seite "Downloads" bei www.dialerschutz.de herunterladen, und für Ihre Zwecke entsprechend abändern können.

- die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (www.regtp.de) über den Vorfall informieren.

- Wer sich getäuscht oder betrogen fühlt, sollte außerdem Strafanzeige bei seiner örtlichen Polizeidienststelle erstatten. Weisen Sie die Beamten darauf hin, dass in dieser Sache ein Sammelermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Hamburg geführt wird.

6. Ist das Ganze nicht Betrug?

Mehrere Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften ermitteln bereits wegen dieses Verdachts. So veröffentlichte etwa die Polizei Ratzeburg am 4. Juni eine offizielle Warnung, in der es unter anderem hieß: "Eine strafrechtliche Relevanz im Sinne des Betruges ist erkennbar. Die Polizei warnt vor der Nutzung entsprechender Seiten oder Links. Die Rechnungen sollten nicht bezahlt werden." Bei der Staatsanwaltschaft Hamburg läuft in dieser Sache ein Sammelverfahren.

7. Was für Dialer werden für diese Masche eingesetzt?

Unseren Erkenntnissen zufolge handelt es sich um Dialer, die nicht bei der Regulierungsbehörde registriert sind. In mehreren uns vorliegenden Fällen entdeckten Betroffene einen Dialer namens d.exe auf ihrem PC. Dieser war unter C:\d.exe zu finden.

8. Warum unternimmt da keiner was und sperrt die einfach ein?

So einfach ist das leider nicht. In einem ähnlich gelagerten Fall hat die Regulierungsbehörde zwar erst vor kurzem einem solchen Unternehmen das Inkasso verboten. Dass trotzdem weiter solche Rechnungen verschickt werden zeigt, dass das offenbar nicht genug war.

9. Kann ich die Rechnung einfach ignorieren?

Jein. Wenn Sie das Schreiben einfach ignorieren, wird sich wahrscheinlich demnächst ein Inkassounternehmen mit wüsten Drohungen bei Ihnen melden. Derzeit ist aber kein Fall bekannt, bei dem eine der Firmen tatsächlich einen gerichtlichen Mahnbescheid erwirkt hätte. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie der Forderung per Musterschreiben widersprechen. Weitere Schreiben von Inkassobüros können dann im Prinzip ignoriert werden, wenn der ursprünglichen Forderung bereits widersprochen wurde. Sollten Sie tatsächlich einen Mahnbescheid erhalten, ist ein Widerspruch allerdings zwingend erforderlich.

10. An wen schicke ich den Widerspruch?

An denjenigen, der Geld von Ihnen will. Gibt der Rechnungssteller keine ladungsfähige Anschrift an, sondern nur ein Postfach, dann schicken sie den Widerspruch eben dorthin. Wichtig ist dabei nur, dass der Widerspruch per Einschreiben (am besten mit Rückschein) verschickt wird.

11. Ich habe der Rechnung gleich schriftlich widersprochen und erhalte nun trotzdem eine Mahnung, sogar mit erhöhter Mahngebühr. Muss ich nochmals reagieren?

Nein. Es genügt, wenn Sie der Rechnung widersprochen haben und dies auch belegen können. Anschließende Mahnungen und Drohungen sollen Sie nur verunsichern und zur Zahlung bewegen. Das sollte sie aber nicht aus der Ruhe bringen. Wenn Sie bereits Strafanzeige erstatten haben, sollten sie das Mahnschreiben der ermittelnden Dienststelle nachreichen.

12. Wo gibts weitere Informationen zu diesen Rechnungen?

http://forum.computerbetrug.de/viewtopic.php?t=5205
http://www.regtp.de/mwdgesetz/start/in_12-05-00-00-00_m/index.html
http://www.dialerschutz.de/home/Geschadigte/geschadigte.html
http://www.internetfallen.de/Aktuell/a19/a19.html
http://www.dialerschutz.de/home/Aktuelles/fairnews/read_news.php?action=output&id=137
http://www.teltarif.de/arch/2004/kw16/s13436.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/45195
http://www.vzhh.de/~upload/vz/VZTexte/TexteTelekommunikation/DigitalWebMediaLimited.htm
http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/24/0,1367,COMP-0-2121240,00.html

Diskussionen dazu hier:
http://forum.computerbetrug.de/viewtopic.php?t=3655

cu,

Sascha
 

Anhänge

A

Anonymous

HFM GmbH

Ich habe Anfang April 04 die Rechnung der HFM GmbH über 49,-€ erhalten. Nach meinem Widerspruch per Einschreiben erhielt ich heute die erste Mahnung.

