Anzeigendiskussion (was: net mobile AG)

Reducal

Forenveteran
Du nennst dich "gopay verklager"? Warum willst du dann so eine schwachsinnige Anzeige erstatten? Das ist kein Verklagen! Außerdem bietet gopay nur das Abrechnungssystem, der Anbieter ist ein anderer. "Vortäuschen falscher Tatsachen" ist ein Betrugstatbestand, dafür gibts übrigens keine separate Anzeigenaufnahme. Und abschließend: genau von solcher wirren Qualität dürften nahezu alle Anzeigen der Beschwerdeführer sein - nun überlege mal, warum selbst die Staatsanwaltschaften anscheinend mit Recht an der Ernsthaftigkeit solcher Anzeigen zweifeln können.
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
Lieber Reducal, bist Du ein Mitarbeiter der Firma net-mobile?
Ja sicher. Deshalb hat er hier auch ein paar Tausend Beiträge geschrieben.
Für eine sinnvolle (Betrugs-)Strafanzeige braucht es einen Sachverhalt und eine Beschreibung des Sachverhalts, die ansatzweise erklärt, warum das ein Betrug sein soll. Daran wirst Du scheitern. Das heißt nicht, dass es nicht doch ein betrug sein kann. Aber wie soll er passiert sein? Da gibt es sicher Theorien - aber keine, die sich so einfach erhärten ließe.
Leute wie Reducal sind seit Jahren hier im Forum aktiv. Was glaubst Du eigentlich, was er, ich und ein paar andere hier schon alles erlebt haben? Wie oft man voller Wut "Betrug" schreit? Wie oft solche Strafanzeigen nur Arbeit machen und nichts bringen, weil der Anzeigensteller nicht erklären kann, was überhaupt der Betrug sein soll?

Genau aus diesem Grund funktioniert das Spiel ja seit Jahren...
 

senioreninfo

Frisch registriert
Lieber Reducal, bist Du ein Mitarbeiter der Firma net-mobile?
Nein, du schreibst nicht sehr neutral.
Ja, dann erkläre uns doch bitte alle rechtlichen Hintergründe.

Ja „reducal“. Diese Heruntermache von Problemen und das mehrfach ist mir auch schon aufgefallen. Da dachte ich auch "ob das ein Mitarbeiter von so einem Abzocker-Verein ist"?
Diese Person gehört rausgeschmissen aus diesem Forum. Einen Juds brauchen wir hier nicht. Bangenden Leuten auch noch vom Ablassen zu überzeugen ist das Letzte. Warum will man unberechtigt mit Tricks an das Geld anderer Leute? Ihr wisst genau dass die Justiz unbeweglich ist. So kommt man zu viel Geld und schürt noch Angst.
 

Teleton

Sehr aktiv
Weia, weia,weia.
Gleich Verrat zu wittern, weil jemand versucht blinden Aktionismus zu bremsen. Er hat nur darauf hingewiesen, dass "die zeige ich an" als einzige Aktion nutzlos ist. Eine Strafanzeige die nicht sauber vorbereitet und belegt ist verpufft und führt nur dazu dass die Sachbearbeiter sich auch noch in ihrem falschen Bild vom "Zechpreller" bestätigt sehen. Wie wäre es denn stattdessen mal damit sich mit 7-8 Leuten zusammenzutun und eine zivilrechtliche Klage auf Rückzahlung zu führen. Kostet jeden höchstens 50-75,- Euro Mit einem solchen Urteil ließe sich mehr bewegen als mit 100ten von schlecht vorbereiteten Strafanzeigen.
 

senioreninfo

Frisch registriert
na dann ist es gut zu wissen. Nehme es zurück. Aber die Kommentare an mehreren Stellen sahen immer aus, als "zwecklos Anzeige zu erstatten" "muss man schlucken" Pro für den Unternehmer.
 

Hippo

Moderator
Teammitglied
Vereinfacht:

Hippo schreibt: es ist gefährlich/teuer wenn nur 80 erlaubt sind zu schnell zu fahren.

