neue Abzockmasche: Wenn ihr diesen Namen auf dem Kontoauszug seht, müsst ihr sofort handeln

BenTigger

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Das rumänische Inkassounternehmen Crown Time S.R.L. fällt in Deutschland derzeit durch massenhafte illegale Abbuchungen auf. Beträge zwischen 69,00 und 99,00 Euro werden auf ein litauisches Konto bewegt, ohne dass die Opfer wissen, worum es geht. Was steckt dahinter?

Wenn von eurem Konto Geld abgebucht wurde und als Zahlungsempfänger „Crown Time S.R.L.“ angegeben wird, solltet ihr alarmiert sein. Seltsame Angaben im Zahlungszweck wie etwa „txn-1788289663524-4-7vtve6“ sollen euch verwirren und eine IBAN aus Litauen (LT81 3981 1200 0000 5608) weist ebenfalls darauf hin, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Was steckt hinter den Abbuchungen von Crown Time S.R.L.?
Laut Untersuchungen der Kieler Anwaltskanzlei Hoffman dient die rumänische Inkassofirma Crown Time S.R.L. als Handlanger verschiedener dubioser Unternehmen, die ihre Opfer über Webseiten oder illegale Telefonanrufe in Kostenfallen locken.

Da ist etwa die Rede von Lotto oder E-Book-Abos, an die sich die betroffenen Personen überhaupt nicht erinnern können.

Zahlreiche Kommentare auf der Verbraucherschutz-Seite zeigen, dass diese Abbuchungen aktuell in hoher Zahl eingehen.
Laut eines dieser Kommentare behauptete sogar eine Bankangestellte, dass für diese Betrugsmasche eine KI mit IBAN-Generatoren verwendet wird, die dann mit Bankskripten selbsttätig Abbuchungen vornehmen.

Wie sollte man sich im Ernstfall verhalten?
Die meisten Opfer berichten, die entsprechenden Beträge sofort über ihre Bank zurück gebucht und das Empfängerkonto gesperrt zu haben.

Ihr solltet auf jeden Fall Ruhe bewahren und keine E-Mails an das Unternehmen schicken oder ihnen irgendwelche Angaben über Formulare schicken.
Laut der Kanzlei Hoffmann sendet ihr den Kriminellen dadurch nur bestätigte Daten für angebliche Beweise gegen euch.
Auf jeden Fall solltet man den Forderungen schriftlich widersprechen und vorsorglich kündigen. Das geht per E-Mail an [email protected].

Fordert das Unternehmen darin auf, den Vertragsabschluss nachzuweisen. Selbst wenn es sich nur um Auftragsnehmer für andere Betrüger handelt, müssen sie euch beweisen können, dass überhaupt ein Vertragsabschluss erfolgt ist.

In dieser E-Mail dürft ihr der Firma nur die nötigsten Daten geben. Also etwa den Verwendungszweck, das Abbuchungsdatum und euren Nachnamen, aber keinesfalls eure Adresse, euer Geburtsdatum oder die IBAN. Wenn die Abbuchungen ordnungsgemäß erfolgt sind, sollte bereits der Verwendungszweck für alle Informationen ausreichen.

Lasst euch nicht auf Ratenzahlungsangebote ein und geratet nicht in Panik, wenn mit gerichtlichen Maßnahmen gedroht wird. Auch dann muss der Vertragsabschluss nachgewiesen werden, was den Tätern schwerfallen dürfte.
Quelle Artikel von Marco Kratzenberg
 
Zuletzt bearbeitet:
Lasst euch nicht auf Ratenzahlungsangebote ein und geratet nicht in Panik, wenn mit gerichtlichen Maßnahmen gedroht wird. Auch dann muss der Vertragsabschluss nachgewiesen werden, was den Tätern schwerfallen dürfte.
Quelle Artikel von Marco Kratzenberg
Die wagen sich doch nicht vor ein deutsches Gericht. Warum auch? Es zahlen genug eingeschüchterte Mitbürger
 
sehr seriös sieht das nicht aus


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Na gut. formulieren wir es anders. Nicht alle lesen CB oder Giga
oder einige weitere Seiten aber keine typischen Mitbürgerseiten außer
auf facebook aber dort muß man schon suchen um es zufinden.
Auch auf einigen Kanzleiseiten und Finanztip wird gewarnt und informiert

Viele eingeschüchterte wissen nicht, wie man sich wehrt und
das und wie unerlaubte Abbuchungen rückgängig machen
Ansonsten würden sie nicht im großen Stil weitermachen
btw die Verbraucherzentrale hat sie noch nicht auf dem Schirm
 
Zuletzt bearbeitet:
Crown Time räumt selbst ein, nur für Callcenter/Auftraggeber zu arbeiten. In einem dokumentierten Fall verwies Crown Time einen Betroffenen an Grand Luck Service, eine Lotto-/Tippgemeinschaft; zugleich präsentiert die Crown-Time-Webseite ein E-Book-Abo einer bulgarischen OKIO 25 LTD. Es sieht also eher nach einer Einzugs-/Frontstruktur für mehrere Vertriebsangebote aus als nach einem klassischen Inkassounternehmen.