Morgen werde ich die Regulierungsbehörde informieren.

Ich bin gespannt, wie das weiter geht. Außerdem wundert es mich, dass man auf solche betrügerischen Schreiben überhaupt reagieren muß, da ein nicht bei der Regulierungsbehörde gemeldeter Dialer nicht legal ist. ODER?
 
A

Anonymous

69,95 re - mahnung - was tun ?

kann das überhaupt möglich sein , das ich 2 o190er schutz ( auch Telekom-Blokade ) habe
das sich da jemand einwählen kann ???
bitte antwort
 
A

Anonymous

Re: 69,95 re - mahnung - was tun ?

Aber sicher, wenn sich die lieben Dialer nicht über eine 0190-/0900-Rufnummer einwählen, sondern z.B. eine "geografische" Vorwahl (z.B. 069 für Frankfurt).
 
A

Anonymous

Mahnung

Habe Dank der vielen Informationen einen Widerspruch per Einschreiben mit Übergabe Unterschrift versendet.
Eine Kopie habe ich an die Regulierungsbehörde gesendet - jedoch noch keine Nachricht erhalten.

Nun habe ich heute eine Mahnung erhalten von Digital Web .... erhalten.

Was meint ihr, sollte ich jetzt noch unternehmen?
Muss ich noch einen Widerspruch absenden oder hat sich die Angelegenheit für mich rechtlich beendet ?

Danke für Eure Hilfe
 
A

Anonymous

Mahnung

Moin zusammen, ich gehe mal davon aus das der Widerspruch von denen gar nicht beachtet wird und der Mahnbescheid trotzdem abgeschickt wird!
Es gibt ja dann immer noch welche die es mit der Angst zu tun bekommen und dann bezahlen!
 

technofreak

Forenveteran
Re: Mahnung

Cobra11 schrieb:
Moin zusammen, ich gehe mal davon aus das der Widerspruch von denen gar nicht beachtet wird und der Mahnbescheid trotzdem abgeschickt wird!
Bitte auf den Unterschied achten: ein Mahnbescheid wird vom Gericht geschickt ,
ein privates Unternehmen kann entweder eine Mahnung verschicken wie ein Taubenzüchterverein,
oder bei Gericht einen Mahnscheid beantragen, was nach der bisherigen Kenntnis von
keinem der hier im Forum angesprochenen Unternehmen erfolgt ist.

tf
 
A

Anonymous

Unberechtigte Forderung und Telefonanrufe der HFM

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Unberechtigte Forderung und Telefonanrufe der HFM (Hamburger Forderungsmanagement GmbH) wegen angeblicher internetbasierender Serviceleistung
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Für alle die es interessiert. Hier schildere ich meinen Fall und halte euch auf dem laufenden falls es neue Wendungen in dieser Angelegenheit gibt.

Am 27.04.2004, 12h55, bekam ich einen Telefonanruf. Ich nahm diesen entgegen und am anderen Ende der Leitung meldete sich eine junge Dame (ohne ihren Namen zu nennen oder die Organisation für die sie arbeitete) und fragte, ob Sie mit Frau Z. sprechen könne (Frau Z. ist meine Partnerin, wir teilen uns eine gemeinsame Wohnung und Telefonanschluss).

Im folgenden möchte ich das sich ergebende Telefonat sinngemäß schriftlich wiedergeben, so wie ich es im Anschluss an das Gespräch stichpunktartig notiert hatte.

