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Betrug via Boku + Holyo

Dieses Thema im Forum "Handy, Premium-SMS, VoIP, Klingeltöne" wurde erstellt von Polarbär64, 26 Oktober 2016.

  1. Polarbär64

    Polarbär64 Frisch registriert

    Hallo,

    ich habe da mal einen hübschen Fall und würde gerne eure Meinung zu dem Thema hören.

    Das ganz fing damit an das meine Frau via Facebook Messager vermeidlich mit ihrer Arbeitskollegin geschrieben hat. Im Lauf dieses Chat hat meine Frau ihre Handynummer herausgegeben. Jetzt fängt der Betrug an. Meine Frau bekommt eine SMS von Buko mit der Mitteilung sie soll keine Tan an Fremde weiter leiten. Kurz darauf bedankt sich Holyo für eine Zahlung anschließend kommt eine SMS von Boku mit einer Pin nicht mit einer Tan. Gleichzeitig meldet sich ihr Chat Partner und möchte diese Nummer haben. Ich weiß in so einem Fall sollte man eigentlich hellhörig werden nur meine Frau hat hier leider nicht geschaltet und hat nach einiger Überzeugungsarbeit ihres Chat Partners diese vierstellige Pin herausgegeben. Klar habe ich meiner Frau später gesagt das sie da eine ganz großen Fehler gemacht hat. Wir haben natürlich ihre Kollegin zur Rede gestellt es ergab sich dabei, das ihr Facebook Konto gehackt bzw. Kopiert wurde,

    Wie seht ihr das? Ein Anbieter bietet eine Online-Bezahldienst an, bei der man eine Handynummer angeben kann und an diese wird nun eine SMS mit den oben genannten Daten geschickt, welche Verpflichtung gehe ich in diesem Fall als Inhaber dieser Rufnummer gegenüber dem Anbieter ein. Ich denke mal gar keine, daraus dürfte dann folgen, das selbst wenn meine Frau diese PIN weiter geben würde keine Zahlungspflicht gegenüber diese Bezahldienst besteht. Das Risiko geht hier der Online-Bezahldienst ein und das kann er meiner Meinung nach nicht mal eben auf den Inhaber der Rufnummer abwälzen.

    Das ganze wurde von ihren Handyprovider als Drittanbieterposition in Rechnung gestellt deshalb habe ich das ganze auch in dieser Gruppe gepostet.

    Zur Zeit schlage ich mich also mit drei Firmen rum die den Schwarzen Peter jeweils weiter reichen.
     
  2. BenTigger

    BenTigger Happy-Tigger Mitarbeiter

    Tja, eindeutig bist du der Dumme, der auf den Kosten sitzen bleibt.
    Trotz Warnung die Pin weiter gegeben?? Selbst Schuld.

    Wenn du mit der EC Karte einkaufst, kannst du ja auch nicht sagen, der Kontoinhaber bin zwar ich, aber ich sehe nicht ein, dass die mir Geld vom Konto abziehen.

    Ebenso mit Boku.
    Du gehst im Internet einkaufen, Deine EC Karte heisst Boku, die Kartennummer ist deine Telefonnummer.
    Dann sendet Boku dir eine PIN/TAN (ist quasi das selbe) und du gibst die beim Onlinehändler ein und der sendet dir die Ware und bekommt von Boku das Geld, die das dann auf deine Telefonrechnung setzen.

    Das ist das selbe, als wenn du die EC-Karte mit der Pin an Fremde weitergibst.
    Dann darfst du auch die Rechnungen bezahlen, ohne dass deine Bank sagt, sorry aber da du die Karte nicht genutzt hast, nehmen wir das Geld nicht von deinem Konto runter....
     
  3. Polarbär64

    Polarbär64 Frisch registriert

    @BenTiger
    I

    Danke für deine Einschätzung trotzdem sehe ich da ein generelles Problem und das Beispiel mit der EC Karte passt in meinen Augen nicht so ganz.

    Es meldet sich ein Fremder bei eine bezahltest Dienst mit meiner Handynummer an, die kann er überall her bekommen haben. Nur wird dem Handybenutzer ohne sein zu tun eine Pin geschickt mit der netten Aufforderung diese unter keinen umständen weiter zu geben. So wie ich das sehe besteht bis jetzt noch kein Vertrag mit dem Handybesitzer sondern bestenfalls mit demjenigen der sich bei diesem Dienst angemeldet hat. Da Frage ich mich schon wie sich daraus eine Zahlungspflicht des Handybesitzers ergibt.

    Bei einer EC-Karte habe ich ganz klar einen Vertrag mit der ausstellenden Bank und darin verpflichte ich mich auch die PIN keinen anderen zu geben.

