Angeklagte gestehen Dialer-Betrug mit Millionen-Beute

Dieses Thema im Forum "Servicenummern, Mehrwertdienste und Dialer" wurde erstellt von Captain Picard, 16 Dezember 2005.

  1. Aka-Aka

    Aka-Aka Chaostheoretiker

    Zählten zu den "Investitionskosten" auch:

    1) Kosten für den Dialer, zahlbar als Lizenzgebühr an die Firma ***
    2) Kosten für die Werbebanner, gezahlt u.a. von der zwischengeschalteten Firma n** b** m** an den Hamburger Internetprovider und Portalbetreiber f* ???
     
  2. Captain Picard

    Captain Picard Commander

    Welches Geld, ich hab den Eindruck du hast den Bericht nicht gelesen:
    Schon mal versucht einem nackten Mann in die Tasche zu fassen, bzw Konten in der Karibik oder sonstwo
    aufzuspüren?
    Radio Eriwan, im Prinzip ja...
    ( Das grenzt an Verhöhnung der Geschädigten )


    cp
     
  3. Reducal

    Reducal Fraud-Analyst

    Na das hier:
    Sollte die Geldbuße nicht bezahlt werden, geht es eben doch in den geschlossenen Vollzug. Wie die StA HH allerdings Ansprüche von Geprellten wieder gut macht und ob überhaupt, wird sich noch zeigen. Das mit der Geldbuße ist ja in der Tat so eine Sache, auf die hat der Bürger mMn keinen Anspruch, ersatzweise für seinen Schaden.

    Was mich viel mehr noch interessiert ist der Deal, den die StA mit den Beschuldigten gemacht hat. Da dürfte wohl ein vollumfängliches Geständnis bei rausgekommen sein und ein paar dänische "Nebengeräusche" sicher auch.
     
  4. Captain Picard

    Captain Picard Commander

    Auf welchem Planeten lebst du eigentlich? Selbst wenn es in den Vollzug ginge, hieße das schlimmstenfalls nach zweidrittel
    wieder in Freiheit, bei "guter Führung" bereits früher und in HH bestimmt auch noch offener Vollzug mit Freigang
    Das sitzen die auf der linken Backe ab....

    cp
     
  5. Aka-Aka

    Aka-Aka Chaostheoretiker

    Deine Hoffnung in Ehren, Reducal. Glaubst Du Dir das selber? Ich frage mich ohnehin (genauso wie beim Fall des schon verurteilten HAS-lers), was denn überhaupt gestanden werden konnte, was man nicht schon gewusst hat...
    http://forum.computerbetrug.de/viewtopic.php?t=3655

    Das Hamburger Urteil ist IMHO skandalös, nicht nachvollziehbar und stinkt bestialisch zum Himmel.
     
  6. Wembley

    Wembley Tyrolean

    Ein wenig erinnert mich das an den spätmittelalterlichen/frühneuzeitlichen Ablasshandel.

    Gruß
    Wembley
     
  7. Reducal

    Reducal Fraud-Analyst

    ...und noch was - kann sich eigentlich noch jemand an den ersten ernsthaften Thread erinnern? Was hat man sich damals gekeult, hat hinterfragt, und gepostet, was das Zeug hält - eines ist auf jeden Fall geblieben, nämlich die Gewissheit, dass ohne dieses Forum hier und seine Aktivisten heute überhaupt kein Urteil da wäre. Wenn das die "anna" noch erleben könnte... :(
     
  8. Captain Picard

    Captain Picard Commander

    Mir kommt ein fataler Gedanke:

    Nehmen wir mal an, die Geldbusse würde gezahlt, dann hätte Vater Staat einen satten Reingewinn
    und die eigentlichen Opfer schaun in die Röhre. Wenn man da nicht ins Grübeln kommt....

    cp
     
  9. Aka-Aka

    Aka-Aka Chaostheoretiker

    ...dann wäre sie hoffentlich genauso sauer wie ich... vielleicht wurde anna aber (im Gegensatz zu mir) inzwischen erwachsen und versucht, wie man das halt als Erwachsene so macht, aus diesem Hamburger Urteil 'ne ordentliche Weißwurstbrotzeit zu machen.
     
