Neuer Mißbrauch von 008818-Satelliten-Rufnummern

talk

Frisch registriert
#1
Hallo zusammen,

vor ein paar Jahren gab es ja mal ein paar Wellen von Lockanrufen
mit Satelliten-Rufnummern als angeblichem Absender. Ziel war es
damals, Rückrufe zu diesen teuren Rufnummern zu provozieren.

Jetzt habe ich gesehen, daß es in der Schweiz offenbar eine Welle vom
Spam-Mails gibt, in denen Swisscom-Nutzer aufgefordert werden,
ihr angeblich gesperrtes Nutzerkonto durch den Anruf bei einer
teuren 008818-Rufnummer zu entsperren.

Siehe hierzu z.B. folgenden Diskussionsthread:
http://supportcommunity.swisscom.ch...bsender-quot-Ihr-Konto-ist-gehemmt/m-p/107159

Genannt werden dort folgende Rufnummern:
00881835211648 bzw. 00881835211650 sowie 008818370020
und 008818370021

008818... ist ja eigentlich die Vorwahl des Satellitentelefonnetzes Globalstar.
Ein Anruf zu diesen Rufnummern kostet meist mehrere Euro pro Minute und
da es sich um internationale Rufnummern handelt, ist der Einflußbereich der
nationalen Regulierungsbehörden relativ überschaubar.

Die Frage ist: Inwiefern weiß Globalstar, was mit diesen Nummern angestellt
wird? Oder landen diese Anrufe gar nicht dort, sondern werden vorher schon
irgendwo abgefangen? Diskutiert wurde diese Thematik in anderen Fällen
ja bereits, genaues weiß aber irgendwie niemand... Es gibt ja Anbieter von
Premium-Rate-Nummern, die auch Sat-Nummern vermarkten.

Mal sehen, ob es noch weitere Spam-Wellen gibt und ob vielleicht auch den
Trick mit den Lockanrufen/Pinganrufen wieder ausgekramt wird...

cu talk
 

Reducal

Forenveteran
#2
Oder landen diese Anrufe gar nicht dort, sondern werden vorher schon
irgendwo abgefangen?
Bei den Abzockereien in Deutschland, die du angesprochen hast, war das in der Tat so. Das waren damals Nummern der italienischen Telespazio (oder so!) Hier wurden damals die Nummern am oder vorm Übergabeknoten anderweitig geroutet, so dass zwar die Nummern den Anrufern berechnet wurden aber keine Weiterleitung an das Ziel erfolgt war, dass die Kosten gerechtfertigt hätte. Die Telekom sperrte die Nummern dann blockweise, sobald sie aufgefallen waren.
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
#3
Ein Anruf zu diesen Rufnummern kostet meist mehrere Euro pro Minute und
da es sich um internationale Rufnummern handelt, ist der Einflußbereich der
nationalen Regulierungsbehörden relativ überschaubar.
Das stimmt nicht! Es ist sehr wohl möglich und auch üblich, dass traffic in diesen Bereichen nicht ausbezahlt wird [ich weiß von Anbietern, die sich zB bitter über C&W beschwert haben, weil die ihnen den traffic nicht ausbezahlt haben für internationale Nummern. Es ist den großen Telcos völlig klar, was da läuft. Die stellen sich nur dumm] Also ist es auch möglich. Die nationalen Regulierer müssten sich dazu an die ITU wenden (Internationale Telefonbehörde)
Dort zuständig ist ein Herr, mit dem man interessante Gespräche über dieses Thema führen kann...

warte mal, ich suche eine Kontaktadresse...

Ach!

Carsten Schloter
Chief Executive Officer
Swisscom SA

Der Chef der Swisscom sitzt im Board der ITU.

Eine Anfrage an die Behörde bzgl. auffälliger internatoionaler Nummern wurde wie folgt beantwortet
As I already explained to you, you should submit your complaints, observations, and proposals to the Federal Network Agency for Electricity, Gas, Telecommunication, Post and Railway, who is the competent body to submit material to ITU-T Study Group 2.

You will find their coordinates at:
http://www.itu.int/cgi-bin/htsh/mm/scripts/mm.detail?o&_languageid=1&_organisationid=1356

Please call me if you require further clarification.
Selbiges gilt für die Schweiz und Österreich (und andere Länder): Die nationalen Regulierungsbehörden können die ITU zumindest um Unterstützung bitten. Die ITU hat die Möglichkeiten, solche Vorfälle zumindest zu thematisieren.

Wenn die Telcos es anders darstellen, werden sie ihre Gründe haben!


Damals bei den Dialern wurde ein Haufen Scheiße erzählt, der nicht gestimmt hat.

---

ah, da isses!

