WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

Dieses Thema im Forum "Firewalls und Netzwerke (WAN/LAN/WLAN)" wurde erstellt von jupp11, 2 Oktober 2006.

  1. Heiko

    Heiko root Team-Mitglied

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Schon klar, ich wollte das aber nicht so unkommentiert stehen lassen. Nicht alle lesen auch den Artikel.
  2. Kai Wagner

    Kai Wagner Guest

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Hallo,

    wie sieht eigentlich die Rechtslage aus, wenn z.B. der 60 jährige Rentner nur eine WEP-Verschlüsselung (Hardware unterstützt kein WPA / kein Geld für neuen AP / Unwissenheit) eingerichtet hat, die Verschlüsselung geknackt wird und im Anschluss Straftaten verübt werden?

    Danke und Gruß,

    Kai
  3. Reducal

    Reducal Fraud-Analyst

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    ...zuerst mal schlecht für den Anschlussinhaber, da man mit der IP nur ihn ermitteln kann, der Sachverhalt aber noch längst nicht geklärt ist. Also versuchen Strafverfolger be- und entlastendes Material zu sammeln, wozu auch die Sicherstellung des/der Computer und des Verbindungsgerätes von dem Anschlussinhaber gehören kann. Wenn eine Verschlüsselung drauf ist (egal ob WEP, WAP oder WAP2), dann richtet sich der erste Anschein auch weiter gegen den Anschlussinhaber und die Behauptung, dass die Verschlüsselung geknackt worden sei, stellt sich zumeist als Schutzbeahuptung heraus. Aber sowohl gegen den Anschlussinhaber als auch für ihn, muss gerichtsverwertbar bewiesen werden, was Sache ist.

    Zivil, also z. B. bei illegalem Fliesharing, bei dem der Anschluss des Inhabers genutzt wurde, sehen die forderungsstellenden Sozietäten nicht selten eine Mitstörerhaftung des Anschlussinhabers, welcher aber das LG Mannheim z. B. bereits widersprochen hat. Auch hier kann nicht der erste Anschein zu einer Belastung eines (nahezu) unbeteiligten führen, wohin gegen den eigentlichen Verursacher kein Kraut gewachsen ist.

    Die auf das Verbindungsgerät zugreifende MAC-Adresse des tatsächlichen Nutzers muss einem Gerät zuzuweisen sein. Wenn der "Nachbar" aber unbekannt ist, steht es in keinem Verhältnis, alle Nutzer in der Gegend um den Anschlussinhaber irgendwelchen Maßnahmen zu unterwerfen - das wird auch niemals gemacht, es sei denn es geht um die innere Sicherheit oder Kapitaldelikte.
  4. eicher

    eicher Frisch registriert

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    mhh, irgendwie ging jetzt nicht für mich heraus ob es nun illegal ist wenn man über ein offenes Wlan netz surft das keinerlei verschlüsselung hat?
    Im moment haben wir seit 1 woche kein Internet aber ich habe ein Wlan-Netz gefunden das keine verschlüsselung hat (worüber ich auch diese nachricht geschrieben habe), habe ich mich bereits jetzt schon strafbar gemacht?

    danke für die antwort, per email wäre sehr gut

    mfg
    eicher
  5. johinos

    johinos Mitglied

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Strafbar sein könnte das Ganze höchstens wegen Computerbetruges, wenn dem rechtmäßigen Nutzer dadurch erhöhte Kosten entstehen, er also keine Flatrate sondern Zeit- oder Volumentarif hat. Andere Straftaten kommen nicht in Frage.

    Die herrschende Meinung sieht allerdings keine Strafbarkeit, wenn ein ungesichertes WLAN genutzt wird, z. B.:
    http://mediendelikte.de/phaenomene.htm
  6. Reducal

    Reducal Fraud-Analyst

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer


    Was soll die Fragerei? Zu 1. ist Computerbetrug, wie Johinos schon bemerkte und zu 2. ist wahrscheinlich nix, wenn Flat. Dabei ist zu beachten, dass jede Art der Fremdnutzung auch einen strafbaren Tatbestand in sich bürgen könnte, insbesondere dann, wenn einer strafbare Handlungen über den Zugang vollzieht.
  7. webwatcher

    webwatcher Forenveteran

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,497684,00.html
    http://dip.bundestag.de/btd/16/061/1606117.pdf
    bin erstmal sprachlos...
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,496623,00.html
  8. Wembley

    Wembley Tyrolean

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Ja, es gab auch einmal so einen Fall in einem Tiroler Dorf. Kaum wurde ein Handymasten aufgestellt, kriegten manche Nachbarn schon alle möglichen Zustände. Nur: Der Handymasten war noch gar nicht aktiviert............

    Gruß
    Wembley
  9. johinos

    johinos Mitglied

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Eine Binsenweisheit. Wird weder Verbraucher noch Hersteller beeindrucken, ähnlich wie die Aufforderung zum Nichtrauchen oder weniger Auto zu fahren. Blick in die Werbung: Kabelgebundene Telefone sind so ziemlich die Ausnahme.

