"Anonymous" hackt GEMA-Webseite

#1
Nachdem die Webseite der GEMA bereits im Juni wegen eines dDoS offline war, wurde nun offenbar die Seite im Rahmen eines sog. "Defacement" gehackt. Offensichtlich will "Anonymous" damit auf die urheberrechtlichen Streitigkeiten zwischen der GEMA, die in Deutschland die Rechte der Künstler vertritt, und der Videoplattform Youtube hinweisen. Das legt zumindest das eingeblendete Bild nahe, das der "Fehlermeldung" von Youtube nachempfunden ist, mit der das Abspielen von bestimmten Videos in Deutschland verweigert wird. GEMA.png

"Defacements" ersetzen den Inhalt einer Webseite durch einen anderen, der in der Regel den Betreiber in schlechtem Licht darstellen lassen soll. Hier geht es also weniger darum, Daten zu stehlen oder eine Seite unerreichbar zu machen, sondern darum, den Betreiber anzugreifen oder (wie im vorliegenden Fall) auf (vermeintliche) Mißstände hinzuweisen.
 

nikko

Frisch registriert
#2
Nachdem die Webseite der GEMA bereits im Juni wegen eines dDoS offline war, wurde nun offenbar die Seite im Rahmen eines sog. "Defacement" gehackt. Offensichtlich will "Anonymous" damit auf die urheberrechtlichen Streitigkeiten zwischen der GEMA, die in Deutschland die Rechte der Künstler vertritt, und der Videoplattform Youtube hinweisen. Das legt zumindest das eingeblendete Bild nahe, das der "Fehlermeldung" von Youtube nachempfunden ist, mit der das Abspielen von bestimmten Videos in Deutschland verweigert wird. Anhang anzeigen 8941

"Defacements" ersetzen den Inhalt einer Webseite durch einen anderen, der in der Regel den Betreiber in schlechtem Licht darstellen lassen soll. Hier geht es also weniger darum, Daten zu stehlen oder eine Seite unerreichbar zu machen, sondern darum, den Betreiber anzugreifen oder (wie im vorliegenden Fall) auf (vermeintliche) Mißstände hinzuweisen.
Zwar finde ich die Methoden von Anon. manchmal diskutabel, aber die GEMA hat es echt verdient.
 
#4
Anscheinend liegen da viele Missverständnisse vor.
"Ursprünglich ging es nur um 2 Musiktitel auf Youtube", so ein GEMA-Mitarbeiter. Weiter: "Youtube erklärte sich nicht bereit ca. 2 Cent pro Klick auf diese beiden Titel zu zahlen. Darauf hin sperrte Youtube und nicht die GEMA einige Musikvideos, denn das Tochterunternehmen von Google hatte Angst vor weiter Verfahren durch die GEMA."
- Originalzitat Pressestelle GEMA.

YouTube Deutschland verwirrt zunehmend ausländische Künstler. Anstatt ihrer Videos sehen diese einen irreführenden Hinweistext. Es wird suggeriert, die GEMA würde dafür die Verantwortung tragen. Wie die GEMA schon mehrfach betont hat, entbehrt diese Interpretation jeglicher Grundlage.
Sagt schon alles, hier nochmal ausführlich:

Die Einblendung, die seit einiger Zeit von YouTube bei blockierten Videos geschaltet wird, erregt nun auch bei ausländischen Urhebern Aufmerksamkeit. Der Hinweistext „Leider ist dieses Video, das Musik von SME beinhaltet, in Deutschland nicht verfügbar, da die GEMA die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat.“ erweckt den Eindruck, die GEMA hätte die Sperrung veranlasst. Dem ist nicht so. Musikvideos werden durch Labels, andere Rechteinhaber oder von YouTube selbst gesperrt – nicht von der GEMA.
Insbesondere blockierte Videos der Künstlerinnen Nina Paley und Joon Wolfsberg erregen die Gemüter. In beiden Fällen scheinen Fragen offen zu sein, die die Abkommen zur gegenseitigen Rechtewahrnehmung mit ausländischen Verwertungsgesellschaften (Gegenseitigkeitsverträge) sowie die Zuständigkeiten der GEMA betreffen. In beiden Fällen soll die GEMA die Nutzungsrechte nicht eingeräumt haben, was jedoch unmöglich ist, da sie auf Grund der deutschen Gesetzgebung dazu verpflichtet ist.
Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 64.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.
GEMA ist also nicht wirklich schudig!
 
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