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Neue Kundschaft - der Lyriker-Thread

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Reinhard, 5 März 2004.

  1. Hippo

    Hippo Moderator Mitarbeiter

    Sowas fällt beim Verlinken aus dem Ausland gar nicht auf
     
  2. Reinhard

    Reinhard Foren-Poet

    keinen titel keine grossbuchstaben keine satzzeichen macht euch selber einen reim drauf


    da war die firma urwald & complizen
    die die auswahl diverser miezen
    auf wenige beschränkte
    und mahnschreibend sogleich bedrängte

    denn diese hätten das war nicht banal
    von diesem schweinigen Kanal
    uploads getätigt aus der roten röhre
    was sich nun wirklich nicht gehöre

    die folge war wie oben angedeutet
    dass es im klingelbeutel läutet
    jedoch nicht im portmonee der miezen
    nein nur bei urwald & complizen

    wobei ich jetzt danebengriff
    da gibts ja auch noch die archiff
    die ja die rechte inne hatten
    in bergen hoher almöhimatten

    die schleppten erst ischs eh a gfrett
    den krempel dann durchs internet
    um dann mit gladII rumzueiern
    jawohl man glaubt uns kommt zum feiern

    in köln kam feiern wohl abhanden
    anscheinend hat niemand nicht verstanden
    es gibt portale ohne doppelloch
    und da dran kaun sie immernoch

    nun ich könnt den geschmack verstärken
    und süffisant bemerken
    das doppelt lesen nichts zum schlechten hat
    schon gar nicht wenn man man auch zu rechten hat
     
    Aka-Aka und BenTigger gefällt das.
  3. Reinhard

    Reinhard Foren-Poet

    Prost Neujahr!

    Dumpf erklingt der zwölfte Ton
    von der Kirchenglocke.
    Raketenwerfer gehen schon
    zündelnd in die Hocke.

    Draußen kracht es, pfeifts und zischt,
    neblig stinkt der Pulverdampf.
    Böller, Knallfrosch, Funkengischt:
    Wir verzichten auf den Krampf!

    Denn drin lässt Mutti einen krachen,
    Väterchen muß herzlich lachen:
    So kann man auch ohne Böllersachen
    Neujahrs schon eine Freude machen.
     
    Heiko und Aka-Aka gefällt das.
  4. Reinhard

    Reinhard Foren-Poet

    Kehrreim

    Wollte neulich ein Buch lesen,
    ist aber staubig gewesen.
    Erst nach fegen und putzen
    konnt's ich dann benutzen.

    ;·)
     
  5. Avor

    Avor Foren-Poet

    Kochkunst im Fernsehen

    Ist´s ein Trick oder ist es Wirklichkeit,
    Im Vollbild sieht man einen Elefantenrüssel,
    den der Fernsehkoch mit einem Beil entzweit
    und ihn dann stopft in eine Schüssel.
    Tausend Köstlichkeiten hat er angeschleppt
    für beste Fernsehunterhaltung.
    Er will kreieren ein neues Rezept.
    Das bringt Quoten und Rekord -Einschaltung.

    Eingeweiht wird auch die neue Fernsehküche,
    genehmigt und geprüft vom Fernsehrat.
    zur Grundversorgung für TV-Gerüche.
    Der Meister schreitet schnell zur Tat.
    Der Rüssel in der Schüssel brutzelt.
    Einen Truthahn hat der Koch am Wickel
    und ein Täubchen das schon leicht verhutzelt
    und obendrauf ein Feldkarnickel.

    Verdünntes Leinöl, Zimt und Majoran,
    Roter Essig und grüne Tomaten,
    Kakaobutter , Salz und Lerbertran,
    kommen gut gerührt zum Braten.
    Eine Flasche echten Curacao
    mit selbstgebranntem Korn verbessert
    gießt er über drei Forellen Blau,
    in der Sonne abgehängt und gut gewässert.