Email: richard.hill(at)itu.int
Study Group 2 email: tsbsg2(at)itu.int
Study Group 3 email: tsbsg3(at)itu.int

Mr Hill:
http://www.itu.int/en/ITU-T/wtsa-12/prepmeet/Pages/arab-states/bios.aspx
---

http://www.itu.int/ITU-T/presentations/tsbdir/2012/apt-itu-201202.html
It is generally agreed that light regulation is necessary, and what can be seen emerging is a recognition of the need to lay down principles on topics that concern us all and which require agreement at an intergovernmental level. Topics such as:
  • Human right of access to communication
  • Security in the use of ICTs, and protection of critical national resources
  • Charging and accounting, including taxation
  • Interoperability and interconnection
  • Quality of service
  • misuse and hijacking of international numbers
  • enforcement
Wie gesagt: Da wird viel dummes Zeug erzählt - aus naheliegenden Gründen.
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
#4
Falls jemand Zugang zu diesem Forum hat, soll er bitte hierher verlinken.

Es gibt auch Abzocke im Namen von Paypal
http://www.seitcheck.de/70354915secure-63827-pay-pal-gritt-ch/2041

Die Ausschüttung für Globalstar sind für die Betrüger lukrativ (gegen 50ct/Min!)

zb

Globalstar 881835211112# 0.360 EUR 60 days EOM FEMALE, MAILBOX, WELCOME
Globalstar 881835211799 0.400 EUR 60 eom Test Number

s.o.
00881835211648 bzw. 00881835211650 sowie 008818370020
und 008818370021 (das könnten sogar dumme Schreibfehler der Betrüger sein) (komischerweise gibt es in den Anbieterlisten fast dieselben Nummern für 0088183 und 0088193 - zB gibt es +881935211619 bei einem Schweizer Anbieter... fast identisch zu 00881835211648 und zu den oben genannten - vielleicht ist das irgendwie identisch. Da kann man derzeit nur spekulieren. Falls ich Zeit habe, frage ich aber 'mal ein paar Experten bei mir ums Eck)

[edit: ich habe einen Anbieter gefunden, der folgende Testnummern angibt
Globalstar 8819 0,45 15/1 EUR +881935211294,+881942011185
Globalstar 8818 0,45 15/1 EUR +881835211468,+881842011176
Das bestärkt mich in der Annahme, dass beide Blocks (93/94) paarweise vergeben werden]
[und ich behaupte, dass der komplette Block 5211xxx von einer einzigen Firma kontrolliert wird und dass diese Firma durchaus namhaft ist]

[premiumskytel nutzt
Globalstar All ranges:
Test numbers:
+881835211830
+881935211800
+881842011430
+881845110060
+881945110060]

[kwak aus Freilassing:
881842011122
881942011117
881835211599
881935211599
881845110449]

[mediatel früher mal +881835211169 - vielleicht sagt uns das, wo die Nummern herkommen...]





(beim Paypalbetrug werden 008818370020 order 008819370004 ua genannt. Hmm)


Bei der Handelszeitung mal nachhaken...
http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/technologie/phishing-mail-missbraucht-swisscom
«Es handelt sich um ein Phishing-Mail», sagt Swisscom-Sprecher Olaf Schulze auf Anfrage von «Handelszeitung Online», «wir hatten heute bereits einige Anfragen von Kunden dazu.»
[x] done

Es handelt sich vor allem um den betrügerischen Missbrauch der Globalstarnummern. Und die Swisscom weiß genau, wohin die Gelder fließen.

Was noch? ITU und Globalstar befragen?
[x] done
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
#5
PS: Ich bin mir über den Numerierungsplan bei Globalstar nicht sicher. Laut ITU bestehen die Codes aus 00881+xx, wobei xx ein Ländercode ist. Laut ITU gibt es zB 00881[korr:8/9]39 - das wird dann über einen italienischen Anbieter geroutet. Ich kläre das aber noch. 0088183 wäre demnach China.
falsch! (siehe Beitrag von talk unten)

korrekt:
008818[352]11648
008818[352]11650
008818[370]020
008818[370]021

352 = Luxemburg

370 = Litauen

Ich teile die Auffassung von talk, dass der bei der ITU hinterlegte Nummerierungsplan aussagt, dass es diese Nummern nicht gibt. Dann stellt sich die Frage, wie es rechtlich zu bewerten ist, dass Telefonunternehmen wie Swisscom Telefonanrufe abrechnen (dürfen?) zu Nummern, die es gar nicht gibt.
 

talk

Frisch registriert
#6
Hallo,

PS: Ich bin mir über den Numerierungsplan bei Globalstar nicht sicher. Laut ITU bestehen die Codes aus 00881+xx, wobei xx ein Ländercode ist.
Laut ITU gibt es zB 0088139 - das wird dann über einen italienischen Anbieter geroutet. Ich kläre das aber noch. 0088183 wäre demnach China.
Ich möchte das etwas ergänzen bzw. korrigieren (fehlt in diesem zitierten Absatz bei den Vorwahlen nicht teilweise eine Zahl o.ä.?) - nach meinem Wissen ist die Situation wie folgt:

"+881..." sind "Global Mobile Satellite System (GMSS)"-Rufnummern für verschiedene Provider von Satelliten-Telefoniediensten. Die Teilbereiche "+881-8" und "+881-9" sind Globalstar zugeteilt. Siehe auch http://en.wikipedia.org/wiki/+881

Globalstar wiederum hat einen eigenen Nummernplan für seine internationale Vorwahl veröffentlicht. Siehe http://www.itu.int/oth/T02020000F0/en und http://www.itu.int/dms_pub/itu-t/oth/02/02/T02020000F00003MSWE.doc

Damit sollen die Bereiche "+881-8" und "+881-9" offenbar weiter untergliedert werden - für Service-Provider in den einzelnen Ländern nach dem Schema "+881-8-CC" bzw. "+881-9-CC" (CC= Country Code).

In dem Globalstar-Nummernplan tauchen aber nur einzelne Service-Provider bzw. Carrier auf: Elsacom/Telecom Italia (CC=39), Globalstar Avrasya/Teleglobe (CC=20 und 90), und Globalstar do Brasil/Embratel (CC=7). Da sieht fast so aus, als würden andere Teile des Globalstar-Nummernbereiches gar nicht offiziell genutzt.

Wenn wir das skizzierte Nummernschema auf die kursierenden "Mehrwertnummern" anwenden, erhalten wir:

00881835211648 = 008818-352-... >> CC=352 > Luxemburg
008818370021 = 008818-370-... >> CC=370 > Litauen

Aber da für diese CCs keine Service-Provider von Globalstar bekanntgemacht wurden (laut Nummernplan), ist es denkbar, daß Verbindungen zu diesen Rufnummern gar nicht zu Globalstar geroutet werden, sondern irgendwo zwischendrin "abgefangen" werden und diese Nummernblöcke vielleicht eher zufällig genutzt werden. Auffallend ist ja auch die unterschiedliche Länge der Rufnummern...

Auf http://en.wikipedia.org/wiki/Globalstar findet sich noch folgendes:

Wikipedia hat gesagt.:
"A network of ground gateway stations provides connectivity from the 40 satellites to the public switched telephone network and Internet; users are assigned telephone numbers on the North American Numbering Plan in North America or the appropriate telephone numbering plan for the country that the overseas gateway is located in, except for Brazil, where the official Globalstar country code (+8818) is used."
Demnach bekommen die meisten Globalstar-Nutzer lokale Rufnummern aus den USA oder ihrem Heimatland und nur die brasilianischen Nutzer erhalten Rufnummern aus dem +8818-Bereich? Klingt irgendwie komisch...

Das stimmt nicht! Es ist sehr wohl möglich und auch üblich, dass traffic in diesen Bereichen nicht ausbezahlt wird [ich weiß von Anbietern, die sich zB bitter über C&W beschwert haben, weil die ihnen den traffic nicht ausbezahlt haben für internationale Nummern. Es ist den großen Telcos völlig klar, was da läuft. Die stellen sich nur dumm] Also ist es auch möglich. Die nationalen Regulierer müssten sich dazu an die ITU wenden (Internationale Telefonbehörde)
Dort zuständig ist ein Herr, mit dem man interessante Gespräche über dieses Thema führen kann...
Glaube ich gerne. Der Punkt ist halt der: Wenn man sich mal anschaut, wie lange es ja oft schon dauert, bis bei Mißbrauch von deutschen 0900-Rufnummern etc. etwas getan wird, wird es bei internationalen Rufnummern sicher nicht schneller gehen. Zumal dort ja nicht wie bei nationalen Diensterufnummern einfach eine generelle Abschaltung angeordnet werden kann. Mag ja sein, daß man einzelne große Carrier so lange "treten" kann, bis diese aus ihren eigenen Netzen keinen Traffic dorthin mehr zuführen und auch keine Ausschüttung mehr zahlen, das aber dürfte eine relativ mühsame Angelegenheit werden.

cu talk
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
#7
Ich möchte das etwas ergänzen bzw. korrigieren (fehlt in diesem zitierten Absatz bei den Vorwahlen nicht teilweise eine Zahl o.ä.?) - nach meinem Wissen ist die Situation wie folgt:
"+881..." sind "Global Mobile Satellite System (GMSS)"-Rufnummern für verschiedene Provider von Satelliten-Telefoniediensten. Die Teilbereiche "+881-8" und "+881-9" sind Globalstar zugeteilt.
Du hast völlig Recht, mein Fehler... das ist etwas verwirrend, v.a. weil die Anbieter solcher Nummern (als billing solution) die Nummern auch noch vällig unterschiedlich formatieren. Das macht die Recherche noch schwieriger.
Ich korrigiere das in meinem Beitrag nach.