Ich nannte der Dame meinen Vor- und Zunamen, sagte Frau Z. sei außer Haus und fragte sie, wie ich denn weiterhelfen könne. Ohne Umschweife bat sie mich um die Adressdaten von Frau Z..
Ohne ihr die Adressdaten zu geben fragte ich zurück „Um was handelt es sich denn?“
Antwort: Frau Z. hätte Mehrwertdienste in Anspruch genommen, die ihr in Rechnung gestellt würden.
Ich fragte: „Welche Mehrwertdienste sind das?“ und „wo soll sie diese in Anspruch genommen haben?“
Antwort: Frau Z. hätte im Internet einen kostenpflichtigen Mehrwert- und Informationsdienst in Anspruch genommen. Die Dame versicherte mir im gleichen Atemzug, dass es sich hierbei um ein seriöses und legales Angebot handeln würde, sicherlich würde ich doch schon gehört haben das es eine Menge schwarzer Schafe unter solchen Dienste-Anbietern geben würde, sie kann mir versichern es handele sich hierbei um einen seriösen Dienst und die Informationen die sie bekommen hätten, wären das Geld sicherlich wert. (!)
Ich fragte zurück: Frau Z. besitzt keinen internetfähigen Rechner, jedoch ich - und darauf hat Frau Z. ohne meine Autorisierung und Mitwissen keinen Zugriff. Ich betonte, nach meiner Überzeugung in dieser Hinsicht keinen Vertrag mit irgendjemanden geschlossen und einen kostenpflichtigen Service auch nicht genutzt zu haben.
Die Dame: Eventuell wären es dann Kollegen oder Freund von mir gewesen, sie wisse doch wie das so sei. (!)
Ich betonte, dass außer mir niemand Zugriff auf meinen PC hat. Ich betonte noch einmal, nach meiner Überzeugung in dieser Hinsicht keinen Vertrag mit irgendjemanden geschlossen und einen kostenpflichtigen Service nicht genutzt zu haben.
Ich fragte die Dame, wie hoch denn der angebliche Rechnungsbetrag sein sollte.
Antwort der Dame: Sie könne mir den Betrag aus Gründen des Datenschutzes nicht nennen.
Ich versicherte ihr mehrfach, das weder Frau Z. ohne meine Kenntnis noch ich Mehrwert-Informationsdienste in Anspruch genommen haben. Ich fragte interessehalber zurück um was für Informationen es sich dabei gehandelt haben sollte.
Antwort: Sie könne mir das aus Datenschutzgründen nicht nennen.
Ich bat die Dame um ihren Namen.
Ich würde mit einer Frau K.[] sprechen, war die Antwort.

Als Zwischenbemerkung: Die Dame trug ihre unwahren Behauptungen und Forderungen, auch wenn ich sofort wiedersprach, beharrlich, widerholend und konzentriert vor. Sie lies sich von ihrem Anliegen, nach unserer Adresse zu fragen, nicht abbringen.

Als Zwischenbemerkung füge ich diesem Bericht hinzu, das ich vor kurzem durch ein sog. Dialerprogramm finanziell geschädigt wurde, das sich illegal auf meinen Rechner kopierte und unbemerkt kostenpflichtige 0190 oder 0900 Seiten anwählte. Das in diesem Fall spezifische Dialerprogramm und entsprechende Rufnummern sind auch der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post bekannt, sowie auch der Deutschen Telekom und der British Telekom (über welche die Rufnummerngasse gelegt wurde). Auf Grund dieses Vorfalles habe ich bei der T-Com die Rufnummern 0190 / 0900 für meinen Anschluss sperren lassen (Ausführung am 29.03.2004). Des weiteren habe ich (und Frau Z.) dadurch auch zum Ausdruck gebracht prinzipiell keine Premium-Rate-Dienste über das Internet zu nutzen und uns durch weitere Vorfälle dieser Art schützen zu wollen.

