Libereco-Rechnung

alf01

Frisch registriert
Hallo,

vor etwa einer Woche erhielt ich eine Email, in der mir eine Mitgliedschaft für die Seite www.p**en.de bestätigt wurde. Gleichzeitig wurde angekündigt, der Betrag von 4,99 Euro wird durch die Fa. Libereco von meinem Bankkonto abgebucht (die dort teilweise angegebene Bankverbindung ist definitiv nicht meine). Ich war jedoch weder auf dieser Seite, noch habe ich (ich heiße auch nicht W. Mertin) ein Abo abgeschlossen (die in der Email angegebenen Benutzerdaten habe ich auch nicht ausprobiert). Heute kam dann unten angeführte Mahnung, wieder per Email. Wie soll ich darauf reagieren? Bei Libereco Stellung dazu nehmen? Anzeige wegen Betruges erstatten? Oder einfach ignorieren?

Danke schonmal.

Edit:
Habe auch die 1. Rechnung noch gefunden und mit angehängt.
--
MfG
Alf

Rechnung
####From - Tue Mar 21 17:07:27 2006
X-Account-Key: account3
X-UIDL: 02d27d30a3489c8ce4ffebad66a47b0b
X-Mozilla-Status: 0001
X-Mozilla-Status2: 00000000
Return-Path: <[email protected]>
X-Flags: 0000
Delivered-To: GMX delivery to [email protected]
Received: (qmail invoked by alias); 21 Mar 2006 09:13:47 -0000
Received: from mx1.dus.nkhosting.net (EHLO presto.dus.nkhosting.net) [62.67.53.139]
by mx0.gmx.net (mx037) with SMTP; 21 Mar 2006 10:13:47 +0100
Received: (qmail 83208 invoked by uid 89); 21 Mar 2006 09:13:39 -0000
Received: by simscan 1.1.0 ppid: 83188, pid: 83190, t: 1.6544s
scanners: attach: 1.1.0 clamav: 0.87.1/m:36/d:1310 spam: 3.0.4
Received: from unknown (HELO nobby) ([email protected]@217.69.76.193)
by mx1.dus.nkhosting.net with SMTP; 21 Mar 2006 09:13:38 -0000
Message-ID: <[email protected]>
Date: Tue, 21 Mar 2006 10:13:45 +0100 (CET)
From: [email protected]
To: [email protected]
Subject: Zahlungsbestaetigung
Mime-Version: 1.0
Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-15
Content-Transfer-Encoding: quoted-printable
X-Spam-Checker-Version: SpamAssassin 3.0.4 (2005-06-05) on
presto.dus.nkhosting.net
X-Spam-Status: No, score=0.3 required=5.0 tests=AWL,NO_REAL_NAME
autolearn=disabled version=3.0.4
X-GMX-Antivirus: -1 (not scanned, may not use virus scanner)
X-GMX-Antispam: 0 (Mail was not recognized as spam)
X-GMX-UID: 9PEmca8/eWU72nGsgnVzcU05U3U4N495

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde!

Vielen Dank f=FCr Ihre Bestellung bei ht*p://www.p......de .

Die liberECO payment solutions ist vom Betreiber des Angebots beauftragt, die Abrechnung zu =FCbernehmen.
Folgende Daten wurden uns von Ihnen =FCbermittelt:

Ihre liberECO Benutzernummer: ***877pas
Von Ihnen gew=E4hltes Produkt: Premium Account, 1 Monat Mitgliedschaft =
mit automatischer Wiederholung
Zahlungsbetrag: 4,99 EUR
Zahlungsart: Online-Lastschrift
Bank-Typ: Postbank
Bankleitzahl: 20010020
Kontonummer: 95628XXXX
Kontoinhaber: W. M.
(Aus Sicherheitsgr=FCnden sind die letzten Stellen der Kontonummer maskiert=
.)Der Betrag in H=F6he von 4,99 EUR wird Ihnen unter dem Verwendungszweck

001679853-ONABO WEBSERVICES IDEAWISE LIMITED IHRE ONLINE-ZAHLUNG VOM 21.=
03.06

abgebucht.
Bitte achten Sie auf eine ausreichende Deckung des von Ihnen angegebenen Kontos, da Ihnen sonst weitere Kosten (Stornobearbeitung 8,50 EUR) entstehen.