ist es denkbar, daß Verbindungen zu diesen Rufnummern gar nicht zu Globalstar geroutet werden, sondern irgendwo zwischendrin "abgefangen" werden und diese Nummernblöcke vielleicht eher zufällig genutzt werden.
1. "Zufällig" nicht, denn diese "Geisternummern" werden blockweise vermietet. Es ist sogar schon vorgekommen, dass ein Telefonunternehmen "gestohlene" Nummern abgerechnet hat. Das war damals so, dass es einen Vertrag zwischen Vanuatu und einem großen australischen Telefonunternehmen gab über "short stopping" (internationale Anrufe für bestimmte Blocks in Vanuatu wurden in Sydney "gestoppt", Telecom Vanuatu bekam als Gegenleistung einen Anteil der Gebühren. Der australische Telco hat dann einfach noch weitere Nummern diversen Pornoanbietern überlassen, ohne dass die Telecom Vanuatu davon wusste).
Von "gestohlenen" Nummern kann man auch in anderen Fällen sprechen, wenn nämlich der "Inhaber" der Nummern gar nichts von dem traffic "sehen" kann, trotzdem aber Gelder fließen. Laut Auskunft eines Betreibers solcher Nummern muß es so sein, dass nationale carrier davon wissentlich profitieren.

2. Ich wiederhole meine juristische Frage: Auf welcher Grundlage rechnet (zB) swisscom einen Anruf bei einer solchen Nummer ab? Wie kann die Leistung "Anruf im Globalstarnetzwerk" abgerechnet werden, wenn es diese Leistung niemals gegeben hat? Was ist das dann eigentlich? Betrug?


Mag ja sein, daß man einzelne große Carrier so lange "treten" kann, bis diese aus ihren eigenen Netzen keinen Traffic dorthin mehr zuführen und auch keine Ausschüttung mehr zahlen, das aber dürfte eine relativ mühsame Angelegenheit werden.
cu talk
Hmm. Mal ein Beispiel: Ein großer carrier, nennen wir ihn mal "Cabel und Funk", zahlt regelmäßig der Firma X Gelder für die Anwahl von Nummern in Somalia. Die Firma X zahlt einen Teil des Geldes an "Kunden" aus. Plötzlich betrügt ein Kunde der Firma X. Dann sperrt "Cabel und Funk" alle Auszahlungen und behält das Geld. Das bedeutet: "Cabel und Funk" hat genauestens Kenntnis davon, was da abgeht. Wenn "Cabel und Funk" seinen sich über rätselhafte Auslandstelefonate wundernden Kunden gegenüber behauptet, man habe keine Ahnung, ist das eine Täuschungshandlung und ein Vermögensschaden seitens des irregeführten Kunden. Betrug? Hmm.

Es ist eine kaum bekannte Problematik und ein wohl gehütetes Geheimnis der Telcos. Nur sehr selten kann man erahnen, was da wirklich passiert. Ich kann auch nicht definitiv behaupten, dass hier betrogen wird. Es stinkt nur manchmal etwas danach...
 

Reducal

Forenveteran
#8
Auf welcher Grundlage rechnet (zB) swisscom einen Anruf bei einer solchen Nummer ab? Wie kann die Leistung "Anruf im Globalstarnetzwerk" abgerechnet werden, wenn es diese Leistung niemals gegeben hat? Was ist das dann eigentlich? Betrug?
Vielleicht hilft diese Vermutung?
Hier wurden damals die Nummern am oder vorm Übergabeknoten anderweitig geroutet, so dass zwar die Nummern den Anrufern berechnet wurden aber keine Weiterleitung an das Ziel erfolgt war, dass die Kosten gerechtfertigt hätte.
Nehmen wir eine teuer-Einwahl, die dann aber nur zu einer ortsüblichen Nummer geht. Einwahl gute 3 Euro beim Endkunden, Netz- und Weiterleitung nur 50 Cent - der Rest wird zwar mit dem Netzbetreiber abgerechnet, ist aber nicht fällig oder besser gesagt, kann später wieder zurück gefordert werden, weil nicht angefallen.
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
#9
"short stopping" kann zwar in Einzelfällen ohne Wissen des Inhabers der Endnummern funktionieren, aber es gibt immer Verträge zwischendrin. Beispiel: Wenn KPN in Belgien (dahingestellt bleibt, ob ich diese Firma zufällig erwähne) ...nummern routet für Anbieter von Billinglösungen (dahingestellt bleibt, ob ich dieses Beispiel zufällig erwähne), dann zahlt KPN Geld aus. Darüber muß es Verträge geben. Wenn nun ein Schweizer Swisscomkunde 0088xxxnummern auf der Rechnung hat, zahlt Swisscom Geld an KPN. Dann aber kann Swisscom hier auch ansetzen.
Es gibt da dieses Beispiel Vanuatu/OPTUS Australien/Gilsan, da geht das alles deutlichst aus denm Gerichtsdokumenten hervor.