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Das ist offenbar kein Einzelfirmen-Setup. Ich finde inzwischen denselben Web-Baukasten bei mindestens Crown Time, Corevia Payments, Lauter Union, Velaron Pay, Genau Services und Telepass Services – jeweils mit demselben „Digital Book Shelf“, denselben Lotto-Logos und Hinweisen zu „unbekannten Abbuchungen“. Crown Time und Lauter Union sitzen sogar in exakt derselben Wohnung in Timișoara; Corevia und Velaron wurden am selben Tag in England gegründet und ihre Companies-House-Nummern liegen nur acht Nummern auseinander.

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Die bulgarische OKIO 25 EOOD / OKIO 25 LTD, UIC 208515890, wurde am 7. Oktober 2025 in Sandanski gegründet. Sitz: ul. Gotse Delchev 18, 2800 Sandanski. Kapital bei Gründung: 100 BGN. Alleinige Eigentümerin und Geschäftsführerin ist M.V. S. bulgarische Registeraggregatoren führen sie als griechische Staatsangehörige.

Dasselbe Unternehmen steht hinter Euro Dream Service. Die aktuelle Website beschreibt eine Lotto-6-aus-49-Tippgemeinschaft mit 149 Mitgliedern, bis zu 1.080 Tipps pro Monat und 96 € Monatsbeitrag; als Kontaktadresse erscheint wiederum OKIO 25 in Sandanski

07.10.2025 – OKIO 25 wird gegründet.
08.10.2025 – einen Tag später
werden bei den drei britischen Gesellschaften aus der Gower-House-Serie gleichzeitig die bisherigen slowakischen/tschechischen Eigentümer-Directors ausgetauscht und durch bulgarische Personen ersetzt:


  • Corevia/Karras Paora → A.Y.A. (Bulgarien)
  • Velaron/Den Pao → I. Y. G.
  • Zentaris/Lumiatra → S. M.D.
Auf Euro Dream Service steht an einer Stelle kurioserweise „Zahlung empfangen von Euro Dream Service GmbH“, obwohl Betreiber laut Impressum die bulgarische OKIO 25 LTD ist. Das kann schlicht schlampige Webseitenerstellung sein – ist aber ein weiterer Hinweis darauf, dass wir die juristischen Rollen Anbieter / Einzugsfirma / Zahlungsdienstleister / Callcenter sehr sauber auseinanderhalten sollten.
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LT81 3981 1200 0000 5608



führt über den Institutscode 39811 zu UAB Stanhope Financial in Vilnius, Litauen. Der zugehörige BIC ist USTILT2V. Die Bank of Lithuania führt Stanhope als lizenziertes Electronic Money Institution mit der Lizenz LB002039 seit dem 17. Dezember 2020. Die Lizenz umfasst ausdrücklich auch die Ausführung von Lastschriften, einschließlich einmaliger Lastschriften.

Stanhope ist damit der Zahlungsdienstleister bzw. kontoführende EMI-Knoten, nicht automatisch der wirtschaftlich Begünstigte hinter Crown Time.

Stanhope war außerdem 2023 Gegenstand einer aufsichtsrechtlichen Sanktion der Bank of Lithuania; dokumentiert ist unter anderem eine Geldbuße von 9.000 € vom 16. Mai 2023. Das ist für die Einordnung interessant, aber kein Beleg für eine Verbindung zu den heutigen Crown-Time-Vorgängen.

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Nach den offiziellen SEPA-Regeln für Litauen besteht die Kennung aus LT + Prüfziffer + frei wählbarem Business Code + neunstelligem Unternehmenscode des Gläubigers. 305574870 ist exakt die Unternehmensnummer von UAB STANHOPE FINANCIAL. Auch die Prüfziffer 57 passt rechnerisch dazu. Das bedeutet: Die verwendete Creditor Identifier identifiziert nach dem SEPA-Schema Stanhope Financial selbst. Sie identifiziert nicht Crown Time.

Das ist relevant, weil der European Payments Council ausdrücklich sagt, dass die Creditor Identifier einen bestimmten Creditor eindeutig identifizieren soll. Zusammen mit der Mandatsreferenz soll damit jede Lastschrift eindeutig bis zum Biller zurückverfolgbar sein. Der EPC sagt außerdem, dass Name und CI des Creditors in der Collection-Datei mit den Angaben des vom Schuldner erteilten Mandats übereinstimmen müssen. Eine bloße „Creditor Reference Party“ darf diese Angaben nicht ersetzen.