Bei Fragen zum Zahlungsvorgang bzw. zu obiger Bestellung wenden Sie sich bi=
tte an:
[email protected]


Bitte bewahren Sie diese Zahlungsbest=E4tigung auf, da sie wichtige=20
Informationen enth=E4lt.


i.A.
liberECO payment solutions GmbH & Co. KG

Mahnung
####
From - Tue Mar 28 16:31:41 2006
X-Account-Key: account3
X-UIDL: b41474b219349585cd9ac0f5659fc310
X-Mozilla-Status: 0001
X-Mozilla-Status2: 00000000
Return-Path: <[email protected]>
X-Flags: 0000
Delivered-To: GMX delivery to [email protected]
Received: (qmail invoked by alias); 28 Mar 2006 05:36:51 -0000
Received: from mx1.dus.nkhosting.net (EHLO presto.dus.nkhosting.net) [62.67.53.139]
by mx0.gmx.net (mx017) with SMTP; 28 Mar 2006 07:36:51 +0200
Received: (qmail 97529 invoked by uid 89); 28 Mar 2006 05:35:47 -0000
Received: by simscan 1.1.0 ppid: 97523, pid: 97525, t: 0.5348s
scanners: attach: 1.1.0 clamav: 0.87.1/m:36/d:1355 spam: 3.0.4
Received: from unknown (HELO vimes) ([email protected]@217.69.68.30)
by mx1.dus.nkhosting.net with SMTP; 28 Mar 2006 05:35:47 -0000
Message-ID: <[email protected]>
Date: Tue, 28 Mar 2006 07:35:47 +0200 (CEST)
From: [email protected]
To:[email protected]
Subject: Zahlungserinnerung
Mime-Version: 1.0
Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1
Content-Transfer-Encoding: quoted-printable
X-Spam-Checker-Version: SpamAssassin 3.0.4 (2005-06-05) on
presto.dus.nkhosting.net
X-Spam-Status: No, score=0.2 required=5.0 tests=AWL,NO_REAL_NAME
autolearn=disabled version=3.0.4
X-GMX-Antivirus: -1 (not scanned, may not use virus scanner)
X-GMX-Antispam: 0 (Mail was not recognized as spam)
X-GMX-UID: Fa9ACYdibHIy1Wv1yDQ0MikqJihyatAQ

Zahlungserinnerung !

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

In der heutigen Zeit geht es teilweise sehr hektisch zu, da verliert man sc=
hon mal den =DCberblick =FCber die ganzen laufenden Abbuchungen und vergiss=
t eventuell auch mal rechtzeitig f=FCr ausreichende Deckung auf dem Konto z=
u sorgen.=20
Wir wurden am 21.03.2006 von der Webseite http://www.p.....de als Forderun=
gsinhaber beauftragt den Betrag von 4,99 EUR von Ihrem Bankkonto abzubuche=
n.=20
Leider verf=FCgte Ihr Konto zum Zeitpunkt der Abbuchung jedoch nicht =FCber=
ausreichende Deckung oder Sie haben der Abbuchung widersprochen.

Da durch diesen Vorgang Kosten (8,50 EUR) entstanden sind, =FCberweisen Sie=
uns bitte innerhalb von 14 Tagen
den Betrag von 13,49 EUR unter Angabe nachstehender Referenznummer 1679853-=
onabo =20

auf folgendes Konto:=20
=20
liberECO payment solutions GmbH
Commerzbank
BLZ 83040000
Kto.-Nr. 210653203

Sobald der offene Betrag bei uns eingegangen ist, werden wir Ihre Mitglieds=
chaft wieder aktivieren.
Sollten wir innerhalb der Frist von 14 Tagen keinen Zahlungseingang verzeic=
hnen
k=F6nnen, m=FCssten wir die Sache unseren Anw=E4lten =FCbergeben, wodurch I=
hnen weitere Kosten entstehen w=FCrden.
Wir bitten Sie daher im Sinne aller beteiligten Parteien die offenen Posten=
m=F6glichst schnell zu begleichen.