Aufgrund dieser Aussage der Dame am Telefon und des oben geschilderten zurückliegenden Vorfalles wollte ich der Sache auf den Grund gehen. Die Dame bat mich nochmals um unsere Adressdaten, ich fragte aber zurück mit welcher Firma ich es zu tun hätte.
Die Dame sagte mir, ich spreche mit der HFM.
Ich: „Was heißt HFM?“
Die Dame: „HFM sei die Abkürzung für Hamburger Forderungsmanagement.“
Ich frage, ob die HFM die Informationsdienste anbieten würde.
Antwort: Nein.
Ich fragte noch einmal nach dem Namen des Serviceanbieters, dessen Dienste wir ihrer Behauptung nach genutzt haben sollten.
Antwort: Das könne sie mir aus Datenschutzgründen nicht sagen. Auf jeden Fall hätte sie nun gerne unser Adressdaten damit die HFM eine Rechnung schicken könnte.
Noch einmal betonte ich, nach meiner Überzeugung in dieser Hinsicht keinen Vertrag mit irgendjemanden geschlossen und diesen Service (wobei die Dame von HFM mich bis zu diesem Zeitpunkt immer noch im unklaren lies um was für einen „Informationsdienst“ es sich dabei handeln sollte) nicht genutzt zu haben. Offensichtlich hat sich bei mir rechtswidrig ohne mein Wissen und Wollen ein Dialer installiert. Ich betonte noch einmal, das ich nicht bereit sei, Ihre Forderung zu begleichen. Sie könne meine Adressdaten nicht bekommen.
Antwort der Dame von HFM: „Wir haben alle Daten, auch die Verbindungsdaten. Wir können das nachweisen.“
Ich fragte zurück wann das denn gewesen sein soll.
Antwort HFM: „Irgendwann am Wochenende“ (! Anmerkung: unglaublich diese Aussage)
Ich: Wann GENAU?
HFM: „Vielleicht am Freitag, oder waren sie vielleicht am Sonntag im Internet“ (!!)
Ich war Samstag den 17.04.04 beweisbar außer Haus, auch Sonntag den 18.04.04 habe ich meinen PC tagsüber nicht genutzt, weil ich außer Haus war. Ich gab der Dame diese Information. Noch einmal bat ich um genauere Information bezüglich der angeblichen Serviceleistung.
Die Dame von HFM änderte ihre Taktik und verwies nun auf eine Kollegin, auf die sie angewiesen wäre um mir genauere Auskünfte zu geben (obwohl sie zuvor behauptet hat, sie könne mir aus Datenschutzgründen keinerlei Informationen geben), ihre Kollegin wäre leider nicht anwesend. Ob ich ihr nun meine Adressdaten geben könnte.
Ich antwortete „Nein“, und bat um einen Rückruf, sobald ihre Kollegin am Platz wäre um die Angelegenheit schnellstmöglich aufzuklären. Das Telefongespräch wurde beendet, ich war noch bis 16h zu Hause anwesend, es kam in diesem Zeitraum kein Rückruf.



Bis 16h habe ich mich im Internet, unter anderem auch auf der Webseite der Regulierungsbehörde, informiert und wurde in meinen Vermutungen über die HFM und ihre [] Machenschaften bestätigt. Des weiteren las ich in Presseartikeln, das sich im Zusammenhang mit B[]- und Rechnungsfällen im Zusammenhang mit der HFM ein Programm namens „d.exe“ auf dem PC installieren soll, das die Rufnummer des Nutzers an Dritte unbefugte weiterleitet, diese versuchen dann an die zugehörige Adresse zu kommen um eine Rechnung zu stellen (siehe z.B auch unter: http://www.internetfallen.de/Dialer/Hanseatische_Dialer/hanseatische_dialer.html ). Recherchen auf meinem PC ergab, das sich ein Programm namens „d.exe“ wie eben beschreiben auf der Festplattenpartition C:/ kopiert hatte. Ich habe dies per Screenshot zu Beweiszwecken dokumentiert (laut Rücksprache mit der Regulierungsbehörde ein guter Weg den Vorfall zu dokumentieren). Da ich nicht abschätzen konnte ob weiterer Schaden droht, habe ich das Programm von dort entfernt, ebenfalls mit Screenshot zu Beweiszwecken. Ich versichere hiermit, dieses Programm zu keinem Zeitpunkt weder eigenhändig auf meinen Rechner gespielt zu haben, noch dessen Installation bewusst autorisiert zu haben, weder zum Zwecke um internetbasierte Mehrwertdienste in Anspruch zu nehmen noch zu anderen Zwecken. Auch war mit dessen Existenz und Funktionalität bis zum eben genannten Vorfall unbekannt. Mir ist nicht bekannt, das mit der HFM oder Dritten in diesem Rahmen ein Vertrag zustande gekommen ist, aus dem sich ein Rechtsanspruch für die genannten Forderungen ableiten liese.