    Oben das Täubchen, frei von Salmonellen.
    Daneben der Hecht und die blauen Forellen.
    Fertig ist das Werk, Die Zutaten gibt’s bei Aldi billig.
    Für einen Armeleute-Haushalt noch erschwinglich.
    Nur die Elefanten sind teuer und nicht immer willig,
    die Rüssel zu opfern, die unwiederbringlich.

    Das kulinarische Meisterwerk von edlem Duft
    wird einem Altenheim zur Spende gemacht.
    Die geborgte Schüssel wird getrocknet an der Luft
    und dem ZDF wieder zurück gebracht.
    Morgen kommt die nächste Sendung mit Kochen.
    Die Rezepte sind bei der ARD streng geheim .
    Auf das Copyright könnten die vom ZDF pochen.
    "Wir gehen denen doch nicht auf den Leim!"

    Am nächsten Tag kommt im ZDF eine Sonderbericht:
    “Im Altenheim sind einige Bewohner gestorben”
    Dann verkündet der Sprecher mit ernstem Gesicht:
    “Sie aßen Gammelfleisch, das war schon verdorben.
    “Dieses Fleischgericht wurde von der ARD kreiert
    von einem der diensthabenden Fernsehköche gekocht.“
    Die ARD fühlte sich durch diese Meldung brüskiert
    und hat auf Gegendarstellung gepocht.

    Die Sache ging bis vor´s Bundesverfassungsgericht
    Die ARD bekam in allen Instanzen recht:
    die ZDF- Schüssel entsprach der EU-Norm nicht.
    Sie war verdreckt und angerostet, das Fleisch wurde schlecht.
    Dem Eigentümer obliegt die Sauberkeitsspflicht!

    Heute ist wieder quotenträchtige Kochsendezeit.
    Die Herdplatten sind heiß, zur Sendung bereit.
    Der Fernsehrat hat dem Kauf einer eigenen Schüssel zugestimmt,
    damit die beliebte Sendung jetzt ein besseres Ende nimmt.
    Zu Beginn wird eine Stellungnahme vom Intendanten gesendet
    :„Speisen werden nicht mehr an Altenheime gespendet.
    Sie werden künftig an unsere Mitarbeiter verteilt!“
    Grüetsi der Chefkoch kommt fröhlich zur Küche geeilt,



    Wohl bekomms!

    Avor
     
    Heiko, BenTigger und jupp11 gefällt das.
  6. jupp11

    jupp11 Sehr aktiv

    Schön nach fast einem Jahr wieder von dir unterhaltsames zu lesen :)
     
  7. Avor

    Avor Foren-Poet

    Eine wahre Geschichte

    In einer Klinik bin ich gewesen,
    in der Spezial-Abteilung für Chinesen
    Auch Typen, deren Augen nicht mehr offen
    könnten bald auf Klarsicht hoffen.
    Auch ich sollte Lust bekommen ,
    Und seh´n nicht mehr verschwommen,
    Offene Augen in allen Lebenslagen,
    Dafür wollte man das Wagnis wagen.

    Auf eine Pritsche wurde ich gebunden,
    zu klein für mich, hab´ ich empfunden.
    Grün verhüllte Schwestern mich versorgten
    und eine Flasche Alkohol entkorkten.
    Sie ließen mich davon nicht trinken
    um ins Vergessen zu versinken.
    Alkohol gibt´s nur zum Händewaschen
    Nicht ein Schlückchen durfte ich erhaschen.