Wir bedanken uns im Vorraus und w=FCnschen eine weiterhin angenehme Zeit au=
f www.po.....de =20

Mit freundlichen Gr=FCssen

=20

liberECO payment solutions GmbH&Co.KG
 

Reducal

Forenveteran
alf01 schrieb:
Wie soll ich darauf reagieren? Bei Libereco Stellung dazu nehmen? Anzeige wegen Betruges erstatten? Oder einfach ignorieren?
Ignorieren wäre eine Möglichkeit, die jedoch ein mulmiges Gefühl hinterlässt. Anzeige bringt Dir nichts, da Du lediglich eine Randfigur in dem Spiel bist - das sollte die Libereco unter Benennung der Verbindungsdaten selbst tun. Anzeige gegen Libereco ist nicht sinnvoll, da die selbst wohl die Geschädigten sind. Bleibt nur eines, was Dir obliegen könnte - einen einfachen Widerspruch schreiben, mit dem Hinweis, dass evtl. Deine Daten (incl. der E-Mailadresse) missbräuchlich verwendet wurden.
 
U

Unregistriert

AW: Libereco-Rechnung

Hallo, mir ist heute dasselbe passiert. Ich habe die Lastschrift sofort zurückrufen lassen. Lastschriften sind i.d.R. nur gegen Unterschrift auszuführen von Seiten der Bank. Ich kann mich nicht daran erinnern, diesen Onabo Leuten eine Unterschrift gegeben zu haben.

Viele Grüße.

vor etwa einer Woche erhielt ich eine Email, in der mir eine Mitgliedschaft für die Seite www.p**en.de bestätigt wurde. Gleichzeitig wurde angekündigt, der Betrag von 4,99 Euro wird durch die Fa. Libereco von meinem Bankkonto abgebucht (die dort teilweise angegebene Bankverbindung ist definitiv nicht meine). Ich war jedoch weder auf dieser Seite, noch habe ich (ich heiße auch nicht W. Mertin) ein Abo abgeschlossen (die in der Email angegebenen Benutzerdaten habe ich auch nicht ausprobiert). Heute kam dann unten angeführte Mahnung, wieder per Email. Wie soll ich darauf reagieren? Bei Libereco Stellung dazu nehmen? Anzeige wegen Betruges erstatten? Oder einfach ignorieren?

Danke schonmal.
 

Reducal

Forenveteran
AW: Libereco-Rechnung

Könntest Du mal mein Posting über deinem lesen, das ist nahezu der selbe Fall. Eine Einzelfallberatung ist nicht statthaft.
 

rolf76

Winkel-Abokat
AW: Libereco-Rechnung

Unregistriert schrieb:
Lastschriften sind i.d.R. nur gegen Unterschrift auszuführen von Seiten der Bank. Ich kann mich nicht daran erinnern, diesen Onabo Leuten eine Unterschrift gegeben zu haben.
Eine Unterschrift ist für den Lastschrifteinzug nicht erforderlich, bei vielen Seiten kann man schlicht seine Bankverbindung eingeben und das Entgelt wird dann abgebucht.

Mir ist aber noch nicht ganz klar, wie das Ganze zusammenhängt:

Im Fall des unregistrierten Posters hat der Anbieter sowohl die Email-Adresse als auch die Bankdaten? Hast Du die Daten in Kombination zuvor schon mal für andere Dienste oder Bestellungen irgendwo eingegeben?

