NetDebit GmbH droht mit Inkasso !?

Danielo99

Frisch registriert
#1
Ich hab mir bei Joy Club angemeldet gehabt, und ich hab mir später ein Premium Account bestellt eine Freundin wollte es mir bezahlen hab dann ihre Daten eingeben bei NetDebit GmbH. Ich hab aber gemeckt das es noch nichts für mich ist und hab mein Profil bei Joy Club gelöscht. Und der Premium Account war noch nicht bezahlt. Aber gestern hatte ich eine Mahnung per Mail bekommen von NetDebit GmbH und die drohen jetzt mit Inkasso. kann ja nicht sein das ich jetzt zahlen soll ohne eine Leistung dafür bekommen zuhaben. Hab auch keine Premium Account genutzt und wenn waren es vielleicht 1-2 Tage weil ich glaub so bald man die Daten eingeben hat wird es gleich freigeschaltet. Meine Freundin hat jetzt auch noch nichts gesagt, nicht das sie mir jetzt noch falsche Bankdaten gegeben hat.

Was soll ich jetzt machen ?


Das hab ich der Firma geschrieben :

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch meine Nichtzahlung habe ich konkludent von meinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht, das mir beim Abschluss von Online-Verträgen zusteht.Ich bitte Sie letztmalig meinen Widerruf zur Kenntnis zu nehmen. Was Ihre angeblichen Forderungen angeht, so sehe ich einem möglichen Gerichtsverfahren gelassen entgegen.

Mit freundlichen Grüßen
.......


Danke im Voraus
 

Hippo

Moderator
Mitarbeiter
#3
Ich frag mich grade wieso er das nicht selber zahlt ...
...also meine Freundin würde mir was husten wenn ich sie fragen würde ob sie mir DAS hier bezahlt ...
"JOYclub - Sexforum und Community für stilvolle Erotik"
Also irgendwie kommt mir das hier grad extrem spanisch vor ...
 

Hippo

Moderator
Mitarbeiter
#5
...Was soll ich jetzt machen ?


Das hab ich der Firma geschrieben :

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch meine Nichtzahlung habe ich konkludent von meinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht, das mir beim Abschluss von Online-Verträgen zusteht.Ich bitte Sie letztmalig meinen Widerruf zur Kenntnis zu nehmen. Was Ihre angeblichen Forderungen angeht, so sehe ich einem möglichen Gerichtsverfahren gelassen entgegen.

Mit freundlichen Grüßen
Du hast den Karren mit dem Schreiben erstmal in den Dreck gefahren.
Jetzt bleibt m.M. nach erstmal nur die Reaktion abwarten und dann entsprechend reagieren
 
N

nutzer321321

#6
Hallo, ich hab mich auch bei Joyclub angemeldet und hab jetzt auch Probleme mit denen. Das Problem bei mir ist jedoch das ich bei der Anmeldung zuerst eine Abo ausgewählt hatte das 39.90 kostet jedoch ist mir das sofort aufgefallen und ich hab dann auf Seite zurück gedrückt die Anmeldung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen! Also wählte ich das richtige Abo aus für 9.90 und hab die Anmeldung abgeschlossen, jetzt wollen die trotzdem die 39.90, was kann ich da machen? Das ist doch nicht meine Schuld das die technisch da so Versagt hat!?
 
K

Knorke

#8
Hallo,
das sogenannte Fernabsatzgesetz spielt leider dem Kommerz in die Hände. Davor galten Verträge nur mit Unterschrift, aber seit diesem Gesetz ist keine Unterschrift mehr erforderlich. Da hilft es nur, sehr wachsam zu sein. Widerspruch nach dem Verbraucherrecht immer mit Einschreiben UND Rückschein einsenden. Auch jedem Schreiben von Inkassounternehmen immer mit Einschreiben und Rückschein widersprechen. Auch von einem gerichtlichen Mahnbescheid nicht beeindrucken lassen, diesem sofort per Einschreiben und Rückschein mit Kopie an das genannte Gericht auch per Einschreiben-Rückschein widersprechen, wenn man nach zwei Wochen nicht widerspricht wird ein vollstreckungsfähiger Titel daraus! Also immer widersprechen. Nach so einem Widerspruch ist das Inkassounternehmen am Zug. Die müssen dann eine Klageschrift einreichen. Da aber das Inkassounternehmen diesen Schritt tun muss, müssen die mit den Gerichtskosten in Vorleistung treten, das sind durchaus 300 bis 400 Euro. Da werden die sich schon überlegen, ob das eine Forderung ist, mit der sie vor Gericht durchkommen oder eher nicht.

Wie dem auch sei, aufgrund eigener Erfahrungen müsst ihr nach so einem Vorgang, auch wenn ihr im Recht wart, die gesetzliche Selbstauskunft von der Schufa anfordern. Falls dort etwas Unrechtmäßiges drinsteht, lasst dies von der Schufa löschen.

Mein Tipp ist aber auch immer: eine gute Rechtsschutzversicherung.

Ich danke Euch allen für die lehrreichen Beiträge, denn ich war gerade drauf und dran, bei Joyclub Mitglied zu werden. Mich hat allerdings skeptisch gemacht, dass ich nicht einfach per Paypal zahlen kann, sondern zuerst ein NetDebit-Konto registrieren muss - und das mit all meinen Daten. Das finde ich sehr, sehr fragwürdig. Daraufhin habe ich recherchiert und diese Infos gefunden. Ich werde also auf keinen Fall ein Premiumkonto beim Joyclub abschließen.
 

jupp11

Sehr aktiv
#10
https://www.verbraucherzentrale.de/...e/kundenrechte-bei-fernabsatzvertraegen-10416
Widerrufsrecht
Als Verbraucher steht Ihnen bei Fernabsatzverträgen in den meisten Fällen ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Dies bedeutet, dass Sie sich innerhalb dieser Frist ohne Angabe von Gründen wieder vom Vertrag lösen können. Das gilt gleichermaßen für Verträge über Waren oder Dienstleistungen.
https://www.justiz.nrw.de/BS/Verbraucherschutz/widerruf/index.php
Fernabsatzverträge sind Verträge, bei denen der Unternehmer oder eine in seinem Namen oder Auftrag handelnde Person und der Verbraucher für die Vertragsverhandlungen und den Vertragsschluss ausschließlich Fernkommunikationsmittel verwenden (§ 312c BGB). Fernkommunikationsmittel sind alle Kommunikationsmittel, die zur Anbahnung oder zum Abschluss eines Vertrags eingesetzt werden können, ohne dass die Vertragsparteien gleichzeitig körperlich anwesend sind.
 
G

Gerd7893

#11
Ausgeschlossen ist der Widerruf gem. § 312d Abs.4 BGB (vorher § 3 Abs. 2 FernAbsG) unter anderem bei:

  • Waren, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht für eine Rücksendung geeignet sind
Du wirst also nicht um die Zahlung herumkommen, denn Du schreibst ja sogar das du den Premium Zugang auch noch genutzt hast.
 
#12
Der Fragesteller ( als Gast nutzer321321 ) wird nach fast 2 Jahren wohl kaum die Beantwortung
durch einen Gast mitbekommen und selbst wenn, ist es längst gegesen wie auch immer.
 
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