  10. IM

    IM Frisch registriert

    Na da hat man "Dänen" es aber mächtig gezeigt.

    Nachdem das Urteil nun gesprochen ist können die beiden ja ihr Geld in Gasaktien investieren.

    Im Steuerparadies "Kanton Zug" sollen sich ja schon einige angesiedelt haben. Mit TOP Führung an der Spitze.

    Und wenn die Geschädigten ihre Forderungen nicht bekommen - nicht gleich durchdrehen - denn es könnte sein das Schäuble mit Panzern und Soldaten die Staatsanwaltschaft bewacht - soll ja bald möglich sein.

    Zukünftig brauchen die Dänen ja auch keine AutoDialer mehr. Dann geht das Rechnungsstellen ja sogar Europaweit bei 450 Millionen Einwohnern in Europa.

    Man muss eigentlich nur noch einen Weg finden an die 2 Jahre gespeicherten Daten aus E-mail / Internet oder Telefon zu kommen.

    Schöne neue Welt.
     
  11. Aka-Aka

    Aka-Aka Chaostheoretiker

    noch was fiel mir auf:
    Das aber hat MSP gestanden:
    (Quelle: Handelsblatt)

    Ist das eine Grauzone oder hat's der Richter [edit: Bzw StA R*S*] einfach immer noch nicht verstanden? Ich komme auf eine Seite und es macht klick und der dialer ruft bei PG Media an und das ist eine "rechtliche Grauzone"???

    s.a.
    http://forum.computerbetrug.de/viewtopic.php?p=36724#36724
    Aha.

    s.a.
    http://www3.mdr.de/plusminus/240204/dialer.html
    (24.2.2004)
    Hat der Autor N*P* etwa Stuss erzählt???
     
  12. Wembley

    Wembley Tyrolean

    Ist das mit dem "Nullsummenspiel" vielleicht ein neuer Rechtsgrundsatz? Da werden sich ein paar zwielichtige Gestalten aber freuen.
    So nach dem Motto: Wenn wir nicht erwischt werden, ist es gut und wenn schon, dann stehen wir mehr oder weniger gleich gut oder schlecht wie zuvor da.

    Das wäre bei Geschwindigkeitübertretungen beim Autofahren interessant. Wird man erwischt, zahlt man nix, sondern fährt halt die nächsten Kilometer langsamer. Ist ja dann auch ein Nullsummenspiel, weil man dadurch nicht schneller ans Ziel kommt.

    Gruß
    Wembley
     
  13. Aka-Aka

    Aka-Aka Chaostheoretiker

    wer ist eigentlich der 64-jährige? ich kenne nur die 64-jährige. Hmm.
     
  14. Aka-Aka

    Aka-Aka Chaostheoretiker

    http://dejure.org/gesetze/StGB/263.html
    http://dejure.org/gesetze/StGB/263a.html
    Computerbetrug:
    zur Strafbemessung:
    Das Urteil, zwei Jahre auf Bewährung, erscheint mir als Laie nicht mit diesen Ausführungen vereinbar. Mir erscheint es so, als wären hier bewusst oder nicht zum Vorteil einer Partei die vorhandenen Rechtsgrundsätze nicht gerecht angewandt worden.
     
  15. KatzenHai

    KatzenHai Scyliorhinus stellaris

    Stimmt nicht ganz: § 823 BGB:
    *Anerkanntes Schutzgesetz:§ 263 StGB (Betrug):
    Die Betroffenen können jetzt ganz entspannt Zivilklagen gegen die Verurteilten anstrengen, die auch mehrheitlich Recht einfach zu gewinnen sind - und die Zahlungstitel haben dann 30 Jahre Vollstreckungs-Gültigkeit ...
     