Noch ein paar unidentifizierbar gemachte Zitate von Interesse:

Wir werden Nummern +88yyy 7XXX XX XX . ab 1. januar in Betrieb haben. Dies sind Nummern für unsere [...]Kunden (siehe [...]). Jede Nummer ist genau einem Kunden zugeteilt.
As you can see, [...] Belgacom keeps the price at 5.5€.
Now think of one thing: Who would have the biggest interest to see many calls to +88xxx? Who would earn the most? Its usually the carrier who is closest to the person calling. He has the highest billing risk so he has the highest margin.
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
#10
zur Kenntnis:

Hi xxx,
fyi
see the attached communication from Globalstar. If you get any further information, let me know.
kind regards
xxx
Thank you for your email. Obviously, we take any report of potential abuse very seriously.
Can you please submit a call log corresponding to the 4 numbers in your email?
We do not have any trace of use for these numbers over the past 2 years. Therefore, either these are old scam emails still circulating in the internet or these numbers are being hijacked. Your call log would help clarifying these scenarios.
Cheers,
M.S.
Customer Care Manager
Landline: +353 1 290xxx0

Fax: +353 12909xxx
www.globalstar.com
Globalstar Europe Satellite Services Ltd
Unit 10, The Hyde Building
The Park
Carrickmines
Dublin 18
Ireland
Wer also solche logs bieten kann, bitte an Globalstar schicken.
 

talk

Frisch registriert
#11
Hallo,

1. "Zufällig" nicht, denn diese "Geisternummern" werden blockweise vermietet. Es ist sogar schon vorgekommen, dass ein Telefonunternehmen "gestohlene" Nummern abgerechnet hat.
Natürlich, ich meine "zufällig" in dem Sinne, daß es theoretisch auch ein anderer Nummernblock hätte sein können und eben keine wie auch immer geartete Verbindung zu Luxemburg bzw. Litauen besteht.

2. Ich wiederhole meine juristische Frage: Auf welcher Grundlage rechnet (zB) swisscom einen Anruf bei einer solchen Nummer ab? Wie kann die Leistung "Anruf im Globalstarnetzwerk" abgerechnet werden, wenn es diese Leistung niemals gegeben hat? Was ist das dann eigentlich? Betrug?
Knifflige Frage, letztendlich kann man vielleicht einfach sagen: "Das war halt ein Anruf in die Gasse X, die (theoretisch) dem Ziel Y zugeordnet ist und den Preis P hat. Welches Ziel Z tatsächlich erreicht wurde, ist nicht unser Problem, sondern Sache des Carriers, an den wir das Gespräch weitergegeben haben".

Zu beachten ist ja außerdem noch:
Ein Endkunde reklamiert wohl bei der "Rechnungsstelle" o.ä. seines Anbieters (heutzutage vielleicht auch einfach nur irgendein irgendwohin ausgelagertes Call-Center), Mißbrauchsfälle von Rufnummern bearbeitet dagegen wohl eher eine spezielle Fach-Abteilung, die sich um Interconnection, Wholesale-Aktivitäten, etc. kümmert. Daß da ein allzugroßer Informationsfluß im Hause besteht, halte ich für fraglich.

Du gehst zudem wohl auch davon aus (z.B. bei Deinem Swisscom/KPN-Beispiel), daß alle Carrier untereinander direkt zusammengeschaltet sind, das ist aber längst nicht immer der Fall (erst recht, wenn die Verbindung z.B. über eine Call-by-Call-Vorwahl aufgebaut wird). Eine Verbindung kann durchaus mehrere Netze von verschiedenen (Wholesale-)Carriern durchlaufen. Da gäbe es oft mehrere Möglichkeiten, eine Verbindung umzuleiten.

Thank you for your email. Obviously, we take any report of potential abuse very seriously.
Can you please submit a call log corresponding to the 4 numbers in your email?
We do not have any trace of use for these numbers over the past 2 years. Therefore, either these are old scam emails still circulating in the internet or these numbers are being hijacked. Your call log would help clarifying these scenarios.
Die Mail ist ja insofern ganz nett, als daß man sich dort durchaus für diese Problematik zu interessieren scheint.

Es bleiben aber verschiedene Fragen offen:

- Warum wird hier von einer 2-Jahres-Frist gesprochen? Ist das der Zeitraum, der jetzt noch zurückverfolgbar ist oder wurde davor der Bereich offiziell genutzt?

- Der Nummernplan bei der ITU legt doch nahe, daß die beschriebenen Rufnummernbereiche gar nicht für Globalstar-Dienste genutzt werden. Warum heißt es dann aber nicht direkt: "Diesen Nummernbereich nutzen wir gar nicht"...?

- Warum testet man bei Globalstar nicht einfach selbst die Anwahl über verschiedene Carrier und guckt nach, wo die Verbindung herauskommt?

In dem von Dir verlinkten Artikel der Handelszeitung wird doch von einem Anruf bei der einer der beworbenen Nummern berichtet (es soll sich eine Frauenstimme melden) - dieser Anruf müßte ja theoretisch nachverfolgbar sein?

