Verbraucherschützer warnen vor Bezahldiensten wie PayPal und Klarna

jupp11

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Bestellen, Ware bekommen, Rechnung bezahlen - so sollte es beim Kauf auf Rechnung sein. In der Praxis ist das aber oft komplizierter. Denn viele Onlinehändler arbeiten mit Dienstleistern zusammen, beispielsweise PayPal oder Klarna. Kaufen Kunden zum Beispiel etwas "auf Rechnung", übernimmt ein solcher Dienstleister die Abwicklung der Bezahlung. Das aber könne unerwartete Folgen haben, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg und rät: "Lassen Sie die Finger von Bezahldiensten".
Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten sollten, damit die Online-Shopping-Tour nicht zum Reinfall wird. Und: Lassen Sie die Finger von Online-Bezahldiensten wie PayPal oder Klarna.
 
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Paul Fliebo

Kommentar zur Warnung vor Bezahldiensten

Vor längerer Zeit hatte ich ein sehr ärgerliches Problem mit Paypal. Seitdem mache ich einen großen Bogen um alles, bei dem Paypal im Spiel ist.

Ich kaufte einen kleinen Artikel (ca. 15,--€) über Ebay bei einem Online-Händler, der Paypal als Rechnungssteller eingesetzt hatte. Alles lief zunächst gut, ich bezahlte per Online-Banking an Paypal unter Angabe der Referenzdaten und erhielt auch kurzfristig die Ware.
So weit, so gut.
Tage später bemerke ich, dass Paypal mir den Betrag zurückgebucht!!! hat. Ich kontrolliere die Überweisungsdaten, die sind alle korrekt. Da ich keine Kontaktadresse zu Paypal habe, wende ich mich an den Händler. Der sagt, aus seiner Sicht sei alles in Ordnung.
Ich bin ratlos und sehe keine andere Möglichkeit als abzuwarten.
Nach Wochen bekomme ich Post von einem Inkasso-Dienst. Sie beinhaltet eine Forderung über den Rechnungsbetrag und erhebliche Inkasso-Kosten. Ich frage bei dem Inkasso-Unternehmen nach.
Mir wird mitgeteilt, dass ich eine Rechnung per Email bekommen hätte. Ich durchsuche den
entsprechenden Email-Account und finde unter einer Unmenge von Werbung im Spam-Ordner tatsächlich Rechnung und Mahnung. Man könnte jetzt sagen, ich hätte mal frühzeitig im Werbewust des Spam-Ordners nach der Rechnung suchen sollen, aber ehrlich, nach ein paar Tagen hatte ich den kleinen Vorgang nicht mehr auf dem Schirm.
Ich fühlte mich von Paypal regelrecht ausgetrickst, denn von einem seriösen Unternehmen hätte ich wenigstens eine Rechnung auf Papier erwartet bevor ein Inkassounternehmen beauftragt wird.

Fazit: Für mich ist Paypal eine unseriöse elektronische Geldscheffelmaschine, die sich einen Dreck um die Probleme ihrer Kunden schert. Ich werde jedenfalls in Zukunft jede Geschäftsbeziehung mit diesem Unternehmen vermeiden.
 
P

Paul Fliebo

Der Händler hat sein Geld von Paypal bekommen und war damit raus. Ich hatte ja auf das angegebene Konto von
Paypal gezahlt und glaubte, der Fall sei damit erledigt. Die Email-Rechnung kam (irgendwann) von Paypal.
 

Hippo

Moderator
Teammitglied
Sowas ist schnell erledigt - Kopie der belasteten Überweisung schicken und gut.
Dann muss derjenige der was will erstmal nett erklären warum er nochmal Geld will.
Ist doch nicht Dein Problem wenn die das zurückschicken.
 
P

Paul Fliebo

So einfach war es nicht. Paypal hat als Rechnungssteller die Forderung übernommen, war aber für mich anonym und ohne Kontaktanschrift.
Das ist ja das, was ich kritisiere: Paypal drängt sich überall in Bezahlvorgänge rein, bietet aber keine Unterstützung an, wenn es mal nicht glatt läuft. Wenn man bei Paypal kein Konto hat, findet man auch keinen Ansprechpartner. Vielleicht hätte ich einen Anwalt gegen das Inkassounternehmen einschalten sollen, aber dafür war mir meine Zeit zu schade.
Auf jeden Fall habe ich daraus gelernt: Ich werde kein Geschäft mehr abschließen, bei dem Paypal mit im Spiel ist.
 

Hippo

Moderator
Teammitglied
Also wenn ich Dich jetzt richtig verstanden habe ...
... hast Du was gekauft und über Paypal bezahlt.
Händler bekam sein Geld
Du bekamst die Ware
Vom Konto wurde der Betrag abgebucht.

Und DANN hat Paypal zurücküberwiesen?
Oder hab ich jetzt da was verkehrt verstanden?
 
P

Paul Fliebo

Es war so: Ich habe etwas gekauft. Der Händler hat aber nicht sein Bankkonto, sondern ein Konto von Paypal für die Bezahlung
angegeben. Es wurde also nicht der klassische Bezahldienst in Anspruch genommen. "Bezahlen ohne eigenes Paypal-Konto" , war der
angebotene Weg.
 

Hippo

Moderator
Teammitglied
Das war nicht meine Frage. Die war Du hast bezahlt, und Paypal hat zurücküberwiesen?
Das Empfängerkonto bei Paypal war korrekt eingegeben und die Rechnungsnummer auch?
 