    Mit Laken haben sie mich abgedeckt.
    Mit Riemen festgezurrt, was mich erschreckt.
    Auf den Kopf bekam ich eine grüne Kappe.
    Ich solle halten brav die Klappe.
    So lag ich sprachlos eine halbe Stunde
    Das Gesicht bedeckt - aus welchem Grunde?
    Eine Stimme fragte dumm:
    „Warum liegen sie so krumm herum?“

    Gut beobachtet, doch idiotisch ist die Frage.
    Erkennt denn niemand meine Lage?
    Auf diesem Bügelbrett bei meiner Überlänge?
    Gerade liegen? Glaubt ihr wirklich, das gelänge?
    „Wie lange soll noch dauern die Tortur?
    „Wir müssen noch warten bis zehn Uhr.
    Der Chef ist mit der Visite noch zugange.“
    „Lasst mich hier runter, das dauert mir zu lange!“

    „Mein Rücken schmerzt, ich bin schon ganz benommen.
    „Eine Spritze gegen Schmerzen werden sie bekommen!
    Auch bei Kassenpatienten machen wir´s gewöhnlich,
    den Rest macht der Chef dann höchst persönlich.“
    Eine zweite Pritsche wird heran geschoben
    von einem Hiwi, einem groben großen
    Eine Gestalt darauf, auch grün verhüllt,
    Ganz still, auch zum Sprechen nicht gewillt.

    Dafür höre ich im Düstern
    Zwei Schwestern leise flüstern:
    Der Herr hier ist die Nummer sieben.“
    Die Dame ist als Achte eingeschrieben.“
    Eine Dame?! - Ein Gespräch will ich beginnen,
    wie fängt man an - ich muss mich noch besinnen.
    Dann sagt sie ungefragt: „Ich komme aus Wien,
    Ist das hier die Gerichtsmedizin?“

    „Gute Frage, wenn Sie es so empfinden,
    schlimner kann man dort die Toten auch nicht schinden.“
    Ein Ruck - meine Pritsche macht eine harte Wende
    und das Gespräch war hiermit schon zu Ende.
    Ein gleisendes Licht kann ich durch das Tuch erkennen
    Das meine Augen bedeckt, damit sie nicht brennen.
    „Bin ich tot und werde ich jetzt obduziert?“
    Nein. Erst wird ihr Allgemeinbefinden observiert.

    „Allgemeinbefinden? Das ist schlecht im Rücken.
    Auf diesem Folterbrett wird die Obduktion nicht glücken.“
    Eine männliche Stimme höre ich: „Ihr Herz ist zu schnell
    Das ist wohl die Angst vor den Schwestern gell?
    Es war der Professor, der musste noch lästern:
    „Auch ich habe Angst vor den grausamen Schwestern!
    Jetzt heize ich auf mein Elektromesser,
    Wenn es glüht, dann schneidet es besser.“

    Die kleinen Piekser im Auge nahm ich in Kauf
    Wenn nur mein Rücken bleibt noch wohlauf.
    Es roch bald nach verbranntem Braten
    Ich sah nichts, nur ich hörte, was die taten.
    Schlimme Geräusche, für mich viele Stunden,
    bis endlich vernäht wurden die Wunden,
    waren meine Augen ganz weit offen,.
    Ich kann wieder sehen, das lässt hoffen.

    Doch das Bild hat sich zum Schlimmen gewandelt,
    Krumm der Rücken, das Gesicht verschandelt.
    Blau geschwollen, es ist eine Schande!
    Was hat aus mir gemacht diese Bande?
    Mein Spiegelbild lässt mich erschauern,
    Es würde noch mindestens drei Monate dauern.
    So lange bin ich jetzt auf Krankenschein
    ein Monster von Herrn Frankenstein?


    Schönen Feierabend!

    Avor
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 März 2014
    BenTigger und Heiko gefällt das.
  8. BenTigger

    BenTigger Happy-Tigger Mitarbeiter

    Hui wie grauselig.
    Aber du bist entronnen,
    der Gerichtsmedizin
    und uns wieder wohlgesonnen

    Mist, was reimt sich auf Gerichtsmedizin?

    Avor, du kannst es einfach besser ;)

    Gute Besserung, falls es noch angebracht ist...
     
  9. Avor

    Avor Foren-Poet

    Beobachtung im Garten

    Unsere Katze fühlt sich ungesund,
    wenn sich ihr nähert Nachbars Hund.
    Der fragt: „Warum machtst du, blöde Katze
    immer wenn ich komme eine Fratze?