Poster schreibt: Ich hab einen Strafzettel bekommen, ich weiß aber nicht ob ich zu schnell gefahren bin

Reducal schreibt: wenn Du es nicht widerlegen kannst mußt Du zahlen

Ist das dann pro irgendwas? Nein - das ist dann einfach eine Tatsache die eben so ist ob es Dir gefällt oder nicht.
Genauso ist es bei vielen Dingen hier. Was gefühlt ein Beschiß ist muß es deswegen juristisch immer noch nicht sein weil das Bescheißerle entweder ein Schlupfloch nutzt auf das Du reingefallen bist oder Du den Beschiß schlichtweg nicht beweisen kannst
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
Also hier wird nicht prinzipiell von Strafanzeigen abgeraten. Die "Affinität" zu Strafanzeigen schwankt von Mitglied zu Mitglied. Ich wiederhole mich einfach 'mal:
Für eine sinnvolle (Betrugs-)Strafanzeige braucht es einen Sachverhalt und eine Beschreibung des Sachverhalts, die ansatzweise erklärt, warum das ein Betrug sein soll. Daran wirst Du scheitern.
Das "Daran wirst Du scheitern" nehme ich an dieser Stelle in seiner Absolutheit zurück. Wenn es jemand hinkriegt, lobe ich ihn in den Himmel. Aber ohne diese "Kleinigkeit", die in vielen Themen hier zum schwersten Teil gehört, hat eine Strafanzeige keinen Sinn. Leider. Leider. Leider.
 

Reducal

Forenveteran
Also hier wird nicht prinzipiell von Strafanzeigen abgeraten.
So ist es. Wenn ich allein mal nach dem Begriff "Strafanzeige" unter meinem Nic suche, komme ich doch auf erstaunlich viele Anmerkungen: http://forum.computerbetrug.de/search/157582/?q=Strafanzeige&o=date&c[user][0]=915 manche darunter sind dafür, andere dagegen. Aber wie schon meine Vorposter geschrieben haben, kann das letztlich jeder machen wie er will, nur sollte er sich nicht auf den Erfolgseintritt verlassen. Den Postings vieler Beschwerdeführer kann immer wieder entnommen werden, dass die "Strafanzeige" das Allerheilmittel sei. Einfach mal eine losgetreten wird darauf gehofft, dass sich die Probleme von allein klären, die Täter einer Strafe zugeführt und der Schaden ersetzt wird. Die StPO und die einschlägigen Strafgesetze (z. B. das StGB) sprechen dabei aber gefühlt eine andere Sprache.
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
Die StPO und die einschlägigen Strafgesetze (z. B. das StGB) sprechen dabei aber gefühlt eine andere Sprache.
Einen habe ich aber noch... Strafanzeigen können selbst dann sinnvoll sein, wenn es keine Chance auf eine Verurteilung gibt, wenn aber eine hohe Anzahl von Strafanzeigen zeigt, dass es ein von vielen geteiltes Gefühl gibt, dass ein verurteilenswertes Verhalten vorliegt. In diesem Zusammenhang möchte ich aus einem Editorial von Teltarif zitieren, zum Thema "Betrug durch Billigeinwahltrickserei". Was da geschrieben wird, klingt (mit unserem Erfahrungshorizont hier) auf den ersten Blick sehr naiv. Aber auf den zweiten Blick zeigt es eine spannende Sichtweise, eine, die ich im Prinzip voll und ganz unterstütze. So - nun endlich das Zitat:
Nun ist das deutsche Strafrecht im internationalen Vergleich relativ mild. (...) Vor diesem Hintergrund erscheint es angebracht, bei Vermögensdelikten wie Betrug oder Wucher die Zahl der vermeintlichen Opfer nicht nur bei der Strafzumessung, sondern auch bei der Beurteilung, ob überhaupt eine Straftat vorliegt, zu berücksichtigen. Fühlt sich die Mehrheit der Kunden eines Geschäftemachers übervorteilt, (...) dann sollte das nicht nur für eine wettbewerbsrechtliche Unterlassungsklage der Konkurrenz oder der Verbraucherschutzverbände reichen, sondern auch für eine strafrechtliche Verurteilung
http://www.teltarif.de/beforth-verfahren-eingestellt/news/35023.html
Wie gesagt: Klingt zunächst naiv, aber das hat 'was...

Hier noch ein Video zu dem Thema hier

Genau anschauen, Betrugstatbestand herausarbeiten, falls es gelingt: Strafanzeige stellen. Falls nicht: Überlegen, ob sich tatsächlich eine Strafanzeige lohnt, die eingestellt werden muß. Wie gesagt: Ich tendiere durchaus zu derartigen Strafanzeigen, aber es da sicherlich gut begründete Gegenreden - nicht zuletzt die Arbeitsbeschaffung für nicht gerade unterbelastete Beamte.
 