    Die Empfehlung hört sich eher wie eine politisch korrekte Antwort an: Ich nehme Dich (grüner) Fragesteller ernst, aber sonst keine tatsächliche Relevanz.
  10. jupp11

    jupp11 Sehr aktiv

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Und eben im Supermarkt/PC-Shop: Funk-Tastatur, Funk-Maus, Funk-Türklingel,
    Funk-Toröffner und, und, und....
  11. webwatcher

    webwatcher Forenveteran

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    eben in ARD EinsExtra genau dasselbe. Kaum war der Mast aufgebaut, bekamen
    Anwohner unerträgliche Kopfschmerzen. Die Anlage war noch gar nicht eingeschaltet...
    http://www.ard-digital.de/programmvorschau/sendung.php?eventID=88942606
    Rational läßt sich nicht argumentieren. Hysterische Angst ist immer irrational.
  12. A John

    A John Frisch registriert

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    In Sachen WLAN geht es der Regierung offensichtlich nicht um die Strahlenbelastung oder gesundheitliche Belastung.
    Nach dem Motto, "was nicht kontrollierbar ist wird verboten", arbeiten die IMO auf ein Verbot öffentlicher WLANs hin. Vielleicht gibt es ja tatsächlich jemand in dem Haufen, der einen IQ über Zimmertemperatur hat.
    Der hat es u.U begriffen, dass man über öffentliche (offene) WLANS z.B. auch Anschlags- und Bombenbaupläne verschicken kann.
  13. drboe

    drboe Mitglied

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Ich verstehe nicht, worauf Du hinaus willst. Auf eine unnötige, weil vermeidbare Strahlenbelastung mit den Worten hinzuweisen: Die Bundesregierung empfiehlt allgemein, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten, d. h. herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen, wenn auf den Einsatz von funkgestützten Lösungen verzichtet werden kann." ist ja inhaltlich wohl nicht zu kritisieren. Der Rat lautet doch schlicht: ein Ethernetkabel ist nicht nur billiger als ein WLAN-Router, es führt auch zu einer geringeren Belastung. Das ist wahr, völlig unabhängig davon, ob man diese Belastung für gesundheitsgefährlich hält oder nicht.

    Ganz im Gegensatz zu Deinen Überlegungen zielt die Regierungsaussage/Empfehlung m. E. gar nicht auf öffentliche WLANs, denen man mit einer anderen Lizenzpolitik locker zu Leibe rücken könnte, wenn man es denn wollte, sondern auf private Anwender. Dass es daneben Mobilfunksysteme gibt, bei denen man vor dem flächendeckenden Ausbau niemals entsprechende Überlegungen angestellt hat, ist daher m. E. wesentlich stärker angreifbar. Dass die Debatte darum nicht immer mit Fakten geführt wird, kann man m. E. sowohl denen nachsagen, die eine Gefahr für ihre Gesundheit sehen, als auch denen, die solche völlig ausschliessen. Schließlich geht es um massive wirtschaftliche Interessen. Beispiele, wo eben dies zur Unterdrückung unbequemer Wahrheiten führt, gibt es wahrlich genug. Und das ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die in jeder Antenne einen direkten Angriff auf ihre Gesundheit sehen (wollen). Der Spiegel nennt diese "Elektrosmog-Sensiblen" ängstlich. U. U. sind die, die es besser wissen könnten, aber weniger wissenschaftlich, dafür um so mehr käuflich. Wer will das entscheiden?

    M. Boettcher
  14. Reinhard

    Reinhard Foren-Poet

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Im übrigen kann man ja selber die Strahlung gering halten indem man WLAN-Karten mit externer Antenne benutzt (statt USB-WLAN-Sticks) und die Sendeleistung von Router und Karten auf ein Minimum reduziert.
  15. Reducal

    Reducal Fraud-Analyst

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    ...könnte den Nachteil haben, dass ab und an kein Empfang ist, wenn mal einer durchs Zimmer geht.
  16. Reinhard

    Reinhard Foren-Poet

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Richtig.
    Deshalb habe ich die Leistung auch schrittweise nur soweit reduziert, dass die Verbindung dabei auch stabil blieb. Mit der Signalstärkeanzeige im Netzwerkstatus läßt sich das auch ganz gut verfolgen.
  17. Captain Picard

    Captain Picard Commander

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/95956
  18. Obi-Wan

    Obi-Wan Frisch registriert

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Ich hätte da gerne mal einen kleinen Rat - mit wLans kenne ich mich nicht ganz so aus.

    Wie kann ich mein WLan noch besser schützen als im Moment? - Sofern das überhaupt geht.

    Momentan ist das WLan so geschützt:

    - WPA2 AES
    - 21 stelliger WLAN Schlüssel bestehend aus Klein/Großbuchstaben Sonderzeichen und Zahlen
    - SSID wird nicht übertragen
    - Sperre für Mac-Adresse

    Wer die Ironie findet, darf sie Behalten *g
  19. Reducal

    Reducal Fraud-Analyst

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Vor wem und vor was? Scheint mir, dass du mit deinen Einstellungen bereits hinreichend vor den üblichen Gefahren der Fremdnutzung deiner Verbindung geschützt bist.
  20. saarschwenker

    saarschwenker Frisch registriert

    AW: WLAN-Funknetz: Einfallstor für Trittbrettsurfer

    Stimmt, so ists doch gut geschützt...ich fahre übrigens mit auto und laptop rum und mache personen und firmen auf solche lücken aufmerksam. bei bedarf schließe ich diese lücken, nein nicht gegen geld für mich....ich sammele spenden für eine KiTa die kein dsl bekommen können (keine freien ports mehr) aber ein nachbar würde sein wlan teilen...dazu möchte ich eine richtfunk wlan strecke aufbauen, aber die hardware ist für die kita zu teuer...so mache ich mein hobby, das wardriven zu spenden für die kita...:-D

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