Von Ihnen gewähltes Produkt: Premium Account, 1 Monat Mitgliedschaft =
mit automatischer Wiederholung
1. Wer seine Daten gar nicht eingegeben hat, hat selbst keinen Vertrag geschlossen. Bei einer Anmeldung durch einen Dritten ist man nur dann gebunden, wenn man die Eingabe durch den Dritten vorher oder im Nachhinein genehmigt. Derjenige, bei dem dies der Fall ist, wird sich dann darauf berufen, dass kein wirksamer Vertrag besteht. Die Beweislast für den Vertragsschluss und gegebenenfalls die wirksame Vertretung durch einen Dritten liegt beim Anbieter.

2. Wenn bei Online-Abos abzusehen ist, dass mit dem Anbieter ein Streit über die Frage entstehen wird, ob ein Vertrag zwischen der Person, deren Daten eingegeben wurden, und dem Anbieter zustande gekommen ist, kann man sich überlegen, hilfsweise (und zwar ausdrücklich hilfsweise neben dem Bestreiten eines wirksamen Vertrages) die notwendigen Erklärungen abzugeben, um einen möglicherweise bestehenden Vertrag zu Fall zu bringen. In Betracht können dabei ein Widerruf nach Fernabsatzrecht, die Anfechtung und bei einem Vertrag, der sich von Monat zu Monat verlängert, eine ordentliche Kündigung kommen. Zur Frage der Bindung an Online-Abos siehe Grundlagen zur Bindung an Online-Abos (blaue Schrift anklicken).
 

danielmfg

Frisch registriert
AW: Libereco-Rechnung

Mir ist folgendes widerfahren, ich hatte mich tatsächlich bei p......de angemeldet und bekam irgendwann eine Rechnung, mit der ich nicht einverstanden war – aus Gründen, auf die ich hier sicherheitshalber nicht näher eingehen möchte.

Daraufhin, hatte ich in Anwesenheit von drei Zeugen meine Mitgliedschaft bei dem besagten Portal gekündigt und hatte dies sowohl dem Anwalt als auch dem Betreiber dieses Portals mitgeteilt – ich hatte leider vergessen die Zeugen im Schreiben namentlich zu erwähnen, da ich aufgrund der Unseriosität der gesamten Angelegenheit nur im Notfall auf die drei zurückgreifen wollte. Alle Zeugen können dies also bestätigen, da ich schon mit entsprechendem Ärger gerechnet hatte.

Daraufhin hatte ich trotz meiner Zweifel, ob die völlig überhöhte Rechnung denn nun rechtlich in Ordnung ist, alle Forderungen beglichen, in der trügerischen Hoffnung dadurch endlich meine Ruhe zu haben.

Nun wurde mir allerdings erneut Geld abgebucht und ich habe nicht einmal mehr Zugang zu diesem Portal, ich hatte vor wenigen Minuten einen entsprechenden Versuch gestartet. Selbstverständlich hatte ich LiberECO und das Portal direkt angerufen. Doch die 0900er Nummer des Portals funktionierte nicht (der Service sei noch nicht freigeschaltet) und bei LiberECO wurde sofort abgeblockt, stattdessen verwiesen sie mich auf ihren Kunden und erklärten, dass sie nur Serviceleister seien, was sicherlich auch richtig ist, und dass sich das entsprechende Portal, mit mir in Kontakt setzen würde.

Nun meine Frage: da ich meine Mitgliedschaft schon lange gekündigt habe, sogar Zeugen dafür habe, und ich nun schon mehre Quartale bezahlen musste, obwohl ich kein Mitglied mehr bin und man immer noch Geld von meinem Konto abbucht, ist dies nicht im Grunde sogar [......]?

Da man mir offensichtlich keine andere Möglichkeit lässt, bin ich geradezu gezwungen zu handeln, ansonsten lassen die mich niemals in Frieden. An wen kann ich mich wenden, [....]? Ich will mir dies nicht mehr länger gefallen lassen und bin auch gerne bereit notfalls unter meinem Namen Anzeige zu erstatten. Nur wie geht man in solch einem Fall vor? Als völliger Laie ist man da ein wenig hilflos.