senioreninfo

Frisch registriert
Aka Aka, genau das ist das Problem. Kinder, Schüler, Jugendliche, Alte aber auch alle anderen werden hier abkassiert. Die Firmen verweigern schon das Gespräch, hier mit dem Fernsehen. Kleinbeträge mal zig tausend. Das ist eine Einnahmequelle für diese miesen Unternehmer, die gnadenlos zupacken. Da es in Deutschland keine Sammelklage gibt, die Politiker nichts wissen wollen, bleibt dem einzelnen nur der Alleingang. Was aber machen? Es ist bei vielen „Anzeigen bei der Polizei“ nur ein Hoffnungsschimmer, dass eines Tages doch mal reagiert wird. Die Anzeige kostet nichts. Mahnbescheid 23,- € (mit Ablehnung ist zu rechnen) und das folgende Gerichtsverfahren 52,- € ist im Vorfeld fällig. Vertreten kann man sich selbst. Viel Zeitaufwand muss man aufbringen. Mit einer Vorladung zum Ort des Beklagten ist zu rechnen, also noch mal Fahrtkosten. Unterdessen haben viele Richter diese Spielchen durchschaut und verurteilen solche Unternehmen. Das ist eine gute Erkenntnis. Aber ein kleines Risiko bleibt, falls der Richter es nicht so sehen will. Wenn die Abzocke nur klein war, muss man sich evtl. auch noch den Vorwurf der Geringfügigkeit anhören. Also aufgeben muss man nicht, wie es schon beschrieben ist.
 

senioreninfo

Frisch registriert
Freut mich, dass auch andere den Namen Tante (aber nicht im guten Sinne) Leutheusser-Schnarrenberger nicht mehr hören können. Sie sitzt ja schon viel zu lange auf Ihrem Posten. Solange sie bleibt, ruht alles. Sie hat doch schon lange vergessen, für was sie eigentlich ihre Arbeit machen sollte. Aber nicht nur sie, sondern auch zu viele andere Politiker kapieren nicht, dass sie eigentlich für Ihre Bürger da sein sollten. Aber die kriegen nichts mehr mit und wollen auch nicht. Wäre doch auch schade, wenn man nicht mehr im deutschen Wohlstand aalen die Genüsse mitnehmen könnte. Ganz glatte Untätigkeit sieht man da.
 

Reducal

Forenveteran
Die Anzeige kostet nichts.
Und was nichts kostet, ist in vielen Fällen auch nicht gut! Sicher, die Behörden, vor allem die Polizei, sie bemühen sich meistens. Mühen allein reicht aber nicht, wenn man bei den aktuellen Abzockmethoden zumeist gar nicht den erforderlichen Durchblick hat - moderne Abzockmethoden werden in den Polizeischulen bislang nicht vermittelt. Die Problematik ist viel zu Chaotisch, als dass auch nur ansatzweise eingeschätzt werden kann, was passiert sein könnte. Bei den Kripostellen ist die Situation schon etwas besser als bei der Schutzpolizei. Doch in der Breite der Republik bearbeiten solche einfach gelagerten Fälle die Schutzpolizisten als Endsachbearbeiter.
Noch besser würde die Situation sein, wenn sich nach den abgeschlossenen Ermittlungen der Polizei die Staatsanwaltschaften nicht die Argumentation der Handlungsführer (also der Abzocker) zu eigen machen und dentsprechend lax entscheiden würden. Das Hauptproblem ist aber letztlich die Masse der Verfahren und der geringe Schaden im Einzelfall sowie die unzureichende Qualität der Beweismittel. Eine einzelne Anzeige, die ein Staatsanwalt irgendwo in D zugewiesen bekommt, erhält schon allein dadurch ihre eigene, vorhersehbare Dynamik.

Unterdessen haben viele Richter diese Spielchen durchschaut und verurteilen solche Unternehmen.
So viele gibt es da nun wieder auch nicht, gemessen an der Masse der Geschädigten. Meinst du eigentlich Zivil- oder Strafrecht? Bei letzterem hält sich die Anzahl der rechtskräftigen Verurteilugen nur in mikroskopischen Sphären.