Wer etwas Langeweile hat und einige Euros investieren mag, kann ja mal über verschiedene Carrier die Nummern anwählen und diese Daten (genaue Uhrzeit, angewählte Rufnummer, etc.) an Globalstar schicken... ;)

cu talk
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
#12
Du gehst zudem wohl auch davon aus (z.B. bei Deinem Swisscom/KPN-Beispiel), daß alle Carrier untereinander direkt zusammengeschaltet sind, das ist aber längst nicht immer der Fall (erst recht, wenn die Verbindung z.B. über eine Call-by-Call-Vorwahl aufgebaut wird). Eine Verbindung kann durchaus mehrere Netze von verschiedenen (Wholesale-)Carriern durchlaufen. Da gäbe es oft mehrere Möglichkeiten, eine Verbindung umzuleiten.
Klar. Jeder einzelne Anruf kann auch noch über verschiedene Ketten geschickt werden. Aber als Swisscomkunde habe ich einen Vertrag mit Swisscom, die für einen Anruf bei Globalstar eben Betrag X kassieren (den sie relativ beliebig festsetzen können*). Auf welcher Grundlage kann nun aber Swisscom einen Anruf bei einer Nummer in Rechnung stellen, wenn es diese Nummer "nicht gibt" (im Sinne von: wenn sie bei der ITU nicht im numbering plan steht).

*: Es gab da zu Dialerzeiten auch die nette Geschichte in Irland: Dort gab es einen Gebührenbereich "Band 13" (oder so ähnlich). Zu diesem Bereich zählten ein Dutzen Inseln in der Südsee - und ein afrikanisches Land. Das waren die teursten Tarife in Irland. Kritiker fragten (zurecht) wieso ausgerechnet ein afrikanisches Land dort auftauchte und - kaum verwunderlich - just zu diesem Land wählten dann auch einige Auslandsdialer. Vergleichbares gilt z.B. für Antarktisnummern, bei denen es ebenfalls eine erstaunliche Preisdifferenz gibt zwischen dem vom Kunden zu bezahlenden Preis und dem Betrag, den der Betreiber dieser Nummern erhält.

- Der Nummernplan bei der ITU legt doch nahe, daß die beschriebenen Rufnummernbereiche gar nicht für Globalstar-Dienste genutzt werden. Warum heißt es dann aber nicht direkt: "Diesen Nummernbereich nutzen wir gar nicht"...?
Ja, diese Formulierung lässt eigentlich nur einen Schluß zu, den ich aber hier nicht schreibe ;)

und so geht die schweizerische Polizei mit so etwas um:
http://www.fedpol.admin.ch/content/fedpol/de/home/dokumentation/information/2012/ref_2012-07-11.html
KOBIK empfiehlt, bei Erhalt dieses E-Mails zu löschen.
statt zu versuchen, da zu ermitteln... zB eben bei der schweizerischen Firma, die doch solche Nummern anbietet...

noch ein interessanter Link zum Thema
http://www.appenzeller-online.de/0088-anruf.htm
 

talk

Frisch registriert
#13
Klar. Jeder einzelne Anruf kann auch noch über verschiedene Ketten geschickt werden. Aber als Swisscomkunde habe ich einen Vertrag mit Swisscom, die für einen Anruf bei Globalstar eben Betrag X kassieren (den sie relativ beliebig festsetzen können*). Auf welcher Grundlage kann nun aber Swisscom einen Anruf bei einer Nummer in Rechnung stellen, wenn es diese Nummer "nicht gibt" (im Sinne von: wenn sie bei der ITU nicht im numbering plan steht).
Ob es die Nummer offiziell nicht gibt, wissen wir ja noch nicht (das blieb ja in der Globalstar-Antwort unklar)... ;)

Interessant fände ich da eher die Thematik, wie die Swisscom da das Routing konfiguriert hat. Ob die einfach alles mit 008818... bzw. 008819... weiterrouten, egal wie die Nummer weitergeht?

Es gab doch vor einiger Zeit mal einen anderen Fall hier im Forum, wo ein 1&1 Handy-Nutzer sich über Anrufe zu einer wohl nicht existenten Nummer auf den Philippinen gewundert hat, was ist denn aus der Geschichte eigentlich geworden?

*: Es gab da zu Dialerzeiten auch die nette Geschichte in Irland: Dort gab es einen Gebührenbereich "Band 13" (oder so ähnlich). Zu diesem Bereich zählten ein Dutzen Inseln in der Südsee - und ein afrikanisches Land. Das waren die teursten Tarife in Irland. Kritiker fragten (zurecht) wieso ausgerechnet ein afrikanisches Land dort auftauchte und - kaum verwunderlich - just zu diesem Land wählten dann auch einige Auslandsdialer. Vergleichbares gilt z.B. für Antarktisnummern, bei denen es ebenfalls eine erstaunliche Preisdifferenz gibt zwischen dem vom Kunden zu bezahlenden Preis und dem Betrag, den der Betreiber dieser Nummern erhält.
Nun ja, die Entfernung an sich spielt für die Telefontarife heutzutage im Grunde kaum noch eine Rolle. Entscheidend ist vor allem, wie viel Geld das Zielnetz für die Anrufzustellung haben will. Und da sind natürlich vor allem in kleineren Monopolmärkten die Forderungen tendenziell höher als in den großen, wettbewerbsintensiven Ländern. Von daher kann eine solche "Zoneneinteilung" durchaus realistisch sein. Hohe Interconnection-Verrechnungspreise laden halt dann aber auch leichter zu Mißbrauch ein.