Zwei Editierungen wegen rechtlicher Bedenken. MOD/BR
 

rolf76

Winkel-Abokat
AW: Libereco-Rechnung

Ob hier der Tatbestand des Betrugs oder anderer Straftaten erfüllt ist, hängt insbesondere von den Absichten der "Täter" ab, die wir von hier aus nicht beurteilen können.

Eine Strafanzeige ist kein Hexenwerk. Du solltest Dir aber überlegen, ob eine Anzeige das ist, was Dir jetzt am meisten bringt. Eine Strafanzeige führt jedenfalls nicht dazu, dass keine weiteren Beträge von Dir verlangt werden und bringt Dir in den meisten Fällen auch nicht das bereits abgebuchte Geld zurück.
 

danielmfg

Frisch registriert
AW: Libereco-Rechnung

Welche Möglichkeiten habe ich denn sonst? Es sind kleine Beträge und offensichtlich hoffen die darauf, dass man sie wegen der paar Euro gewähren läßt und das kann und will ich schließlich nicht zulassen. Mir geht es nicht um das Geld, vielmehr ums Prinzip und um meine Ruhe, die sie mir nicht lassen. Ich lass es lieber einmal laut krachen, als dass ich micht mein Leben lang mit diesem [edit] Betreiber herumschlagen muss, ansonsten werde ich die niemals los. Was muss ich also tun um endlich in Ruhe gelassen zu werden? Ich sehe nun mal keine andere Lösung. Ich bin aber offen für entsprechende Vorschläge.

ein Wort editiert modaction
 

rolf76

Winkel-Abokat
AW: Libereco-Rechnung

Wenn es prinzipiell darum geht, irreführende Angebote effektiv zu bekämpfen, ist das Wettbewerbsrecht (UWG) wirksamer und schneller als das Strafrecht. Denn mit Abmahnung und einstweiliger Verfügung kann ein Anbieter erheblich schneller "gestoppt" werden als mit langsamen Ermittlungen und Strafverhandlungen. Siehe dazu Wer verfolgt Verstöße gegen das UWG? (blaue Schrift anklicken)

Nicht jede "Abzocke" ist zugleich eine Straftat. Planmäßige gewerbliche "Abzocke" ist nach meinem Verständnis aber immer wettbewerbsrechtlich unlauter. Wenn bei einer Werbung keine wettbewerbsrechtliche Unlauterkeit vorliegt, dürfte die Werbung kaum als "Abzocke" zu bezeichnen sein.

Gegen die Geltendmachung ungerechtfertiger Ansprüche setzt man sich allgemein am effektivsten mit einer negativen Feststellungsklage zur Wehr, muss hierzu aber Kosten vorschießen, auf denen man möglicherweise sitzen bleibt.
 

danielmfg

Frisch registriert
AW: Libereco-Rechnung

Danke für die schnelle Reaktion. Leider gibt es noch ein weiteres Problem. Die Anschrift des Betreibers hat sich inzwischen geändert. Früher war der Sitz des Betreibers in Berlin, inzwischen in Hongkong. Da könnte die Einreichung einer Klage schwierig werden. Gibt es denn keine Möglichkeit endlich seine Ruhe zu haben? Ein zweites mal kündigen kann ich schließlich nicht mehr, da mein Profil nicht mehr existiert. Wenn ich das Geld rückbuchen lasse, dann erhalte ich wieder ein Schreiben von diesem Inkassounternehmen. Haben die überhaupt eine rechtliche Handhabe mich zu belangen, falls ich den Betrag rückbuchen lasse? Es kann doch nicht sein, dass man sich derartigen Umgang einfach so gefallen lassen muss. Allmählich verliere ich mein Vertrauen in den Rechtstaat. Ich hatte schon einmal klein bei gegeben, doch die jetzige Erfahrung hat mich gelehrt, dass dies wohl ein Fehler war. Ich würde gerne die Konfrontation vermeiden, doch welche Möglichkeit habe ich? Die einzige, die ich sehe ist der Schritt nach vorn, bevor es unlösbar wird.
 