Wenn die Abzocke nur klein war, muss man sich evtl. auch noch den Vorwurf der Geringfügigkeit anhören.
Das ist richtig! Ein Grundsatz bei der Fallbearbeitung, den jeder Staatsanwalt zu prüfen hat, ist die Verhältnismäßigkeit der Ermittlungsansätze zum entstandenen Schaden im Einzelfall, den zu erwartenden Ergebnissen weiterer Maßnahmen und des Ermittlungserfolgs. Wenn durchschnittlich täglich etwa 30 verschiedene Anzeigen, zu unterschiedlichen Themen bei einem Staatsanwalt in einer allgemeinen Abteilung zur Prüfung eingehen, wird zumeist eine Entscheidung zur Einhaltung der Verfahrenseffizienz zu treffen sein.
Eine weitere Komponente erfolgreicher Verfahrenshinderung ist die Verteidigung der innovativen Geschäftsideen. Die Annahme, dass es sich bei den technisch gut aufgestellten Abzockern um Einzeltäter handelt, wäre meistens ein Irrtum! Die Probleme sind oft international und gebunden in nahezu undurchschaubaren Netzwerken modernster Kommunikationsebenen und verschiedener Firmenverbunden. Hierzu kann ich nur munkeln (und ich hoffe, ich habe damit wenigstens ein bisschen Unrecht), dass hier das Mittelalter auf Captain Future trifft!

Das alles ist nur ein Bruchteil von Überlegungen, die zum losgetretenen Thema > HIER < eine Rolle spielen. Doch um das Thema tiefer behandeln zu können, ist ein Internetforum definitiv der falsche Ort. Dieses Thema kann und darf nicht öffentlich erörtert werden, zumal sich aus so einer Diskussion wiederum nachvollziehbare Strategien der Betrüger ergeben könnten.​

Das hier:
„reducal“. Diese Person gehört rausgeschmissen aus diesem Forum. Einen Juds brauchen wir hier nicht.
habe ich zur Kenntnis genommen und das hier auch:
Nehme es zurück.
Ich vertrete hier meine persönliche Linie und bin leidenschaftliches Forenmitglied seit mehr als acht Jahren. Man möchte bei solchen Anfeindungen eigentlich schon um sich beißen, doch das bringt nichts und ist dem Forum nicht dienlich. Zugegeben, die Stammposter hier sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Einige kennen sich auch über die Jahre hinweg persönlich oder wissen zumindest, wer die anderen Partisanen im echten Leben sind. Mit dem Hinweis, dass gerade "reducal" aus diesem Forum raus geschmissen gehöre, hast du dich leider (nicht nur bei mir) an-disqualifiziert. So was macht man nicht als Newbie! Aber dir sei verziehen, zumal ich dich nicht als Troll einschätze sondern jemand, der für seine Freizeitbeschäftigung und die freien Gedanken einen Hafen sucht und der sicher genügend Lebenserfahrung und gesunden Menschenverstand mitbringt, um auch dieses Forum mit seiner Anwesenheit zu bereichern!

Fazit: ...sicher kann jeder Anzeigen wen er will und was er will, das sei jedem unbenommen! Ob letztlich ein Verfahren bis zur Anklage eines bestimmten Täters geführt werden kann, entscheidet nur die Herrin des Verfahrens, die Staatsanwaltschaft. Bis dahin dar immer wieder folgende Frage gestellt werden:
Wie wäre es denn stattdessen mal damit sich mit 7-8 Leuten zusammenzutun und eine zivilrechtliche Klage auf Rückzahlung zu führen? Kostet jeden höchstens 50-75,- Euro Mit einem solchen Urteil ließe sich mehr bewegen als mit 100ten von schlecht vorbereiteten Strafanzeigen.
Es mangelt an solchen Urteilen erheblich und das Interesse der Betroffenen hierbei tätig zu werden ist viel zu gering, so dass man auch nicht die erforderlichen Zeichen bei der Politik, dem Gesetzgeber und den beteiligten Unternehmen erkennen kann.
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
Vielen Dank an senioreninfo für das Engagement hier, trotz der heftigen und völlig unangebrachten Kritik an Reducal. Wir brauchen unbedingt "pfiffige Senioren"!
Aka Aka, genau das ist das Problem. Kinder, Schüler, Jugendliche, Alte aber auch alle anderen werden hier abkassiert. Die Firmen verweigern schon das Gespräch, hier mit dem Fernsehen. Kleinbeträge mal zig tausend. Das ist eine Einnahmequelle für diese miesen Unternehmer, die gnadenlos zupacken. Da es in Deutschland keine Sammelklage gibt, die Politiker nichts wissen wollen, bleibt dem einzelnen nur der Alleingang. Was aber machen? Es ist bei vielen „Anzeigen bei der Polizei“ nur ein Hoffnungsschimmer, dass eines Tages doch mal reagiert wird. Die Anzeige kostet nichts. Mahnbescheid 23,- € (mit Ablehnung ist zu rechnen) und das folgende Gerichtsverfahren 52,- € ist im Vorfeld fällig. Vertreten kann man sich selbst. Viel Zeitaufwand muss man aufbringen. Mit einer Vorladung zum Ort des Beklagten ist zu rechnen, also noch mal Fahrtkosten. Unterdessen haben viele Richter diese Spielchen durchschaut und verurteilen solche Unternehmen. Das ist eine gute Erkenntnis. Aber ein kleines Risiko bleibt, falls der Richter es nicht so sehen will. Wenn die Abzocke nur klein war, muss man sich evtl. auch noch den Vorwurf der Geringfügigkeit anhören. Also aufgeben muss man nicht, wie es schon beschrieben ist.
Die Entschuldigung ist angekommen - danke an Reducal für den souveränen Umgang mit dieser heftigen Beleidigung. Reducal und aka-aka vertreten zwei etwas unterschiedliche Auffassungen vom Sinn und Unsinn einer Strafanzeige. Reducal und aka-aka haben wohl einen anderen "Hintergrund", aber auch das gleiche Maß an Engagement hier ;)
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
Aka Aka, genau das ist das Problem. Kinder, Schüler, Jugendliche, Alte aber auch alle anderen werden hier abkassiert. [...] Kleinbeträge mal zig tausend. Das ist eine Einnahmequelle für diese miesen Unternehmer[...] Es ist bei vielen „Anzeigen bei der Polizei“ nur ein Hoffnungsschimmer, dass eines Tages doch mal reagiert wird. [...]Wenn die Abzocke nur klein war, muss man sich evtl. auch noch den Vorwurf der Geringfügigkeit anhören
Nicht nur Geringfügigkeit (was eigentlich in vielen Fällen eine Fehleinschätzung der Staatsanwälte ist, oft auf Basis der fehlerhaften Ermittlungen von dafür nicht ausgebildeten Polizeibeamten vor Ort) kriegt man entgegen geschleudert, sondern von Fall zu Fall auch einmal ein arrogantes "bist ja selbst schuld, dummer Verbraucher und jetzt lass mich in Ruhe". Frag mal in Hannover und Celle ;)