    Die Mieze gibs ihm gleich zu seiner Klarheit
    und sagt dem Köter unverblümt die Wahrheit,
    was ihr bereitet Abscheu und Verdruss,
    was der Hund nun endlich wissen muss:

    Du bist ein Schwein und stinkst zum Himmel,
    die Genitalien sind überzogen mit Schimmel,
    dein Fell ist ungepflegt und voller Läuse.
    PfuiTeufel! - Ich hätte doch viel lieber Mäuse.


    Ich nicht!

    Gruß Avor
     
    jupp11 und BenTigger gefällt das.
  10. Avor

    Avor Foren-Poet

    Freizeit


    Auf einer Wiese an der Wolga
    sitzt meine allerliebste Freundin Olga
    und lässt im Wasser ihre Füße baumeln
    was mitunter Fische bringt zumTaumeln,
    wenn sie angeheitert ist vom Schnaps und Wein,
    das könnte sie auch hier bei mir am Rhein.



    Ehrlichkeit


    Kinder haben meistens gute Augen
    die bei uns Alten leider nichts mehr taugen.
    D´rum finden sie auch manch verlorenen Zaster
    weil sie noch klein und näher sind am Plaster.
    Meist ist es Geld, , das ungewollt zu Boden fiel
    und nun im Rinnstein liegt mit unbekanntem Ziel.
    Die Kleinen bringen ehrlich es zum Fundbüro,
    der Finderlohn macht auch die Eltern froh.



    Einen schönen Sonntag

    wünscht Avor
     
    Heiko und jupp11 gefällt das.
  11. Reinhard

    Reinhard Foren-Poet

    Vorwort:
    Der eine oder andere hier kennt wahrscheinlich das Forum von heise.de. Die dortigen Diskusionen sind oft sehr trollig, selten lustig und noch weniger erhellend. Der Verstand scheint meist links oder rechts, oberhalb oder unterhalb des Tisches im PC zu stecken, aber selten direkt vorm Bildschirm.
    Und darum geht's im nachfolgenden Gedicht.


    Heiseforum


    Dies Forum ist des Wahnsinns Beute,
    hier treffen sich all jene Leute,
    die oft nichtssagend es geruhn
    sich beitragsfüllend kund zu tun.

    Wie hält man User hier auf Trab?
    Man schweift einfach vom Thema ab!
    Wer von nichts weiß, kann von nichts wissen.
    Wer Unsinn schreibt wird halt verrissen.

    VT, ja das kommt immer gut,
    vorm Bildschirm sitzt der Aluhut,
    der weiß, wie aus dem eignen Mist
    noch Dümmeres zu basteln ist.

    Von viertel bis zu ganz OT:
    "Ich hab da ein Problem, oweh!
    Ich bin da irgendwie in Not."
    Die Ahnungslosen geben rot.

    Wenn argumentiv sonst gar nichts bleibt
    dann schreibt man, wie man's richtig schreibt,
    wie's bitte richtiger sein sollte
    und wie man's gerne mögen wollte.

    Und steht da "Stundenkilometer"
    im Artikel, gleich gibts Gezeter,
    wobei der Obernormlehrer beweist,
    dass laut SI das anders heißt.

    Oder den Stil - oder auch keinen
    man ist sich da nicht ganz im Reinen,
    welcher denn falsch oder gar richtig.
    Egal - Hauptsache man wird "wichtig".

    So macht sich mancher selbst zum Affen.
    Ich werde das wohl auch noch schaffen.
    Nicht mit Kritik - nein, nein - mitnichten:
    Ich tu das lieber mit Gedichten.

    Reinhard
     
    sascha, Heiko und jupp11 gefällt das.
  12. Avor

    Avor Foren-Poet

    Ein Heiliger Abend aus dem prallen Leben

    Das Radio ist aus,
    die Musik war ein Graus.
    Im Fernsehen kommt immerfort
    der Film vom kleinen Lord.
    Weihnachtslieder selten kommen,
    die in uns’rer Sprache aufgenommen.
    Man sagt, die sei nicht fein,
    in Englisch muss es sein!