Ein großes Preisgefälle zwischen Vorleistungspreisen und Endkundenpreisen muß auch nicht automatisch auf irgendwelche illegalen Geschäfte hinweisen. Es ist halt so, daß die meisten Nutzer bei der Wahl ihres Anbieters am ehesten nach der Höhe der Grundgebühr, den enthaltenen Flatrates etc. auswählen und nicht aufgrund des Tarifes zu irgendwelchen exotischen Netzen, die die meisten Nutzer vielleicht nie im Leben anwählen. Und auf solchen "Nebenkriegsschauplätzen" halten die Anbieter dann gerne mal die Hand auf, nachdem in vielen anderen Teilbereichen (Ferngespräche etc.) teilweise um jeden Bruchteil eines Cents gekämpft wird.

Vergleichbares gilt z.B. für Antarktisnummern, bei denen es ebenfalls eine erstaunliche Preisdifferenz gibt zwischen dem vom Kunden zu bezahlenden Preis und dem Betrag, den der Betreiber dieser Nummern erhält.
Bei Anrufen in die Antarktis gibt es sehr unterschiedliche Tarife im Markt. Laut Teltarif-Tarifrechner gibt es auch einige CbC-Anbieter mit Tarifen zwischen ca. 15 und 20 Cent/Minute. Ich vermute, daß es zu einem so exotischen Ziel auch auf Großhandelsebene schon erhebliche Tarifunterschiede gibt.

Ja, diese Formulierung lässt eigentlich nur einen Schluß zu, den ich aber hier nicht schreibe ;)
Wir wollen jetzt mal noch nix unterstellen, vielleicht lag die Antwort "Nutzen wir doch gar nicht" auch zu nahe. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht...

Wie schon im letzten Posting geschrieben: Der Autor der Handelszeitung hat doch angeblich eine der beworbenen Nummern angerufen. Swisscom und Globalstar müßten da doch einen Anhaltspunkt für weitere Untersuchungen haben...

cu talk
 

talk

Frisch registriert
#15
Ja, dort hat er angerufen. Aber bei mir leider nicht :(
Aber ich hoffe, am Montag etwas dazu sagen zu können.
Das war vor dreieinhalb Monaten... haben Deine Recherchen in der Zwischenzeit noch etwas ergeben? ;)

Wie das Schicksal es will, darf ich hier mal wieder Neues zum Thema 0088-Satelliten-Lockanrufe vermelden: Offenbar rollt ganz aktuell wieder eine Welle an Lockanrufen (vermutlich um den gestrigen Feiertag und die damit teilweise verbundenen Brückentage auszunutzen). Angebliche Absenderrufnummer soll die 0088213200019 sein.

Nach den Globalstar-Rufnummern bei der letzten Welle (008818...) kommen damit jetzt offenbar mal wieder EMSAT-Rufnummern (0088213...) zum Einsatz.

Siehe zum Thema auch folgende Links:
http://www.appenzeller-online.de/0088-anruf.htm
http://tantejay.wordpress.com/2012/10/04/anruf-in-abwesenheit/

cu talk
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
#16
Nöö, bei der Handelszeitung schlief das Thema mangels "Nachschub" wieder ein. Es haben sich lediglich ein paar interessante Kontakte ergeben...

Laut ITU werden die EMSAT-Nummern nach dem Schlüssel +88213xxyyyy gebildet. Hier wäre xx = 20 und das wäre TDCOMM in Frankreich.
Wurde dort schon eine Meldung gemacht?


TD COMM SAS
3 avenue des Erables
Santeny
94440
FRANCE

http://www.inmarsat.com/Partners/Pa...spx?CompanyID=132659&language=&textonly=False

Leider verbarikadiert sich die Welttelefonbehörde hinter Zugangsschranken...
http://www.itu.int/md/T09-SG02-C-0044/en

---
edit: ich habe mal die bayrische Eingreiftruppe für Rufnummernmissbrauch um Unterstützung gebeten :) ("Ja sakkra, gibt's des immer no!")
 

talk

Frisch registriert
#17
Laut ITU werden die EMSAT-Nummern nach dem Schlüssel +88213xxyyyy gebildet. Hier wäre xx = 20 und das wäre TDCOMM in Frankreich.
Wurde dort schon eine Meldung gemacht?
Von mir nicht und ich glaube nicht, daß allzuviele Leute irgendwelche ITU-Listen wälzen...