Daraus ergibt sich eine ziemlich konkrete Frage:
Warum erscheint beim Verbraucher „CROWN TIME S.R.L.“ als Zahlungsempfänger, wenn die verwendete SEPA-Gläubiger-ID Stanhope Financial selbst identifiziert?
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Zur Gruppe: Stanhope gehört zum Stanhope/SH Financial Group-Umfeld. Als Gründer werden M.D. und K. von N. genannt. Stanhope ist inzwischen auch Visa Principal Member. Die Gruppe betreibt daneben Finanz-/Investmentaktivitäten in Dubai und weitere Payment-/Digital-Asset-Aktivitäten.
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über eine Tochterfirma in Dubai bietet man auch Crypto an, unter dem Namen "TenetX Pro" (https://shdigital.io/)
TenetX Pro wird als "our product" bezeichnet, scheint aber (auch?) von einer RFO Solutions in den USA zu existieren (https://rfosolutions.io/tenetx-2/)
[Deren Adresse ist identisch mit der US-Filiale von Payhawk Limited (UK), die Debit and Credit Cards herausgeben von Payhawk Financial Services UAB and Paynetics AD in EEA, Cross River Bank in den USA und und Payrnet Limited in the UK
Payrnet ist die frühere Wirecard Card Solutions.

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Bei der Stanhope gibt es einen interessanten Co-Founder:
M. D. ist seit den 1990ern im internationalen Geldtransfergeschäft. 1997 half er beim Aufbau des Joint Ventures MoneyGram/Thomas Cook, zunächst als CFO, später als CEO; 2003 wurde der Thomas-Cook-Anteil an MoneyGram zurückverkauft. Anschließend gründete er Travelex Money Transfer, das 2006 für rund 27 Mio. US-Dollar an Coinstar verkauft wurde. Danach leitete er Coinstar Money Transfer; dieses Geschäft wurde 2011 an Sigue Corporation verkauft. Zusätzlich saß M.D. 2012-2014 im Board von Earthport, die später von Visa übernommen wurde. J.B. wurde dort nach Unregelmäßigkeiten abgelöst und gründete in Manila die Firma "PayEasy" (--> Wirecard: https://www.manager-magazin.de/unte...ppinen-a-aa7f31fb-d173-4a20-aee2-e50e7b7b8810). In den Jahren davor kooperierte Earthport bereits mit Wirecard und ein weiterer Manager der Firma taucht ebenfalls seit 2010 im Zusammenhang mit Wirecard auf - H. O'S., der enge Partner von J.M. - das ist der Mann, der laut Gerichtsurteil in Singapur maßgeblich an der Fälschung der Bestätigungen beteiligt gewesen sein soll, mit denen die berühmten 1,9 Milliraden € der Wirecard vorgetäuscht wurden - im Zusammenspiel mit J.M. und O.B.
siehe Gerichtsurteil dort:
"The Court found that Sh* had the intention to deceive Wirecard, its subsidiaries, and/or its auditors when he issued the confirmation letters. Sh* had issued the letters to fraudulently maintain a business relationship with O’S. and Wirecard’s executives, J.M. and O.B. The Court also found that O’S. had instigated Sh. to falsify five of the letters."
Travelex (Finablr) kooperierte früher mit der Wirecard.


--> B.R. Sh.: Zusammenhang mit dem Skandal um die dubaianische NMC Health, der zeitgleich zum Kollaps der Wirecard für Aufmerksamkeit sorgte ( https://www.thenationalnews.com/bus...s-from-finablr-unit-travelex-s-board-1.994881 )

BR Sh* resigns from Finablr unit Travelex’s board​

The development comes after Britain's market regulator suspended trading in Finablr this week following a series of revelations.
Travelex wird in Umsatzlisten der Wirecard Card Solutions 2017 erwähnt, allerdings ohne zugeordnete Umsätze
falls hier tatsächlich mal ein Ermittler über den Fall stolpert, der diesen Beruf so versteht, wie man das als Ermittler tun sollte und nicht so, wie es bei der Staatsanwaltschaft München praktiziert wird, möge er sich bitte an die Staatsanwaltschaft Koblenz wenden.
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Die Landeszentralstelle Cybercrime (LCZ) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und das Bundeskriminalamt (BKA) sind am 04.11.2025 in Deutschland und acht weiteren Ländern gegen drei weltweit agierende Betrugs- und Geldwäschenetzwerke vorgegangen. Dabei wurden mehr als 60 Objekte durchsucht und insgesamt 18 Haftbefehle im In- und Ausland vollstreckt.


Der Vorwurf: missbräuchliche Verwendung der Kreditkartendaten von über 4 Millionen Karteninhaberinnen und -inhabern aus 193 Ländern in der Zeit von 2016 bis 2021.


Die Beschuldigten sollen betrügerisch erlangte Kreditkartendaten genutzt haben, um mehr als 19 Millionen Abonnements über professionell betriebene Schein-Webseiten abzuschließen. Diese Webseiten – insbesondere für Streaming-, Dating- und Unterhaltungsangebote – dienten ausschließlich dem Zweck, Kreditkarten der Geschädigten mit entsprechenden Gebühren zu belasten. Die monatlich abgebuchten Beträge wurden dabei bewusst klein gehalten und mit kryptischen Verwendungszwecken versehen. Dadurch konnten viele Kreditkarteninhaber die Abbuchungen nicht eindeutig zuordnen oder erkannten die unberechtigte Abbuchung nicht.


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