P

Paul Fliebo

Also, ich habe online überwiesen und Paypal hat zurücküberwiesen.
Empfängerkonto und Referenznummer waren richtig und sind selbstverständlich von mir
noch einmal überprüft worden.
Ich hab jetzt auch keine Lust mehr, das weiter durchzukauen.
Für mich ist es einfach nicht akzeptabel, dass Paypal sich keine Mühe gegeben hat, Probleme aus der Welt zu schaffen,
bevor es ein Inkasso-Unternehmen beauftragt.
So eine Mühe wäre für mich z.B. ein Schriftstück auf Papier und mit der Post verschickt, gewesen.
Bei Paypal läuft es aber offensichtlich so, dass der Kunde für Fehler bezahlt, egal, wer diese
gemacht hat.
Von mir aus können auch alle über Paypal Geschäfte abwickeln, ich werde es nicht mehr tun, Punkt.
 

Hippo

Moderator
Teammitglied
Also bleibts bei meiner Antwort - exakt EIN Brief ans Inkasso mit dem Nachweis der korrekt ausgeführten Zahlung.
Für Fehler bei Paypal bist Du nicht verantwortlich.
 

BenTigger

Master of Desaster ;-)
Teammitglied
Hippo, zwischen den Zeilen gelesen... er hat bereits alles incl. Inkasso bezahlt und der Vorgang ist abgeschlossen.
Das ist kein aktueller Fall.
Vor längerer Zeit hatte ich ein sehr ärgerliches Problem mit Paypal. Seitdem mache ich einen großen Bogen um alles, bei dem Paypal im Spiel ist.
+ Vielleicht hätte ich einen Anwalt gegen das Inkassounternehmen einschalten sollen, aber dafür war mir meine Zeit zu schade.
 

Hippo

Moderator
Teammitglied
Schon klar - aber vielleicht hilfts den nächsten Betroffenen.
Wenn er sich da beeindrucken lässt ist das seine Sache. Aber vielleicht kommt der nächste drauf sich vorher zu informieren anstatt sich danach in den Hintern zu beissen.
 

Reducal

Forenveteran
Das Problem hier, der @Paul Fliebo hat nicht das übliche PayPal benutzt, sondern PayPal auf Rechnung über PayPal APE oder PayPal Pte Ltd. Die Zahlungsaufforderung:
Der Händler hat aber nicht sein Bankkonto, sondern ein Konto von Paypal für die Bezahlung angegeben.
kam nicht vom Händler, sondern bereits aus abgetretenem Recht von PayPal, denn PayPal war in Vorkasse ggü. dem Händler getreten.

Man muss kein PayPal-Konto haben, um mit PayPal zu bezahlen. Bei Zahlung auf Rechnung wird temporär ein Gastkonto bei PayPal eingerichtet. Nur wer schon einen Account hat, bekommt das dort zugebucht (die eMailadresse ist entscheidend).

Der Paul hat alles geprüft und ist der Meinung, dass seine Zahlung korrekt überwiesen wurde. Aber hier liegt die Crux im Detail. Die Überweisungen werden automatisiert ausgewertet. War das eine Onlineüberweisung oder eine handschriftliche? Die Zahlenkolonnen werden vermutlich nur online zu (nahezu) 100% korrekt erfasst. Altmodische Überweisungen mit dem Überweisungsträger und erst recht handschriftlich sind oft problembehaftet.

Und DANN hat Paypal zurücküberwiesen?
Ja, wenn der Verwendungszweck nicht eindeutig zuordenbar ist. Und das ist ja auch gut so.

PayPal hatte nicht einfach das Inkasso beschäftigt. Die Nachrichten waren beim Paul nur im Spamordner. Und weil er die nicht gelesen hat, ist PayPal jetzt die Böse?

Dass der Paul dann auch noch ohne Widerstand an die infoscore bezahlt hat, ist besonders bitter. Schade, dass er erst jetzt hier her gefunden hat, das hätten wir hier gut hinbekommen - kostenlos und ohne verbotener Rechtsberatung.
 

Reducal

Forenveteran
Bei der schwedischen Klarna Bank AB und den deutschen Mitbewerbern, wie RatePay und BillPay läuft das alles sehr ähnlich ab. Aber gerade für die zwei Berliner Unternehmen sehe ich da ein Zukunft bei einem der Platzhirsche.

Anders z. B. Amazon Pay. Da gibt es dann auch die Amazon A-Z Garantie, bin mir aber nicht sicher, ob die hier greift. Allerdings erfolgt die Zahlung über den bestehenden Amazon-Account.

Adyen aus den Niederlanden ist aber auch auf dem Vormarsch: https://financefwd.com/de/adyen-boersenliebling/
 

Hippo

Moderator
Teammitglied
Der Paul hat alles geprüft und ist der Meinung, dass seine Zahlung korrekt überwiesen wurde.
Er schreibt: Er hat und es war korrekt

Die Nachrichten waren beim Paul nur im Spamordner. Und weil er die nicht gelesen hat, ist PayPal jetzt die Böse?
Mails sind immer noch keine rechtssichere Zustellungsmethode, gerade und weil auch die Spamfilter der Provider nicht vom Kunden sicher beeinflussbar sind
 

jupp11

Sehr aktiv
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