Armut, Schuld an Extremismus?

miracle

Frisch registriert
#1
Hallo,

Ich habe letztens eine Statistik gesehen, nachdem 1 Mio. Menschen in
Deutschland einen Vollzeitjob haben und zusätzlich noch Hartz IV bekommen
müssen, weil der Mindestlohn einfach nicht zum Leben reicht.

So ist es nun mal in Deutschland, auf der einen Seite sagen viele „Geiz ist geil“
und auf der anderen Seite schreien sie rum, wenn sie selbst betroffen sind.

Ich persöhnlich gehöre auch zu denen die einen Mindestlohn bekommen. Ich sage
mir immer, „Es gibt Millionen die mehr verdienen als ich, aber auch Milliarden
die weniger verdienen“
. Somit versuche ich eben das Beste draus zu machen.

Ich glaube nicht, dass es die Armut ist, die zum Extremismus führt,
sondern eher die nie endende Gier nach Wohlstand.

Gruß
Benjamin
 
F

forencowboy

#2
AW: Armut, Schuld an Extremismus?

Es ist eher die Gier nach mehr Wohlstand oder auch der Neid.

1990 mußte ich zwangsläufig einem Kunden (war etwas Rechts angehaucht und auch etwas um die 20) die Reifen montieren.
Er fing mit der Thematik Arbeitslosigkeit und Ausländer an.

Ich entgegnete ihm, dass in einem Ort noch Mitarbeiter von einem Entsorgungsdienst gesucht werden und die Bezahlung auch nicht so schlecht ist.

Er meinte nur dann: "Das ist doch Arbeit für Türken!"

Da merkt man wie unterbemittelt solch ein Argument ist.

Erst über Ausländer meckern, dass sie uns die Arbeit wegnehmen würden, aber im selben Atemzug sagen, dass gewisse Arbeiten nur für Ausländer gut ist. :wall:

Da könnte ich am Rad drehen.

Mittlerweile bin ich selbst Berufsunfähig geworden und mußte mir einen Hilfsarbeiterjob suchen. Nach Abzug von gesamter Mietkosten, Medikamenten usw. blieben mir 200,-- zum Leben.
Die ARGE hat mir bisher den Zuschuß um den Mindestsatz zu erreichen abgelehnt.
Ging ein halbes Jahr so, bis ich was besseres gefunden habe.

Die Schuld wegen seiner eigenen Unfähigkeit, Dummheit oder Schicksals kann man doch nicht den Ausländern in die Schuhe schieben!!!

Habe selbst Ausländer kennengelernt, die es zu einem erheblichen Wohlstand gekommen sind. Ich weiß auch, dass dies durch harte Arbeit und Entberungen gekommen ist.


forencowboy
 

wasko

Frisch registriert
#3
AW: Armut, Schuld an Extremismus?

Ich bin schon der Auffassung, dass Armut am Extremismus eine Schuld trägt. Zumindest die immer weiter auseinandergehende Kluft zwischen den "Eliten" un dem "Prekariat", oder zwischen wenigen Multimillionären bzw. Milliardären und denen, die nicht einmal regelmäßig ihr Stück Brot am Tag haben.
Wir brauchen uns doch nur in der jüngeren Geschichte umzuschauen: Dort, wo die Menschen keine Perspektive mehr haben, suchen sie Wege abseits jeglicher demokratischer Verhältnisse.
Das wird, wenn die Regierenden hierzulande im Besonderen und im sogenannten vereinten Europa nicht höllisch aufpassen, auch in unseren Breitengraden nicht mehr auszuschließen sein...
 
F

forencowboy

#5
AW: Armut, Schuld an Extremismus?

Gewalt (körperlich und seelisch) ist die Durchsetzung eigener Interessen ohne die Rücksichtnahme anderer Interessen.

Diesen Spruch kann man viel deuten.
Jemand der Macht hat, setzt nur seine Interessen durch und achtet nicht auf Wohl der anderen.
Dies ist ebenso Gewalt.



forencowboy
 
F

forencowboy

#7
AW: Armut, Schuld an Extremismus?

Klar kann man Macht mißbrauchen. Nicht jeder tut das.
Dies bezog sich auf Menschen die dies tun, wie ich es angedeutet habe.
Machtmißbrauch ist nun mal Gewalt an Schwächeren.

Das ist wohl unabstreitbar.
Was ich ansprechen wollte steht zwischen den Zeilen!



forencowboy
 
#12
AW: Armut, Schuld an Extremismus?

Vermeide es hier eine zynische Anmerkung zu posten, um nicht religiöse Gefühle zu verletzen ;)
Ich meinte natürlich irdische Wesen. Den Begriff menschlich vermeide ich bewußt, da er zu ambivalent verwendet wird.
 

KuckKuck

Frisch registriert
#13
AW: Armut, Schuld an Extremismus?

Hallo,

Ich habe letztens eine Statistik gesehen, nachdem 1 Mio. Menschen in
Deutschland einen Vollzeitjob haben und zusätzlich noch Hartz IV bekommen
müssen, weil der Mindestlohn einfach nicht zum Leben reicht.

So ist es nun mal in Deutschland, auf der einen Seite sagen viele „Geiz ist geil“
und auf der anderen Seite schreien sie rum, wenn sie selbst betroffen sind.

Ich persöhnlich gehöre auch zu denen die einen Mindestlohn bekommen. Ich sage
mir immer, „Es gibt Millionen die mehr verdienen als ich, aber auch Milliarden
die weniger verdienen“
. Somit versuche ich eben das Beste draus zu machen.

Ich glaube nicht, dass es die Armut ist, die zum Extremismus führt,
sondern eher die nie endende Gier nach Wohlstand.

Gruß
Benjamin
Das glaube ich nicht so.

Ich komme aus dem Ruhrpott, hier gibt es sehr viel Arbeitslosigkeit und Hartz4. Aber in den richtgen "Problembezirken" gibt es keine Extremisten. Bei mir zumindest. Weder von rechts, von links oder religiös.

Die Rechtsextremen kommen hier aus den "guten" Verhältnissen, spielen jedoch oft die "Assis" da sie unbedingt auffallen wollen.
 
F

forencowboy

#14
AW: Armut, Schuld an Extremismus?

Ich glaube nicht, dass es die Armut ist, die zum Extremismus führt,
sondern eher die nie endende Gier nach Wohlstand.
ZIZTAT ENDE

Diese Aussage trifft zum Teil zu.
Wer hat denn eine nie endende Gier nach Macht und Wohlstand?
Die jenigen, die in den Vorständen der Banken und Großkonzernen sitzen und
die kleinen Leute auspressen.
 
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