    Der Weihnachtsbaum ist aufgebaut.
    Die Weihnachtsgans wird aufgetaut.
    Der Enkel hat die Kerzen angezündelt,
    die Enkelin mit dem Hund gehündelt.
    Mutter und Vater teilen Geschenke aus.
    Nach verbranntem Plastik riecht’s im Haus.
    Der Tannenbaum, in Fernost handgemadet.
    Nur die Kerzen sind echt, das hat geschadet.

    Das Hündchen ist geflüchtet,
    der Baum ist gelöscht und wieder hergerichtet.
    Die Oma auf dem Sofa röchelt,
    in der Ecke auch der Opa schwächelt,
    er ist heute nicht korrekt rasiert,
    weil die Grippe hier zurzeit grassiert,
    was die Oma auch zutiefst erregt,
    auch sie wirkt heute ungepflegt.

    Der Enkel spielt auf seiner Schülergeige:
    „Oh Tannenbaum, wie grün sind deine Plastikzweige“.
    Dann spielt er auch noch „Stille Nacht“.
    Die Oma sagt: „Das hast du gut gemacht!“
    Dann erfüllt sich Opa seinen Weihnachtswunsch,
    nachdem er trank ein Gläschen Punsch.
    Er legt eine heiße Videokassette ein.
    „Muss das heut’ am Heiligabend sein?


    Verzeiht bitte den Fehltritt zum Fest der Liebe, trotzdem wünsche ich allen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

    Avor
     
    Heiko und sascha gefällt das.
  13. sascha

    sascha Administrator Mitarbeiter

    Wunderbar. vielen Dank - auch dafür, dass du die Tradition aufrecht erhälst :)
     
    Heiko gefällt das.
  14. BenTigger

    BenTigger Happy-Tigger Mitarbeiter

  15. Avor

    Avor Foren-Poet

    Zehn Jahre? Wie doch die Zeit vergeht. Mein Gott, hatte ich eine Angst damls in Saschas Dialerchutzforum mit verrückten Tiergedichten zu kommen. Danke noch einmal dafür, dass Ihr sie mir nicht um die Ohren gehauen habt.
    Die Ausbeute dieser zehn Jahre und noch mehr, sind jetzt als 286-seitiges Taschenbuch unter dem Titel "Unmenschlich tierisch oder untierisch menschlich" im Handel erhältlich. Mit fast 85 Jahren kann man sich ja noch eine Jugendsünde erlauben. Schöne Restfeiertage all den alten Kämpfern und ein gutes Neues Jahr. Vielleicht fällt mir dazu noch etwas ein.

    Gruß Avor
     
    Heiko gefällt das.
  16. BenTigger

    BenTigger Happy-Tigger Mitarbeiter

    Wow, wir haben einen Schriftsteller unter unseren gesegneten Stammusern.
    Glückwunsch zu deinem Buch... werd mal danach Googeln.
     
  17. Reducal

    Reducal Forenveteran

    Ja aber auch doch, dir und hier allen!

    Und den aus 2004 haben wir bei all dem Trubel in diesem Jahr doch hoffentlich nicht ganz vergessen: Der offizielle, diesjährige Weihnachts-Thread (nee, hama nich!)
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Dezember 2014
  18. Avor

    Avor Foren-Poet

    Zum Jahreswechsel

    Dank an Heiko, Sascha und den Helfern allen!
    Unermüdlich kämpft Ihr gegen Internet- Kanaillen,
    die uns beim Surfen heimlich überfallen.
    Macht den Garaus diesen Schurken samt Vasallen
    sie sollen in die eigenen Fallen fallen!

    Dann soll zum Teufel fahren diese Brut!
    die das Netz missbraucht zu ihrem Zweck!
    Ihr warnt vor den Gefahren, wir sind auf der Hut,
    dann wird bald verschwunden sein der Dreck.