Reducal

Forenveteran
AW: Libereco-Rechnung

...aber doch bitte nicht mittels einer Anzeige (wie Rolf schon mehrfach versucht hatte zu erklären), zumal der Anbieter ja in Asien sein soll.
 

Stalker2002

Frisch registriert
AW: Libereco-Rechnung

danielmfg schrieb:
Wenn ich das Geld rückbuchen lasse, dann erhalte ich wieder ein Schreiben von diesem Inkassounternehmen.
Ein Schreiben vom Inkassounternehmen ist in diesem Fall lediglich bedrucktes Papier, mit dem man bequem die Biomülltonne vor dem befüllen auslegen kann.
Schade um den Baum, der dafür sterben musste...

danielmfg schrieb:
Haben die überhaupt eine rechtliche Handhabe mich zu belangen, falls ich den Betrag rückbuchen lasse?
Die könnten rein theoretisch einen Prozess anstreben, was mit hoher Warscheinlichkeit aber nicht passieren wird. Üblicherweise scheuen sich diese Anbieter davor, ihr "Geschäftsmodell" vor einem Richter erläutern zu müssen...;)

danielmfg schrieb:
Es kann doch nicht sein, dass man sich derartigen Umgang einfach so gefallen lassen muss.
Muß man nicht, sofern man sich - wie Rolf76 schon anmerkte - eine Negative-Feststellungsklage leisten kann.

Interessant wäre es da, wenn man mal erörtern würde, ob auch mit einer negative Feststellungsklage gegen das (zwangsläufig in DE vertretene) Inkassounternehmen, die mangelnde Berechtigung der Forderung endgültig festgestellt werden kann, oder ob das Spiel dann ganz legal mit einem anderen Inkassodienst weitergeführt werden darf.

MfG
L.
 

drboe

Mitglied
AW: Libereco-Rechnung

danielmfg schrieb:
Wenn ich das Geld rückbuchen lasse, dann erhalte ich wieder ein Schreiben von diesem Inkassounternehmen.
Findest Du es verglichen mit einem Drohschreiben des Inkassobüros erträglicher, wenn Monat für Monat unberechtigt Geld abgebucht wird? Ich nicht.

danielmfg schrieb:
Haben die überhaupt eine rechtliche Handhabe mich zu belangen, falls ich den Betrag rückbuchen lasse? Es kann doch nicht sein, dass man sich derartigen Umgang einfach so gefallen lassen muss.
Wer sagt denn, das man sich das gefallen lassen muss? Unberechtigte Lastschriften kann und soll man natürlich zurückgeben. Daran ist doch kein Gedanke von "sich gefallen lassen". Und was heisst denn "belangen"? Die können fordern. Erhalten sie das, was sie fordern (Geld) nicht, so steht denen natürlich der Klageweg offen. Ob sie den beschreiten würden und welche Aussichten das in dem Fall für die Beteiligten ggf. hätte, kann hier nicht entschieden werden.

M. Boettcher
 

danielmfg

Frisch registriert
AW: Libereco-Rechnung

Vielen lieben Dank nochmals, ich habe gerade eine Mail erhalten, in der mir versichert wurde, dass mir mein Geld zurückgebucht wird. Das Abbuchungsunternehmen hat das Portal kontaktiert und angeblich hätte ich mein Profil damals nur gelöscht und nicht gekündigt. Wieder mal eine juristische Unkenntnis, die mich schon beim letzten mal einige Euros und Nerven gekostet haben. Wie kündigt man ein derartiges Profil, denn eine entsprechende Möglichkeit ist mir auf diesem Portal nicht bekannt? Muss man dies eventuell schriftlich tun? Das sind genau die Dinge, die man mittels solcher Foren den Leuten erklären kann, damit solche Fehler anderen Unwissenden nicht widerfahren.
 

ein-pxxxx-de-kunde

Frisch registriert
AW: Libereco-Rechnung

Ich bin selber Kunde bei jenem P****.de, und halte die Leute für seriös.

