Energiehändler Teldafax meldet Insolvenz an

Ein Exempel für andere Vereine ist das mit Sicherheit, selbst wenn Bayer das Berufungsverfahren gewinnt, was (je nach Beweislage, die wir nicht kennen) gar nicht sicher ist.

Gretchenfrage ist, ob es Bayer nachgewiesen werden kann, nicht nur von Zahlungsschwierigkeiten gewusst zu haben, sondern gewusst zu haben, dass die Probleme so groß waren, dass Insolvenzreife bestand zu dem Zeitpunkt, als die Zahlungen entgegengenommen wurden.

Hierzu müssen die Juristen dann entsprechende Dokumente sichten und bewerten. Keine ganz einfache Sache. Es kann da manchmal auf einen einzigen dummen Satz ankommen.
 
Ob man da dann auch wohl bald den Insolvenzgeier trapsen hört...?
Der Optimismus bleibt dennoch ungebrochen. Pressemeldung des Ladens selber:
http://www.presseportal.de/pm/80959/3198151
09.12.2015 – 12:32Care-Energy eröffnet neuen Shop in der Hamburger Meile
Großer Andrang bei günstigem Ökostrom und kostenlosen Care-Energy SIM-Karten
Der "günstige" Ökostrom könnte u.U für Gutgläubige teuer werden...
 

Hippo

Moderator
Mitarbeiter
Strom hammer heut keinen mehr, aber Gas wär heut grad günstig, wieviel hättens denn gern?
Brauche aber Strom ...
Pech gehabt, heute liefern wir Ihnen die gebuchte Nutzernerhie halt gasförmig ...

ok, Zynismus off ...
 
Mit Sicherheit wurde das damals nicht vom Hauptzollamt in Köln entschieden, sondern von der Oberfinanzdirektion, eher noch in Absprache mit dem Finanzministerium in Düsseldorf/NRW. Dorthin sollte eigentlich mal eine Interview-Anfrage gehen.
Es ist kaum wahrscheinlich, dass die Beamten beim HZA das auf eigene Faust und ohne Rücksprache entschieden haben, vielleicht sogar nur nach direkter Anweisung von oben.
 
http://www.energieverbraucher.de/de/teldafax__2361/NewsDetail__16521/
Teldafax-Chronik: Die Schande der Strom-Branche
Die Chronik des Teldafax-Niedergangs wirft ein beschämendes Licht auf die handelnden Akteure. Sie zeigt, dass die Betrügereien in der Energiebranche immer dreister werden. Sie zeigt auch, wie wichtig aktuelle Informationen für Verbraucher sind und wie die Justiz missbraucht wird, um Kritiker zum Schweigen zu bringen.
(22. März 2016) Vier Jahre sind vergangen, seit Teldafax zusammenbrach. Die Wunden bleiben offen. Noch keiner der 750.000 Gläubiger hat auch nur einen einzigen Cent gesehen.
 

Reducal

Forenveteran
http://www.spiegel.de/wirtschaft/un...nden-und-geschaeftspartner-aus-a-1101801.html
Spiegel hat gesagt.:
Im November 2015 stellte das Landgericht Hamburg endlich rechtswirksam fest...: Care Energy ist ein Stromversorger, kein Dienstleister für Wärme und Licht.
Bin zum Glück nicht bei denen gelandet! Aber Dienstleister für [...] Licht konnten die ja gar nicht sein, das macht ja bekanntlich die installierte Lampe! Da braucht es nur Strom zu und den bekommt man nun mal über den Lieferanten, ganz abgesehen vom Erzeuger und dem Netzbetreiber, der auch keinen unerheblichen Anteil an der Versorgung hat.

Wenn das Thema für die Betroffenen nicht so traurig wäre, könnte man in gewisser Weise sogar Sympathien für den österreichischen Discjockey/Hütchenspieler entwickeln. Da ich mich mit der Materie Stromlieferung aber gerne und immer wieder auseinander setze, kommen mir da eigentlich nur fiese Wünsche an das gemeinunnützige Schlitzohr auf.
 
Die eigenen Verlautbarungen auf Facebook sind selbst aus deren eigener Sicht betrachtet kontraproduktiv. Wenn es denn noch irgendeinen Rest an Vertrauen gegeben haben sollte, so dürfte das bei den meisten Zeitgenossen spätestens jetzt zerstört sein.
Die demonstrativ vorgeschützte gute Laune nutzt denen gar nichts.
 
Welche Folgen das von Care-Energy betrieben "Energie-Contracting" hat wird sich ggf noch zeigen.
Angblich liefern die ja keinen Strom sondern Nutzenergie.
https://de.wikipedia.org/wiki/Care-Energy
Fott isses :
http://www.handelsblatt.com/my/unte...rtschaft-care-energy-ist-pleite/19410150.html
Care Energy ist pleite
PremiumEinen Monat nach dem Tod von Firmengründer Martin Kristek schlittert der Strom-Discounter Care Energy in die Insolvenz. Es ist eine Pleite mit Ansage, die Tausende Kunden betrifft.
 
Wird niemand bedauern.
Hat man sich zurecht selbst zuzuschreiben.
Schon dieser Umgang mit Kunden des damaligen Firmenchefs, und Strafanzeigen wegen Kritik an dieser Firma.
Es soll wohl selbst Strafanzeigen gegen Kunden gegeben haben, die ihre Rückforderung an eine angeblich falsche Abteilung gerichtet haben. (CE Firmengeflecht wäre hier das Stichwort)

Gibt es sonst noch Firmen, die so vorgehen ?
Kenne keine.
 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/un...-bewaehrungsstrafen-verurteilt-a-1136934.html
Sechs Jahre nach der Pleite des Billigstromanbieters Teldafax hat das Landgericht Bonn zwei Ex-Manager zu Bewährungsstrafen verurteilt. Rund geprellte 500.000 Kunden warten immer noch auf Entschädigung.
lächerlich niedrige Strafen
http://www.handelsblatt.com/unterne...en-mit-bewaehrungsstrafen-davon/19457620.html
Die Pleite des Billigstromanbieters Teldafax ist einer der größten Firmenzusammenbrüche in Deutschland. Der Strafprozess endet mit Bewährungsstrafen für die verantwortlichen Manager. Eine Mitschuld tragen die Behörden.
...
Dass am Ende für die Beschuldigten Vorstände Klaus Bath und Gernot Koch nur zwei Bewährungsstrafen herauskamen, lag laut Gericht auch an der laschen Aufsicht.
 
Die Anwälte wollen schließlich an der Pleite mitverdienen. Es war Betrug und sonst nichts.
http://www.ksta.de/wirtschaft/gericht-zieht-schlussstrich-unter-teldafax-pleite-25943592
Der Insolvenzverwalter Biner Bähr soll chaotische Verhältnisse in der Zentrale in Troisdorf bei Bonn vorgefunden haben. Auf der ersten Gläubigerversammlung des Unternehmens stellte er unmissverständlich klar: „Hier haben Leute versucht, mit dem Unternehmen Geld zu verdienen auf Kosten anderer.” Bei Flexstrom, einem anderen großen Anbieter mit Vorkasse-Modell, lief es ähnlich. Auch hier warten Kunden bis heute auf Rückerstattung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Revision_(Recht)
Die Revision ist ein Rechtsmittel gegen eine gerichtliche Entscheidung. Dabei werden – anders als bei der Berufung (Appellation) – grundsätzlich nicht noch einmal die tatsächlichen Umstände des Falles untersucht, sondern lediglich das Urteil der vorherigen Instanz auf Rechtsfehler überprüft.
 
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