    Auch gewisse Saubermänner lassen überwachen,
    Obrigkeiten wollen wissen, was wir Untertanen denken,
    Ob wir Trübsal blasen oder über ihr Geschwafel lachen
    ob wir den Falschen uns´re Sympathien schenken?

    Telefongespräche sind leicht abzuhören,
    Spione in Computern ferngesteuert installiert.
    Terroristen lassen sich davon nicht stören,
    der ehrliche Bürger jedoch das Vertrauen verliert.

    Dann wird der Weg zu Eurer Seite nützen,
    denn Ihr wisst auf Fragen immer Rat:
    Wie kann man gegen Datenklau sich schützen
    und staatlich verordnetem Persönlichleitsverrat?

    Gläserne Bürger hätten gern die Staatenlenker,
    und werden selbst von fremden Mächten überwacht.
    Sie ignorieren die Warnungen aufrechter Denker
    und werden für ihre Dummheit ausgelacht.

    Holzköpfe können nicht die Pest verhindern
    die sich schleichend drängt in die Computerwelt
    Doch man kann sich schützen, die Gefahren mindern
    Sicherheit bekommt man auch für wenig Geld!

    So lassen wir jetzt virenfrei die Korken knallen,
    zum Neuen Jahr in Häusern, Hütten oder Hallen!
    Freudenchöre werden froh erschallen!
    Man wird sich küssend in die Arme fallen
    und jauchzend auf die Straßen schwallen,
    wo Raketen zischend in den Himmel knallen
    bis sie explodierend an die Wolken prallen,
    im gebremsten Fluge nach der Seite drallen
    und mit bunten Funken sprühend wieder runter fallen,
    weil man vergaß, sie unten festzuschnallen.

    „Prost! Ein frohes Neues Jahr uns Allen,
    den Freunden, schmal gewachsen oder prallen
    den Onkeln, Tanten oder Großmamsallen,
    zeigt den Tagedieben Eure Krallen,
    auch wenn sie in der Nacht euch überfallen.
    Misstraut Polit-Machern mit Dallen,
    die auf unbequeme Fragen hilflos lallen.
    Sie wollen nur das Beste von uns allen,
    der vermurksten Welt zum Wohlgefallen!



    Viel Erfolg im Neuen Jahr!

    Wünscht Avor
     
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  19. Reinhard

    Reinhard Foren-Poet

    :eek: Geisterstunde :eek:

    Im Schlosse des Grafen van Gracht
    da spuken exakt um Mitternacht -
    pünktlich und auf die Sekunde genau -
    des Ahnherrn Vorfahr und seine Frau.

    Es klappern die Knochen, es klirren die Ketten,
    Bewohner schrecken hoch aus den Betten.
    Der Wahnsinn wild nächtlich um sich greift,
    wenn die Ahnfrau rasselnd die Ketten schleift.

    Der erste Höhepunkt ist schon erreicht,
    als der Ahnherr durch das Gewölbe schleicht
    und zotig im Schlossgang fürchterlich flegelt,
    und dabei mit seinem Kopf polternd kegelt.

    Die Ahnfrau schreit derweil schrillend grell,
    Im Schloss werden erste Fenster hell.
    Man hört hin und wieder Gebisse klappern,
    wenn die Ahngeister laut durch die Flure tappern.

    Und wenn sie dann gegen die Türen schlagen,
    dann wird einem so seltsam kribblig im Magen.
    Es wird einem heiß, wie im Flammengeloder
    und es riecht unangenehm nach uraltem Moder.

    Während manche sich fast in die Hose machen,
    da hört man noch ein zweifach Irrsinnslachen.
    Dann ist es still. Ruhig und dunkel die Nacht.
    Die Uhr schlägt eins auf Schloss van Gracht.

    Reinhard :cool:
     
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  20. Hippo

    Hippo Moderator Mitarbeiter

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