Ich kann mir denken, wie das ablaufen würde: TDCOM würde wahrscheinlich sagen, daß man die entsprechenden Nummern selbst gar nicht zugeteilt hat und in den eigenen Vermittlungssystemen auch keine Anrufe dorthin feststellen kann... oder so ähnlich...

Ich vermute mal, Du orientierst Dich am Nummernplan unter
http://www.itu.int/dms_pub/itu-t/oth/02/02/T02020000CC0001MSWE.doc

Bei den letzten Ping-Wellen mit EMSAT-Rufnummern wurden oft Nummern aus dem Bereich 0088213-21 genutzt. Der verlinkten Liste nach gibt es diesen Bereich aber gar nicht... na sowas...! :confused:

Wenn man mal schaut, was für Testnummern von Premium-Rate-Anbietern im EMSAT-Bereich verwendet werden, findet man mehrere Nummernbereiche, die laut ITU-Liste gar nicht zugeteilt sind (neben dem erwähnten 0088213-21 auch z.B. 0088213-09, 0088213-34 und 0088213-35).

edit: ich habe mal die bayrische Eingreiftruppe für Rufnummernmissbrauch um Unterstützung gebeten :) ("Ja sakkra, gibt's des immer no!")
Seit wann ist die Bundesnetzagentur in Bayern zu Hause? :)

cu talk
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
#18
Wäre die Bundeswattestäbchenarmee für den Missbrauch von internationalen Nummern zuständig, könnte man sie mit Sicherheit dafür kritisieren, dass sie nichts dagegen tut - da sie aber nicht einmal zuständig ist, bleibt hier die Kritik mal aus ;)
 

talk

Frisch registriert
#19
Hallo zusammen,

wie es aussieht, gibt es jetzt pünktlich zu den Festtagen wieder einmal die berühmt-berüchtigten Lockanrufe mit Satellitenrufnummern.

Zur Zeit wird dafür wohl vor allem(?) folgende Rufnummer als angeblicher "Absender" zweckentfremdet: 0088213340121 (im internationalen Format: +88213340121)

Das wäre also mal wieder eine Rufnummer aus dem 0088213-Bereich, wo wir diese seltsame Zuständigkeits-Konstruktion mit EMSAT und Telespazio haben.

Angeblich nutzt EMSAT nur einen Teilbereich der +88213, aber fast überall wird der Bereich als Nummerngasse für EMSAT bezeichnet (auch von den PRN-Anbietern in dieser Gasse!). Dann haben irgendwie noch andere Anbieter Teile des Bereichs von Telespazio zugeteilt bekommen, wo man meist gar nicht weiß, was der offizielle Sinn davon sein soll.

Und wenn ich das recht sehe, ist da ja jetzt wieder ein Unterbereich der +88213 im Einsatz, den es offiziell gar nicht geben dürfte?

Da jetzt über die Feiertage wohl niemand da eingreifen wird, haben diejenigen, die hinter dieser Aktion stecken, vermutlich relativ leichtes Spiel. Umsowichtiger ist es dann aber, die angeklingelten Nutzer zu warnen.

cu talk
 

Aka-Aka

Chaostheoretiker
#20
http://answers.yahoo.com/question/i...Vx8VT3jsy6IX;_ylv=3?qid=20121209004806AAl6F6T
(bereits vor 3 Wochen)

Der entsprechende Bereich ist zB bei WPT in Verwendung:
88 213 34 Emsat 88213340470 0.25 EUR
( 88213340426 findet sich auch)
(Du erwähnst 0088213340121 )

Das ist zumindest derselbe Tausenderblock, aber ich glaube, dass die Nummern in Hunderterblocks vermietet werden. Das würde heißen, dass sowohl WPT als auch die Firma X, die den Ganoven die Nummer zum Betrügen gab, denselben Großhändler haben.

Der Block 0088213340xxx ist auch im Zusammenhang mit dem Hacken von Telefonanlagen aktuell auffällig geworden. Die ITU gibt dazu - wie gehabt - keinen Kommentar ab. Die ITU ist quasi die internationale Wattestäbchenarmee und gehört zur UNO. Dass man dort womöglich zur Finanzierung des internationalen Terrorsimsus beiträgt, weil man das Problem nicht anzugehen bereit ist, passt ins Bild.

Ich habe mir geschworen, mich da nicht mehr groß zu engagieren. Mein Frustbedarf ist in den letzten 10 Jahren durchaus gestillt worden.

"Short Stopping" ist von höchster Stelle gedeckte Kriminalität zum Wohle einiger großer internationaler Telefonkonzerne. Das ist bekannt, interessiert aber keinen. Die ITU schiebt den schwarzen Peter an die BnetzA (wer sich bei der ITU beschwert, dem wird die BnetzA als Ansprachpartner genannt) und die BnetzA sagt, sie sei nicht zuständig. So einfach ist das.
 
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