Des gleichen Tages, 27.04.2004, gegen 19h30, klingelte das Telefon, Frau Z. nahm das Gespräch entgegen. Am anderen Ende der Leitung ein Mann von der HFM, der Frau Z. verkündete, sie hätte Mehrwertdienste im Internet in Anspruch genommen. Frau Z. betonte mehrfach, dies sei nicht der Fall gewesen. Der Mann von der HFM drückte noch einmal sein Bedauern aus, das er leider eine Rechnung schicken müsse, lies sich nicht auf ein Gespräch ein, wünschte noch einen schönen Abend und legte auf ohne weitere Möglichkeit, dazu detailliert Stellung zu nehmen. Gerne hätten wir dies noch getan, die HFM ist seit Tagen auf ihrer im Internet angegebenen Rufnummer nicht erreichbar (Besetzzeichen). Mehrfache Versuche meinerseits mit der HFM während deren Geschäftszeiten laut Iternetseite telefonisch Kontakt aufzunehmen blieben erfolglos.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat mir, nachdem ich am 29.07.2004 telefonisch Kontakt aufgenommen und den Fall geschildert habe, bestätigt, das die HFM und ihre Methoden bekannt sei, es lägen bei der RegTP Rückmeldungen und Informationen „mehrerer 100“ Geschädigter vor. Man hat mir nahegelegt, beim Eintreffen einer Rechnung nicht zu zahlen und mich zudem auch an eine Verbraucherschutzzentrale zu wenden.

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Sollte eine Rechnung bei mir ins Haus flattern, dazu auch noch Mahnungen oder schlimmeres, so ergeht von meiner Seite aus mit dieser Schilderung Strafanzeige an die HFM und ihre Hintermänner.

[Virenscanner: Namen sowie 2 Wörter gemäß NUB entfernt]
 
A

Anonymous

HAS und DWML

Hallo Leute,
ich hatte bereits im Februar die Ehre mit einer Rechnung der Firma "HAS"
beglückt zu werden und hatte mich damals schon an diesem Forum beteiligt.
Ich hatte damals auch Widerspruch eingelegt und diesen Dialer auf Diskette gesichert, bevor ich ihn dann vom PC verbannt habe.
Anzeige bei der Polizei hatte ich auch erstattet.
Vor kurzem war dann die Polizei bei mir, hat mich zu der ganzen Sache befragt und die Diskette mitgenommen.
Gestern habe ich eine 1.Mahnung, diesmal aber von der Firma "Digital Web Media Limited" (die Kundennummer und das Datum waren identisch mit der von HAS).
Das kuriose an der Mahnung war, daß sie am 22.04. erstellt wurde, das Datum des Poststempels war der 29.04., erhalten habe ich die Mahnung am 30.04. und zu zahlen hätte ich bis zum 02.05.
Die haben es ja wirklich eilig, an das Geld der Leute zu kommen. Da wird nicht einmal einkalkuliert, daß der 1. Mai ein Feiertag und der 02.Mai diesmal ein Sonntag ist.
Ich werde nun gegen die Firma "DWML" nicht noch einmal in Widerspruch gehen, sonst kann ich mir bald meine eigene Sekretärin zulegen, sondern ich werde diese Mahnung ebenfalls der Polizei zukommen lassen.
Übrigens hatte mir die Polizei gesagt, daß leider viele der Betroffenen diesen Dialer vom PC löschen, ohne ihn vorher auf Diskette zu sichern und demzufolge dann ein Beweismittel fehlt.
 

Reducal

Forenveteran
Re: HAS und DWML

Gast schrieb:
Ich werde nun gegen die Firma "DWML" nicht noch einmal in Widerspruch gehen, sonst kann ich mir bald meine eigene Sekretärin zulegen, sondern ich werde diese Mahnung ebenfalls der Polizei zukommen lassen.
Ist auch richtig so. Das Nachreichen der Mahnung ist nicht notwendig, da der Tatbestand mit der ersten Rechung bereits erfüllt ist und durch den Nachläufer ein erhöhter Verwaltungsaufwand in Gang gesetzt wird.
Gast schrieb:
Übrigens hatte mir die Polizei gesagt, daß leider viele der Betroffenen diesen Dialer vom PC löschen, ohne ihn vorher auf Diskette zu sichern und demzufolge dann ein Beweismittel fehlt.
Nun, der Dialer allein ist ja nicht das Beweismittel. Das Tool wurde offensichtlich eigens dahin gespeichert, damit die Beamten lediglich nach diesem bösen Progrämmchen fischen und meinen einen Beweis zu haben. Vielmehr ist eine komplette Spiegelung der Festplatte nötig - das Ganze aber zeitnah an der strittigen Einwahl (innerhalb der ersten Tage). Die kopierten Daten sollten dann von einem EDV-Sachverständigen ausgewertet werden.
 