    In Fall des Bezahldienst würde ich bei einer EC-Karte ehre folgendes Szenario sehen, eine Bank schickt mir unaufgefordert eine EC-Karte und anschließend eine Pin weil ein Betrüger diese mit meinen Daten angefordert hat. Nun wird die EC-Karte angefangen und die PIN auf irgend eine Art von mir durch den Betrüger der die Karte abgefangen hat erschlichen. Nun kommt die ausstellende Bank zu mir und möchte Geld habe. Da wird sich auch nur eine Zahlungspflicht ergebe wenn die Bank nachvollziehbar nachweisen kann das ich Vertragspartner bin. Ich lasse jetzt bewusst mal unbeachtet das es Probleme bei der Beweisbarkeit gibt und dass bei so etwas im Zweifel ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs erst einmal gegen mich eröffnet würde.

    Um Missverständnissen vor zu beugen weder meine Frau noch ich sind Kunde von Buko oder Holyo,wäre dies der Fall würde ich deinen Ausführungen sofort folgen und sagen selber Schuld. Hier geht es halt darum das über die Handyrechnung der Betrag um den es hier, er ist zum Glück sehr überschaubar, abgerechnet werden soll. Ich habe die Forderung bereits beim Provider meiner Frau als strittig angegeben. Ich hoffe mal ihr Provider macht das was ein Inkassodienstleister hier eigentlich machen muss, er treibt diesen Betrag nicht ein sondern gibt alle Relevanten Daten an seinen Vertragspartner weiter und sagt ihm das die Forderung strittig ist. Der Vertragspartner kann dann ja gerne mit mir vor Gericht ziehen. Ich denke halt der Bezahldienst Betreiber kann sein Risiko nicht einfach durchreichen. Eine Handynummer ist sehr leicht zu bekommen bei den Persönlichen Daten des Nummerinhabers kann das schon etwas schwieriger sein.

    Ich werde hier auf alle Fälle schreiben wie das ganze weiter geht.
    Es geht mir hier auch nicht um einen Rechtsrat in meinem speziellen Fall sondern eher um eine generelle Einschätzung

    P.S.
    Ich bin nicht der Meinung das die genannten Firmen etwas verwerfliches machen, sie sind in meinen Augen auch Opfer.
     
  4. BenTigger

    BenTigger Happy-Tigger Mitarbeiter

    Aber Du hast die Pin weiter gegeben, trotz Warnung.... Damit hast du erstmal einen Vertrag mit dem Chatpartner geschlossen.
    Das Geld ist erst mal von deinem Konto runter...
    Daher ist er erstmal dein Ansprechpartner, um das Geld zurück zu bekommen.
    Du musst nun sehen, dass du das wieder bekommst.
    Wenn du Glück hast, steht das Gericht hinter dir und hat deine Ansicht des Vertragsabschlusses.
    Aber auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand.:confused:

    Dies ist aber nur eine grobe Einschätzung der Lage, da die Feinheiten hier ja nicht bekannt sind.
    Es sollte dir auch nur klar machen, das es für dich nicht einfach wird.
    Vor allem würde ich, je nach Höhe des Geldverlustes, nichts ohne Anwalt an die anderen Beteiligten von mir geben.
    Allein die Aussage, "Hab die Warnung gelesen, mich aber trotzdem überreden lassen, die Pin rauszugeben" kann schon als grob Fahrlässig gewertet werden und somit gegen dich verwandt werden.
     
  5. Polarbär64

    Polarbär64 Frisch registriert

    Du hast Recht , die Sache wird nicht einfach. :)
    Ich habe meiner Frau auch sofort gesagt, das sie da eine große Dummheit gemacht hat. Ja es war wirklich meine Frau und nicht ich.
    Für einen Anwalt war der Betrag um den es hier geht viel zu niedrig, im Zweifel läuft das bei mit unter Lehrgeld.
    Mal sehen was der Provider meint, den eines gilt schon eine strittige Forderung darf er nicht einziehen.

    So etwas passiert jetzt nicht mehr, es wurde eine Drittanbieterrsperre geschaltet, ich weiß selber nicht warum wird das nicht direkt gemacht haben.
    Es ist in meinen Augen allerdings ein Unding das ich die Drittanbieterrsperre schalten lassen muss, so etwas sollte genau anders herum laufen die Drittanbietersperre sollte nur auf Antrag abgeschaltet werden.

    Ich werde auf alle Fälle berichten wie das ganze weiter geht.
     
  6. BenTigger

    BenTigger Happy-Tigger Mitarbeiter

    Perfekt, wollte ich auch noch anraten, habs aber irgendwie dann vergessen.
    Wir sehen das eher noch härter. Das sollte ganz abgeschafft werden. Bisher sind keine wirklichen Nutzwerte bekannt, die für eine Drittanbieterabrechnung sprechen. Momentan wird das nur als Taschendiebstahlgriff ins Portemonaie genutzt. Meist Abofallen.
    Tja, genau da wird das Problem auftauchen. Er wird deinen Widerspruch nicht akzeptieren und bei Nichtzahlung dann die Tel.Nr. sperren usw.

    Ja gerne... Drück dir die daumen, dass du unbeschadet rauskommst.
     
