Unberechtigte Abbuchung durch Ebay vom Paypal Verkäuferkonto?

Rudolf T.

Frisch registriert
Unberechtigte Abbuchung durch Ebay vom Paypal Verkäuferkonto?

Diese Schilderung soll als Warnung an alle Ebay- Verkäufer dienen, die international verkaufen.


Habe im November 2020 über Ebay einen neuen Enders Bundeswehr Benzinkocher 9061D an einen chinesichen Kunden verkauft. Der Preis für den Kocher von 285.- € plus 70.- € DHL international Versandgebühren nach China wurden per Paypal bezahlt. Der Kocher wurde per DHL international versichert und Sendungsverfolgung auf den Weg gebracht. Am 21.12. hat der Käufer einen Fall eröffnet, wegen Nichterhalten der Ware.

Daraufhin wurde auf Anforderung Ebay die DHL- Sendungsnummer nochmals angegeben.

Am 27.12. erhielt ich von Ebay die Nachricht, dass der Fall abgeschlossen ist und das Geld von meinem Paypalkonto an den Käufer zurückgebucht wurde, da ich keinen Beweis vorlegen kann, dass der Kunde die Ware erhalten hat. Eine absurdere Forderung bei einem in China sitzenden Kunden ist mir noch nicht untergekommen!

Darauf hin habe ich noch am gleichen Tag Einspruch eingelegt

EBAY: Sie haben uns einen Einspruch gesendet
Meine Anmerkungen:

27.12.2020 Hallo, ich habe über Ebay dem Käufer die DHL Tracking Nummer CY285853722DE übermittelt. Laut Sendungsverfolgung der DHL und China Post Track ist der Kocher seit 04.12.2020 bei customs clearance in China am Wohnort des Käufers. Der Käufer wurde von mir aufgefordert bei dem Zollbüro in seinem Wohnort vorstellig zu werden.

Ich habe dem Käufer über seine persönliche Email Fotos meiner Sendungspapiere zukommen lassen und Ihm erklärt, dass sine Ware in China vom Zoll festgehalten wird, wofür ich wohl kaum verantwortlich bin. Die Fotos meiner Sendungspapiere und Trackingnachweise sind natürlich bei mir vorliegend, ich kann sie gerne an Ebay übermitteln. Schade, dass es hier keinen Anhang gibt, dann würde ich alles gleich mitschicken!!

Ich fühle mich also von Ebay doppelt betrogen, einmal um meine Ware plus dem Verkaufserlös, also um genau zu sein um 710.- €.

Ebay ist anscheinend nicht daran interessiert konkrete, korrekte Nachweise und Sachverhalte zu berücksichtigen, sondern geht den Weg des geringsten Widerstandes um Käufer zufriedenzustellen. Von mir wird anscheinend erwartet mich in China selbst (haha) um eine Auslieferung meiner Ware zu kümmern.

Hat jemand ebensolche Erfahrungen gemacht, meine Frage wäre, was könnte man dagegen unternehmen?
 
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Hippo

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Teammitglied
*Spekulationsmodus*
Wenn Du in Deinen AGB nicht stehen hast dass es Sache des Käufers ist sich um ggf. gültige Einfuhrabgaben und Zollabwicklungen zu kümmern sehe ich das so, dass der Käufer die Ware nicht erhalten hat.
Ich hatte auch mal im Ausland bestellt (über einen für Deutschland erstellten Shop) und dann bekam ich die Mitteilung ich solle zum Zoll kommen und mich um die Sendung kümmern und die Einfuhrumsatzsteuer und Zoll bezahlen. Ich lehnte das rundweg ab weil ich in keiner Phase der Bestellung darauf hingewiesen wurde welcher Bürokratius + Kosten auf mich zum Kaufpreis hinzu erwarten.
Hier hat sich dann herausgestellt dass dieser Händler auf der Masche ritt die Ware als Geschenk zu versenden und somit die Abgaben zu sparen was anscheinend auch oft genug gelang (sonst hätte er es wohl nicht weiter betrieben)
 

Reducal

Forenveteran
Hat jemand ebensolche Erfahrungen gemacht, meine Frage wäre, was könnte man dagegen unternehmen?

PayPal für Auslandsverkäufe meiden. Nicht umsonst bezeichne ich persönlich PayPal als die größte Geldwaschmaschine der Welt!

Andererseits, ein (vermutlich) deutscher oder europäischer Verkäufer verkauft über eBay nach China - da braucht es schon viel Phantasie für die Annahme, dass das Geschäft gut geht.

Gewerbliche Verkäufer verbuchen den Schaden in der Gewinn- und Verlustaufrechnung ggü. dem Finanzamt.
 
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