A

Anonymous

Hallo zusammen,
heute habe ich die 1.Mahnung von der HFM bekommen. :oops:
Beim abheften habe ich dann festgestellt, das der Einschreibe-beleg weg ist. :roll:
Was muss ich nun tun??? :bigcry:
Mfg
 

Reducal

Forenveteran
Cobra11 schrieb:
Beim abheften habe ich dann festgestellt, das der Einschreibe-beleg weg ist.
Ruhig bleiben und weiter suchen! Wie Du siehst hat Dein erster Widerspruch die HFMler eh nicht interessiert. Wenn Du ganz sicher gehen willst, schreibst Du nun halt noch mal.
 

Der Jurist

Teammitglied
@ Cobra11


Neues Schreiben machen, als Anlage das früher beifügen und schreiben, dass dies auch nach der Mahnung vom weiterhin gilt.
Schade um das Geld für das frühere Einschreiben und dann den Beleg gut aufheben.

Es geht auch mit Fax mit Nachweis (etwa FritzFax) und einfachem Brief.
 

Reducal

Forenveteran
Der Jurist schrieb:
Es geht auch mit Fax mit Nachweis (etwa FritzFax) und einfachem Brief.
...leider nicht mein Gutster - unter der auf den Rechungen angegebenen Nummer ist kein Fax angeschlossen. Zumindest kommt ein Freizeichen bis zum Verbindungsabbruch. Zumindest war das zum wiederholten Male, gerade erst vor fünf Minuten, so.
 

Der Jurist

Teammitglied
Reducal schrieb:
Der Jurist schrieb:
Es geht auch mit Fax mit Nachweis (etwa FritzFax) und einfachem Brief.
...leider nicht mein Gutster - unter der auf den Rechungen angegebenen Nummer ist kein Fax angeschlossen. Zumindest kommt ein Freizeichen bis zum Verbindungsabbruch. Zumindest war das zum wiederholten Male, gerade erst vor fünf Minuten, so.
Dann greif Dir einen guten Zeugen und stell ihn daneben, wenn Du das Fax absetzen willst. Dann gilt als es als bekannt gegeben.

Urteils-Zitat kommt gleich: KG Berlin 8. Zivilsenat, Urteil vom 19. August 2002, Az: 8 U 380/01

Auszug aus dem Urteil
 
A

Anonymous

HFM Forderung

Halli hallo,

echt super die Infos über diese B[]!

Ich habe selbst eine Forderung der Firma HFM über 49 Euro bekommen, danach vergeblich versucht bei dem Servicetelefon in den Geschäftszeiten anzurufen. Es war aber wie auch schon andere Betroffene schreiben immer belegt.
Danach habe ich eine E-Mail an die HFM geschickt, der Forderung widersprochen und die Firma aufgefordert, die Forderung an mich zu begründen.

Ein paar Tage danach kam auch prompt eine Antwort per Post, in dem die HFM eine Firma als Auftraggeber für die Forderungen angibt (M.D.I. S.L, Asunciún 6, 41011 Sevilla).
Bei dieser Firma soll ich ein Monatsabo über Pornographisches Material abgeschlossen haben. Dabei war auch gleich ein Screenshot des Internetauftritts dieser Firma mit Pornographischen Inhalten. Allerdings ohne jeglicher Internetadressen.

Ich werde der HFM das Musterschreiben schicken.

Sollte ich Strafanzeige erstatten oder den Fall der Regulierungsbehörde mitteilen?

Vielen Dank im Vorraus

Nikolaus

[Virenscanner: Ein Wort vorsichtshalber entfernt]
 
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