Wenn unerwartet Rechnungen eingehen, ohne dass der Inhaber der E-Mail-Adresse je auf der Seite war:

Mag ja sein. Aber dann hat jemand anderes Zugriff auf die E-Mail-Adresse gehabt. Man kann dort keinen Account einrichten, ohne einen per E-Mail zugesendeten Aktivierungscode für die Freischaltung zu verwenden.

Aus Sicht des Betreibers hat definitiv der Inhaber der E-Mail-Adresse (bei der auch die Rechnung von Libereco landet) zunächst einen kostenfreien Standard-Account bei p****.de eingerichtet.

Der Account-Inhaber hat (evtl. unter Angabe falscher Daten) danach eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft abgeschlossen. Ich habe nicht die geringste Ahnung, ob in dieser Konstellation (bei falsch angegebenen persönlichen Daten) sogar eine Betrugs-Klage des Webseiten-Betreibers gegen den Inhaber der E-Mail-Adresse in Frage kommt.

Ich würde mich per E-Mail an diese Seite wenden, und eine direkte Klärung suchen. Eine Ansprechadresse ist in der E-Mail von Libereco genannt.

Eine andere Variante: Einen weiteren (kostenfreien) Account bei der Seite einrichten, und die Sache im dortigen Forum (im Support-Bereich) öffentlich unter den Augen der restlichen Mitglieder auf den Tisch legen.
 

Der Jurist

Teammitglied
AW: Libereco-Rechnung

ein-pxxxx-de-kunde schrieb:
....
Ich habe nicht die geringste Ahnung, ob in dieser Konstellation (bei falsch angegebenen persönlichen Daten) sogar eine Betrugs-Klage des Webseiten-Betreibers gegen den Inhaber der E-Mail-Adresse in Frage kommt. ....
Wenn eine E-Mail-Adresse missbraucht wurde, dann muss der Inhaber nicht fürchten wegen Betrugs belangt zu werden. Das ist abwegig.

Zur Verdeutlichung Carl.Napf(at)provider.de lautet die Adresse. Durch Austesten wurde das Passwort gefunden, weil es der Vorname der Tochter ist - was es immer noch geben soll.

Franz Topf hat das herausbekommen und meldet sich unter Carl Napf an.
Dann bekommt Topf Probleme, wenn man ihn erwischt.
Napf hat möglicherweise ein Problem mit den Nachweis, dass es ein anderer war.
Aber solche Argumentationen gab es früher bei den Dialer auch, etwa weil behauptet wurde, dass sie sich niemals automatisch einwählen usw.
Bei den E-Mail-Adressen ist etwa auch an Phishing-Seiten/Man-in-the-middle-Seiten oder ähnliches zu denken. Technisch machbar sind solche Sachen.
Ich denke, da muss ein Provider schon ganz gute Belege haben, um aus E-Mail-Adressen selbst mit Bestätigungs-Mails Verträge ableiten zukönnen.
 

danielmfg

Frisch registriert
AW: Libereco-Rechnung

Juristisch kenne ich mich überhaupt nicht aus, ich kann an dieser Stelle nur meine eigenen Erfahrungen einbringen. Ich persönlich konnte nach einer zweiten Auseinandersetzung mit einer mir ungerechtfertigt erscheinen Rechnung mit einem einzigen Anruf bei LiberECO und einem vernünftigen Gespräch recht schnell einen Erfolg verbuchen.
Vielleicht solltest du dich erst einmal mit ihnen in Verbindung setzen. Sobald das Inkassounternehmen eingeschaltet ist, ändert sich automatisch der Ansprechpartner und bei denen bin ich auf Granit gestoßen, teilweise konnte man mich nicht weiter vermitteln, aus technischen Gründen, oder niemand war zuständig oder ich und meine Schreiben (trotz Einschreiben mit Rückschein) wurden ignoriert usw. Das war ein ziemlicher Nervenkrieg, da man sich, selbst wenn man im Recht ist, dennoch Gedanken über mögliche Konsequenzen macht. Der Glauben an den Rechtstaat ist zwar groß, aber ein gewisser Restzweifel besteht immer.