  7. Yella

    Yella Guest

    hallo, mir ist das gleiche passiert. Wie ist der Stand der Dinge? Gehen Sie zur Polizei?
     
  8. Reducal

    Reducal Forenveteran

    Der Vollständigkeit wegen:
    Und so funktionierts: http://www.boku.com/de/
     
  9. Bitterlich

    Bitterlich Guest

    Hallo!
    Ich habe bis jetzt nur die erste SMS mit der Warnung bekommen und mir dann gedacht, dass da was nicht stimmt. Kann mir dann auch schon etwas passieren? Oder geht der Abbuchungsvorgang nur mit der TAN? LG
     
  10. Hippo

    Hippo Moderator Mitarbeiter

    Wenn die TAN nicht weitergegeben wird kann normalerweise nichts passieren
     
  11. Schwieli

    Schwieli Guest

    Ich habe die TAN weitergegeben. War total gutgläubig, da es von einer Freundin kam. Allerdings wurde dann noch ein Code verlangt, da wurde ich stutzig und habe nichts mehr gemacht. Wird mir der Betrag einmalig abgezogen? Das kann ich verkraften. Oder geht man einen Dauerhaften Vertrag ein? Dann müsste man ja kündigen, wenn man dann weiß wo und was. Vielen Dank schon einmal!
     
  12. Regendrop

    Regendrop Guest

    Huhu,

    Mir ist dasselbe passiert. Habe eine Freundschaftsanfrage von einer Geschäftspartnerin bekommen, die ich frisch kennengelernt habe (super gruselig!). Sie hat mich nach meiner Nummer gefragt, ich dachte, es ginge um etwas geschäftliches.

    Habe fünf mal diese SMS von Holyo bekommen, in der es heißt, man solle keine TAN weitergeben - allerdings ohne TAN oder PIN oder so. Ich habe weder darauf geantwortet noch einen Link angeklickt. Vorsichtshalber noch nen Virenscanner drüberlaufen lassen - nichts gefunden. Habe SMS gelöscht. Müsste auf der sicheren Seite sein, oder?
     
  13. Hippo

    Hippo Moderator Mitarbeiter

    Dann solltest Du nach menschlichem Ermessen auf der sicheren Seite sein
     
  14. Reducal

    Reducal Forenveteran

    Es kann sein, dass hier der automatische Riskmanagement rechtzeitig eingegriffen hat, dass der Missbrauch irgendwie aufgefallen war. Statt dem PIN wurde dann systemseitig eine Warnung verschickt.
     
  15. Das gleiche ist mir passiert, facebook anfrage dann kam die Anfrage nach der pin, die ich nicht weitergegeben habe daraufhin habe ich holyo versucht anzurufen nur AB geht da ran, dann hab ich denen geschrieben die wollten dann nur wissen. Welche handynummer und haben sich dann nicht mehr gemeldet. ich gehe davon aus das Holyo da mit drin steckt melde das jetzt noch Vodafone vielleicht kennen die diese Betrüger schon. Auf die SMS wollte ich auch antworten geht aber nicht

    Grüsse Micha
     
  16. Reducal

    Reducal Forenveteran

    Dass der Deutsche gern jeden Pups irgendwen melden muss, ist nicht erstaunlich. Was soll der Support von Vodafone mit deinem Hinweis machen?

    Holyo ist doch Vodafones Partner. Den wahren Betrüger, den kennt weder Holyo noch Vodafone. Da bereichert sich einer über eine linke Tour, zum Nachteil Dritter.
     
  17. SiDU

    SiDU Guest

    Hallo, ich hatte gerade genau diesen Fall. Was ist, wenn ich diesen Code nicht weitergebe, da ich es vorher gegoogelt habe und dahinter gekommen bin.
    LG
     
  18. BenTigger

    BenTigger Happy-Tigger Mitarbeiter

    Dann bekommt der andere kein Geld und du verlierst nichts.
    Das ist vergleichsweise so als wenn jemand deine EC-Karte am Geldautomaten nutzen möchte, du ihm aber deine Pin nicht nennst.
    Dann bekommt er kein Geld aus dem Automaten.
     
  19. Melle

    Melle Guest

    Ich habe das gleiche. Nur das ich die SMS die ich bekommen habe, sofort gelöscht habe. Und nun habe ich 120€ kosten auf meiner telefonrechnung. Wie geht das denn bitte. Ich habe ja den PIN oder sonstiges niemals weitergegeben. Und die SMS habe ich ja auch sofort gelöscht. Ich verstehe es nicht. Was soll man denn jetzt tun. Boku sagt angeblich hätte ich bei steam eingekauft. Habe aber in meinem Account keinen Einkauf. So sinnlos diese scheiße. Die sollen alles zahlen für den Betrug.
     
  20. Reducal

    Reducal Forenveteran

    Mal grob gedacht glaube ich, dass bei dir das Problem nicht an der Abrechnung liegt. Kannst du dir vorstellen, dass womöglich jemand dein Händie benutzt hat, um was für Steam einzukaufen?
     

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