  16. Aka-Aka

    Aka-Aka Chaostheoretiker

    Wie sieht das praktisch aus? Wenn MSP jetzt z.B. ein britisches Telekommunikationsunternehmen verkaufen würde, würde dann diese Einnahme zur Zahlung dieser Titel verwendet werden? Dann sollten sich die Geschädigten aber mal beeilen. Oder kann man den Zahlungstitel gegen ein Bildchen in einem Erotikmuseum eintauschen, wenn es dem Verurteilten gehören würde? das wäre dann halt weniger sinnvoll für Priester und Nonnen.
     
  17. Captain Picard

    Captain Picard Commander

    Soweit die Theorie, wie die Praxis aussieht zeigt der Alltag, sei mir nicht böse, aber das sind
    für mich Märchen aus Tausend und einer Nacht: "Sesam öffne dich.."

    Den Titel können sich die Betreffenden einrahmen, an der Wand aufhängen oder auf den Schreibtisch stellen.
    in 30 Jahren ist der einer der beiden 94...
    Eine Bekannte von mir hat auch so einen Titel, der "Herr" lebt in Saus und Braus, fährt dicke Edelkarossen
    und hat keinen Pfennig Geld...

    cp
     
  18. KatzenHai

    KatzenHai Scyliorhinus stellaris

    Gegenrede hier.
     
  19. Aka-Aka

    Aka-Aka Chaostheoretiker

    Ich zahle keine "speedtickets", weil ich nicht mal Auto fahre. Aber ich habe erst letzte Woche 20 Euro an die Münchner Verkehrsbetriebe gezahlt. Ich habe seit 5 Jahren ein übertragbares Abo und hatte am 2.12. noch nicht den Dezemberschein eingepackt.
    Schaden für die Münchner Verkehrsbetriebe: 0,00 Euro
    (Ich habe an der Zahlstelle ganz nett geplaudert und die von 40 auf 20 Euro reduzierte Gebühr auch bezahlt, weil es ja schliesslich mein Fehler war, zu dem ich auch stehe)

    Es geht übrigens auch in anderen Gerichtsverfahren "nur um Geld" - also wäre Deine Gegenrede nur fair, wenn sie Gleiches mit Gleichem vergleicht (also eben einschlägige Fälle und nicht Mord mit Betrug). Da hast Du als Jurist sicher mehr Hintergrundwissen als ich.

    Als boulevardesk bezeichnet sehe ich meine Kritik dennoch unter Wert gewürdigt

    (Nachsatz: Ich muss ehrlich gestehen, dass ein Teil meiner Wut auch verletzter Eitelkeit entspringen mag. Denn dieses Urteil zeigt, dass es wenig bringt, öffentlich die Verfolgung der Hintermänner betreiben zu wollen. Wenn dabei nämlich hinten nur solche Urteile rauskommen, lohnt sich weder der Aufwand noch das Risiko, bei der "Hintermännerbloßstellung" übers Ziel hinaus zu schießen und dem Forum Ärger zu machen. Lernprozess folgt nach Abklingen der Wut ;) )
     
  20. Aka-Aka

    Aka-Aka Chaostheoretiker

    [hierher verfrachtete Gegenredengegenrede]
    Nein, ist nicht gut. Sonst würde ich mich ja nicht so aufregen. Hier meinte ich übrigens ausdrücklich nicht den aktuellen Fall aus Hamburg aus dem anderen Thread, sondern einen älteren Fall in Hamburg, der eben im Sande verlaufen ist, was er meines Erachtens in München nicht wäre. Wenn Du so willst: Ein Lob für "meine" Münchner, die ich erst unlängst kritisiert habe.

    Verstehe ich nicht - aber Du bist der Fachmann und ich nehme das durchaus zur Kenntnis und nehme an, Du würdest es anders sagen, wenn es anders wäre. Ich setze dabei wohl zurecht voraus, dass Dir die Vita des Verurteilten halbwegs bekannt ist, auch seine geschäftliche.
     

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