LiberECO hatte sich innerhalb weniger Stunden darum gekümmert. In meinem Fall war die Situation schließlich eine andere, eigentlich sogar wesentlich aussichtsloser als deine, ich hatte ja wirklich eine kostenpflichtige Mitgliedschaft erworben, nur ging es darum, ob ich meine Mitgliedschaft gekündigt hatte oder nicht, glücklicherweise hatte ich hierfür Zeugen. Man hatte mir übrigens tatsächlich mein Geld zurückerstattet, zumindest die zweite Summe, das Geld, das ich bedauerlicherweise freiwillig überwiesen hatte um meine Ruhe zu haben, ist wohl für immer weg. Seitdem bin ich zwar immer noch nicht begeistert von diesem Portal, und ich werde gewiss nie wieder dort aktiv und erst recht nie wieder irgendwo eine kostenpflichtige Mitgliedschaft erwerben, doch ich bin in meinem Groll auch etwas verunsichert.

Was ich aber immer noch nicht in Erfahrung bringen konnte, das ist, wie man solch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft juristisch einwandfrei kündigt. Ich hatte lediglich ein entsprechendes Banner angeklickt und dachte damit wäre die Angelegenheit erledigt. Meine Folgerung, ohne Profil - die Mitgliedschaft war Profilbezogen - keine Mitgliedschaft, erwies sich anscheinend, vielleicht aber auch nur scheinbar als falsch. Das würde mich dennoch sehr interessieren. Mich hat der Spaß letztendlich fast 50 Euro gekostet, weil ich niemals in Verzug gesetzt wurde und sämtliche Mahnungen vermutlich in meinem Spamordner gelandet waren und ich überhaupt nichts von meiner Verbindlichkeit erfahren hatte, ich weiß immer noch nicht was da genau geschehen war. Erst das Schreiben des Inkassounternehmens hatte mich eines Besseren belehrt. Das von denen beauftrage Inkassounternehmen erwies sich als sehr hartnäckig, trotz der sich ähnelnden und niemals unterschriebenen Standardschreiben, doch fühlt man sich nach Erhalt eines solchen immer in Zugzwang, was ziemlich belastend ist und vermutlich auch deren Masche.
 

Radolph

Frisch registriert
AW: Libereco-Rechnung

Nachdem google uns auf diese Seite gebracht hat, mussten wir uns doch mal die Beiträge hier durchlesen.
Auch wir sind Kunden bei p[...] und sind alles andere als zufrieden. Wir sind mittlerweile sogar so unzufrieden, daß wir unseren Unmut an die Polizei zwecks Anzeige wegen Betruges abgegeben haben.
Auch wenn die Firma im Ausland ist, ist für uns der rechtliche Ansprechpartner der Admin-C der Domain derjenige der für den Betrug haftet. Der Admin-C wohnt dummerweise in Bielefeld und ist gleichzeitig einer der Inhaber von Ideawise. Ist also nichts mit Problemen, weil angeblich ausländische Firma. :sun:

[Versteckte kommerzielle Verlinkung gelöscht - bitte NUBs beachten!] - modaction.sep
 

CARDIFF

Frisch registriert
AW: Libereco-Rechnung

Kann mit jemand sagen, durch welche Rechtsanwälte die Firmen "Ideawise Limited", "Libereco" oder "poppen.de" sich üblicherweise vertreten lassen, wenn es einmal zum Rechtsstreit kommt?
 
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