Ökonomische Analyse des Phishings - Quellen gesucht

U

Unregistriert

Hallo zusammen :)

Ich befasse mich zur Zeit im Rahmen einer Seminararbeit mit rechtlichen und ökonomischen Aspekten des Identitäsmissbrauchs bei eBay. Den rechtlichen Teil habe ich soweit abgehandelt. Für den ökonomischen Teil möchte ich jetzt die Konsequenzen eines Phishing-Angriffs für eBay und für einen getäuschten Accountinhaber darstellen. Bisher sieht es da aber mit Literatur ziemlich mau aus. Ich bin im Netz auf der Suche nach Informationen jedglicher Art auf diese Seite gestoßen. Könnt ihr mir irgendwie weiterhelfen? Literatur, Studien, Weblinks, persönliche Statements...ich freue mich über alles was weiterhilft :)

Ich bedanke mich schonmal im voraus für eure Antworten
 

Reducal

Forenveteran
AW: Ökonomische Analyse des Phishings - Quellen gesucht

Für den ökonomischen Teil möchte ich jetzt die Konsequenzen eines Phishing-Angriffs für eBay und für einen getäuschten Accountinhaber darstellen.

Generell stellt sich die Frage, was damit bezweckt werden soll, wenn fremde Daten für einen Account oder gar ein fremder, gehackter Account verwendet werden.
Zumeist zielen beide Missbrauchsfälle darauf ab, entweder an Daten anderer eBaymitglieder zu gelangen oder Umsätze zu vereinnamen, ohne eine Ware zu liefern.

eBay hat eigentlich lediglich das Problem, dass die Provision verloren geht und der Support für getäuschte Mitglieder strapaziert wird. Düsterer sieht es da schon für die getäuschten Kunden aus oder für diejenigen, deren Daten bzw. Accounts verwendet wurden.

In der Argumentation würde man sich hier stark verhaspeln. Man sollte mMn auf jeden Fall die Fallstricke scharf trennen und jeweils separat abarbeiten. So könnte z. B. auch von strafbaren Vorbereitungshandlungen die Rede sein.
 

Wuschel_MUC

Frisch registriert
Vorbereitungshandlungen?

So könnte z. B. auch von strafbaren Vorbereitungshandlungen die Rede sein.
äh, ich dachte, Vorbereitungshandlungen seien noch nicht strafbar?

Mögliche Fragestellungen für die Seminararbeit:
  • Welche Arten von Vorbereitungshandlungen sollte man evtl. unter Strafe stellen?
  • Was können / sollen / müssen Seitenbetreiber (Banken, Ebay, Amazon) tun?
  • Was kann man von Anwendern fordern?
@ Unregistriert: "Ökonomische Analyse des Rechts?" Du studierst nicht zufällig bei Prof. Lehmann an der LMU München? Mit dem hatte ich vor über 20 Jahren zu tun!
 

Reducal

Forenveteran
AW: Ökonomische Analyse des Phishings - Quellen gesucht

Ich meine mit Vorbereitungshandlungen z. B. die Datenausspähung und -Veränderung sowie Urkundenfälschung u. a. - das platzieren von schädigenden Dateien bei einem Opfer um andere Opfer zu betrügen.

Beispiel: User X bekommt einen Trojaner, der dessen eBaydaten an den Betrüger weitermeldet. Der kapert das eBay-Konto und stellt Artikel ein. Käufer überweisen dem Betrüger Geld, erhalten aber keine Ware. Das Empfängerkonto wurde mit falschen Daten eröffnet.
Ziel des Ganzen ist der Betrug, das Anlegen der Rahmenbedingungen erfolgt über die Vorbereitungshandlungen, die natürlich gleichsam strafbar sind.
 
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