Eine gut formulierte Strafanzeige, im Idealfall durch Medien flankiert, die den Blick darauf richten, dass es ein Massenphänomen ist - das finde ich persönlich einen durchaus gangbaren Weg ohne zu großen Aufwand... Im Falle hier fällt mir aber noch keine Grundlage dafür ein. Ich würde daher eher die politische Schiene angehen - z.B. mit offenen Briefen an MdBs, warum dieselben Firmen für dieselbe Abzocke in UK verfolgt werden und hierzulande nicht. [aktueller Beitrag hierzu siehe hier oder suche nach "phonepayplus"]
Eine fundierte und trotzdem eingestellte Strafanzeige als "Pfeffer" ist da auch nicht schlecht, insbesondere könnte man diese eben Tante Leutheusser-Schnarrenberger vorlegen und sie fragen, was aus ihrem Sommerlochsgeblubber geworden ist, von wegen "ich fordere die Staatsanwaltschaften zu härterem Vorgehen auf".

Aber selbst dann, wenn es viele machen, sehe ich die Erfolgsaussichten für eine Eindämmung einer Abzockform X vor Ablauf ihres "Haltbarkeitsdatums" als äußerst gering an. Das ist eine Realität in Deutschland und ein Unterschied zu anderen Ländern, ganz egal, um welche Abzock/Betrugsform es konkret geht. Verbraucherschutz in Deutschland ist im europäischen Vergleich mangelhaft - aber es gelingt den Politikern seit Jahrzehnten, in der Bevölkerung den Irrglauben aufrecht zu erhalten, der Verbraucherschutz wäre gerade in Deutschland vorbildlich.

So. Ich habe mich jetzt ein wenig vom Thema Strafanzeigen entfernt - aber es geht ja immer um das Thema: Wie bekämpft man Abzocke und Betrug? Und, um den Kreis zu schließen, das tut man eben nicht mit sinnlosen Strafanzeigen. Da bin ich auch bei Teleton!
Wie wäre es denn stattdessen mal damit sich mit 7-8 Leuten zusammenzutun und eine zivilrechtliche Klage auf Rückzahlung zu führen. Kostet jeden höchstens 50-75,- Euro Mit einem solchen Urteil ließe sich mehr bewegen als mit 100ten von schlecht vorbereiteten Strafanzeigen.
Teleton, Reducal und aka-aka stehen hier für zusammen 25 Jahre Beschäftigung mit dem Thema. Ein Bruchteil dieses Backgrounds würde Tante Leutheusser-Schnarrenberger gut zu Gesicht stehen...
 
Oben